Der Partido Popular (PP) hat die Verzögerung des Vertrags für die häusliche Pflege und die soziale Krise in Las Palmas de Gran Canaria kritisiert. Gleichzeitig bemängelt die Coalición Canaria (CC) den Zustand der Grünflächen und das fehlende Wartungsmanagement vor der Eröffnung neuer Parks.
Die Stadtverwaltung unter der Leitung von Bürgermeisterin Carolina Darias steht im Kreuzfeuer der Kritik von PP und CC. Beide Parteien werfen der Regierung vor, die sozialen und ökologischen Probleme der Hauptstadt nicht anzugehen.
Soziale Krise und Vertragsprobleme auf Gran Canaria
Jimena Delgado, Sprecherin des PP, betonte, dass der Vertrag für den Dienst der häuslichen Pflege (SAD) seit mehr als einem Jahr abgelaufen sei. Dies betrifft rund 4000 abhängige Personen, die ohne stabile Vertragsgrundlage dastehen. Die erste Ausschreibung im Juni 2024 blieb erfolglos, und die zweite, die im März dieses Jahres begann, ist nach fünf Monaten noch immer nicht vergeben.
Delgado warnte vor einer „beispiellosen sozialen Krise“, in der Hunderte Menschen auf der Straße leben und die städtischen Sozialdienste nicht ausreichend gestärkt werden, um die Notlage zu bewältigen. Sie kritisierte das Fehlen eines nächtlichen Straßeneinsatzdienstes und die Nichtumsetzung des Lebensmittelkartenprogramms mit einem Budget von zwei Millionen Euro für 2025.
Grünflächen und Infrastruktur in Las Palmas
David Suárez von der CC bezeichnete die Ankündigung eines grünen Fußgängerwegs zwischen El Lasso und Pedro Hidalgo als „reines Marketing“. Er argumentierte, dass es seit dem letzten Jahr keinen Vertrag für die Pflege der Grünflächen gebe und dieser nicht neu ausgeschrieben worden sei. Ohne garantierte Pflege sei das Projekt von Anfang an zum Scheitern verurteilt, ähnlich wie andere kürzlich errichtete Infrastrukturen.
Suárez forderte von der Bürgermeisterin und der Stadträtin für Parks und Gärten, Gemma Martínez, Klarheit darüber, mit welchem Vertrag, Budget und Personal die neuen Flächen gepflegt werden sollen. Er kritisierte zudem den Verlust von Naturerbe, wie das Fällen historischer Bäume in der Alameda de Colón und Probleme mit dem Ficus vor der Kirche San Nicolás. Jedes Jahr gebe es „weniger Bäume, weniger Schatten und mehr Vernachlässigung“.
Der nationalistische Stadtrat forderte die sofortige Ausschreibung des Wartungsvertrags und einen realen Plan zur Verhinderung des Baumverlusts in der Hauptstadt. „Mehr Gärtner und weniger Propaganda; mehr Management und weniger Fotos“, schloss er ab.






