Der Tourismus auf den Kanarischen Inseln hat im zweiten Quartal 2025 einen Umsatz von 4,4 Milliarden Euro erzielt. Nach Angaben des Kanarischen Instituts für Statistik (ISTAC) stieg damit der Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,54 Prozent. Das durchschnittliche Tagesbudget pro Besucher sank jedoch auf 157,94 Euro, während es im Vorjahr noch 166,84 Euro betragen hatte.
Teneriffa und Gran Canaria vereinten 66 Prozent der touristischen Ausgaben auf sich. Auf Teneriffa entfielen 39 Prozent, auf Gran Canaria 26,8 Prozent. Schweizer Touristen gaben mit durchschnittlich 174,35 Euro pro Tag am meisten aus. Italienische Besucher bildeten mit 122 Euro das Schlusslicht.
Tourismus auf den Kanaren: Internet und Erfahrung prägen Reiseplanung
Die Reiseplanung erfolgte laut ISTAC-Umfrage überwiegend über das Internet und aufgrund früherer Aufenthalte auf dem Archipel. Empfehlungen von Freunden oder Verwandten sowie Buchungen über Reiseveranstalter oder Agenturen spielten eine geringere Rolle. Mehr als die Hälfte der Touristen buchte mindestens drei Monate im Voraus. 90,3 Prozent reisten hauptsächlich für Urlaub, Freizeit oder Unterhaltung.
Bei der Wahl der Unterkunft entschieden sich 57,9 Prozent für Hotels, 16,3 Prozent für Apartments, 14,9 Prozent für private Mietobjekte und 8,2 Prozent für eigene oder von Freunden beziehungsweise Familienangehörigen bereitgestellte Wohnungen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug neun Tage. Nordische Gäste blieben im Schnitt 14 Tage, spanische Besucher sechs Tage.
Tourismusausgaben auf Teneriffa: Paketreisen und Wiederkehrer prägen das Bild
Knapp die Hälfte der Urlauber nutzte Pauschalreisen mit Transport und Unterkunft. Besonders häufig griffen Gäste aus den Niederlanden (67,7 Prozent) darauf zurück, während italienische Touristen nur zu 17,2 Prozent dieses Angebot wählten. 71,6 Prozent der Besucher waren bereits zuvor auf den Kanaren, was auf eine hohe Loyalität gegenüber dem Reiseziel hindeutet.
Der Rückgang beim durchschnittlichen Tagesbudget trotz steigender Gesamtausgaben deutet darauf hin, dass die Zunahme der Besucherzahlen durch kürzere Aufenthalte oder geringere Tagesbudgets ausgeglichen wird. Die Branche steht damit vor der Herausforderung, nicht nur die Besucherzahlen zu halten, sondern auch den individuellen Ausgabenbetrag zu steigern. Dies gilt als entscheidend, um die wirtschaftliche Wirkung des Tourismus zu stärken und dessen langfristige Nachhaltigkeit zu sichern.








