Die kanarische Regierung hat in Madrid jegliche Rückschritte im differenzierten Status der Kanaren in Europa abgelehnt. Narvay Quintero und Luis Planas verteidigten den Schutz des POSEI-Programms und der handwerklichen Fischerei.
Am Montag trafen sich der kanarische Landwirtschaftsminister Narvay Quintero und der spanische Landwirtschaftsminister Luis Planas in Madrid, um ihre Position gegen eine Schwächung des speziellen Status der Kanarischen Inseln in der europäischen Politik zu bekräftigen. Dies geschah im Rahmen der Beratungen über die Agrar- und Fischereipolitik der EU.
Quintero warnte vor den Vorschlägen der Europäischen Kommission für den neuen mehrjährigen Finanzrahmen. Diese könnten das POSEI-Programm und die Anerkennung der Regionen in äußerster Randlage gefährden, indem sie eine zentralistische Sichtweise fördern. „Weder die Regierung noch der Primärsektor der Inseln werden akzeptieren, dass das POSEI in Frage gestellt oder die Instrumente zur Sicherung der Zukunft der kanarischen Landwirtschaft gekürzt werden“, sagte er.
Kanaren fordern Schutz des POSEI-Programms
Der spanische Minister Luis Planas unterstützte die kanarische Position und betonte, dass das POSEI-Programm seine eigene Identität innerhalb der europäischen Agrarpolitik behalten müsse. Dies sei durch Berichte der Kanaren vor den EU-Institutionen belegt. „Dieses Thema ist für Spanien eine Staatsangelegenheit“, unterstrich er.
Quintero hob hervor, dass die Kanaren strukturelle Mehrkosten aufgrund ihrer Abgelegenheit, Insellage und Abhängigkeit vom Ausland tragen. Diese Faktoren beeinträchtigen die Wettbewerbsfähigkeit des Agrar- und Fischereisektors, wenn keine spezifische Unterstützung vorhanden ist. Der Verlust differenzierter Mittel wäre praktisch ein „verdeckter Einschnitt“, der Landwirte und Viehzüchter treffen würde und den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt der Inseln gefährden könnte.
Forderung nach einem POSEI-Pesca für die Fischerei
Quintero betonte zudem die Notwendigkeit eines POSEI-Pesca für die Fischerei, um die Nachhaltigkeit der handwerklichen Flotte der Inseln zu sichern und die zusätzlichen Kosten des Sektors auszugleichen. Er forderte auch Änderungen bei der Anwendung des FEMPA, da es zu Verzögerungen bei der Auszahlung von Beihilfen führe und die Modernisierung der Fischereiflotte einschränke.
Abschließend würdigte Quintero die Unterstützung der Regionen in äußerster Randlage und ihrer Staaten, die im Mai eine gemeinsame Erklärung zur Verdopplung der finanziellen Mittel des POSEI verabschiedeten. Dies sei angesichts steigender Kosten für Tierfutter, Energie und Transport notwendig. „Wir sind Europa im Atlantik und werden unseren Primär- und Fischereisektor mit Nachdruck verteidigen, damit er die Ressourcen erhält, die er verdient“, schloss er.











