Die Regierung der Kanarischen Inseln hat am Montag die Waldbrandwarnung auf die gesamte westliche Provinz und auf Gran Canaria ausgeweitet. Ab 8 Uhr gilt zudem eine Vorwarnung wegen hoher Temperaturen auf El Hierro, La Gomera, La Palma und Teneriffa.
Die Entscheidung traf die Generaldirektion für Notfälle auf Grundlage von Prognosen der Staatlichen Wetteragentur und weiterer technischer Quellen. Sie ist Teil des Sonderplans zum Schutz der Bevölkerung bei Waldbränden (INFOCA) sowie des Plans für Risiken durch extreme Wetterereignisse (PEFMA).
Waldbrandwarnung auf Teneriffa und Gran Canaria ausgeweitet
Die Meteorologen erwarten Temperaturen von mehr als 37 Grad auf Gran Canaria und bis zu 34 Grad auf den westlichen Inseln, vor allem im Landesinneren, in mittleren Höhenlagen und auf den Gipfeln der Süd- und Westseiten. Zusätzlich rechnen Experten mit einer Inversion in niedriger Höhe, einer relativen Luftfeuchtigkeit unter 30 Prozent ab 500 oder 600 Metern sowie mit Calima in höheren Lagen.
Der Wind weht meist mäßig aus Nordost, dreht aber auf den Gipfeln der größeren Inseln auf schwachen Ostwind und am Teide auf Südost. Am Dienstag wird ab 1500 Metern ein schwacher Nordwind erwartet, westlich des Teide ebenfalls. Am Mittwoch dreht der Wind auf Nordost und wechselt auf den Gipfeln von La Palma, El Hierro, La Gomera und Gran Canaria auf schwachen West- bis Südwestwind, auf Teneriffa bleibt er mäßig.
Maßnahmen und Empfehlungen auf den Kanaren
Die Regierung rät, körperliche Aktivitäten in den Mittagsstunden zu vermeiden, regelmäßig leichte Mahlzeiten und ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen und keinen Alkohol zu trinken. Spaziergänge sollten im Schatten erfolgen, Aufenthalte in kühlen oder klimatisierten Räumen werden empfohlen.
Zur Vorbeugung von Bränden mahnt die Regierung, keine brennenden Zigaretten, Streichhölzer oder Abfälle in Waldgebieten zu entsorgen. Feuerwerkskörper, Böller oder andere brennende Gegenstände dürfen in Risikozonen, einschließlich landwirtschaftlicher Flächen und Siedlungen nahe Waldgebieten, nicht verwendet werden. Bürger sollten einfache Löschmittel wie Schläuche oder Äxte bereithalten und Wasserreserven für Notfälle anlegen.
Strenge Auflagen auf Teneriffa wegen Brandgefahr
Die Bevölkerung soll die von Inselregierungen und Gemeinden verhängten Zugangsbeschränkungen und Arbeitsverbote in Waldgebieten beachten. Wer Rauch oder Feuer bemerkt, muss umgehend die 112 anrufen, da eine schnelle Reaktion entscheidend für die Eindämmung eines Brandes ist. Weitere Hinweise finden sich auf der offiziellen Webseite der Kanarischen Regierung.
Der Inselrat von Teneriffa untersagt ab Montag, 8 Uhr, das Entzünden von Feuer in Freizeitbereichen und im Freien. Betroffen sind Grillstellen, Lagerfeuer, Kochstellen und Gasherde. Auch der Einsatz von Maschinen, die Funken erzeugen können, sowie jegliches Feuerwerk in Risikogebieten ist verboten. Das Rauchen ist in Freizeitbereichen, auf Campingplätzen, in Lagern, auf Wegen, Aussichtspunkten und anderen öffentlichen Infrastrukturen im Wald untersagt.




