Fernando Clavijo hat das Institut für Astrophysik der Kanaren als internationales wissenschaftliches Vorbild zum 40. Jubiläum gewürdigt. Der Präsident der Kanarischen Inseln betonte am Donnerstag auf La Palma die Bedeutung des Instituts für die Entwicklung von Wissen und hob dessen Rolle als „Erfolgsbeispiel“ für Forschung und wissenschaftliche Exzellenz im Archipel hervor.
Clavijo erklärte, das Institut habe die Kanaren „an die Spitze der Welt-Astrophysik“ geführt. Er betonte, wie ein kleines Gebiet im Atlantik durch Talent und einzigartige geografische Bedingungen wissenschaftliche Fortschritte anführen könne. Zudem begrüßte er die offizielle Bewerbung Spaniens, das geplante Dreißig-Meter-Teleskop (TMT) auf La Palma zu errichten. Das Projekt ist mit einer Investition von 400 Millionen Euro verbunden und wird von der Regierung der Kanaren unterstützt.
Institut für Astrophysik auf La Palma bleibt wissenschaftliches Aushängeschild
Während der Jubiläumsfeier dankte Clavijo der Wissenschaftsministerin Diana Morant für ihr Engagement beim TMT-Projekt. Er verband diese Initiative mit der im Mai vorgestellten Kanarischen Luft- und Raumfahrtstrategie und hob die Führungsrolle des Instituts hervor. „Dieser Weg wird mit der Führung des IAC deutlich leichter“, sagte Clavijo.
Der Präsident würdigte zudem das Team des Instituts, das mehr als 400 Fachkräfte umfasst. Deren Arbeit ermöglichte die Ausbildung von mehr als 500 promovierten Astrophysikern. „Ein hier geschmiedetes junges Talent, das Grenzen überschritten hat“, so Clavijo zum internationalen Einfluss des Zentrums.
Wissenschaftliche Kooperationen und internationale Sichtbarkeit
Das Institut pflegt Kooperationen mit mehr als 30 Ländern. Dies stärkt die Position der spanischen Wissenschaft weltweit und fördert die Forschungsqualität auf den Inseln. Clavijo hob auch Fortschritte in Bereichen wie Optik, Mikrosatelliten und astrophysikalische Instrumentierung hervor. Die intensive Öffentlichkeitsarbeit des Instituts erreichte mehr als 10.000 Schüler und zieht jährlich 100.000 Besucher zum Roque de los Muchachos und nach Izaña.
Clavijo bezeichnete das Institut für Astrophysik als Symbol für die wissenschaftliche Ausrichtung der Kanaren und als Schlüsselfaktor für die wirtschaftliche Diversifizierung des Archipels in innovative und technologische Sektoren. Er erinnerte daran, dass die offizielle Eröffnung im Juni 1985 die Inseln auf die Landkarte der internationalen Wissenschaft setzte. „Diesen Platz haben die Kanaren seither nicht verlassen“, sagte Clavijo.
Jubiläumsfeier mit breiter politischer Unterstützung auf La Palma
An der Feier im Observatorium Roque de los Muchachos nahmen neben Clavijo auch Wissenschaftsministerin Diana Morant, der Minister für territoriale Politik Ángel Víctor Torres, Institutsdirektor Valentín Martínez Pillet sowie weitere Vertreter der Inselregierungen von La Palma und Teneriffa, der Universität La Laguna und des CSIC teil.
Das Jubiläum markiert vier Jahrzehnte wissenschaftlicher Arbeit, die das Institut für Astrophysik der Kanaren zu einem führenden Zentrum gemacht haben – nicht nur in der Forschung, sondern auch als Motor für Wissen, Wirtschaft und Entwicklung auf dem Archipel.

