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    Kanaren Nachrichten 25. Juli 20253 Min. Lesedauer

    Las Palmas de Gran Canaria erfüllt Kriterien für angespannte Wohnungsmarktzone nicht

    Kanaren-Nachrichten PH 5
    Die Kanaren aus der Luft: Foto: Archivbild

    Ein Gutachten des Colegio de Economistas hat festgestellt, dass Las Palmas de Gran Canaria die gesetzlichen Kriterien für eine angespannte Wohnungsmarktzone nicht erfüllt. Die Untersuchung, die im Auftrag von Visocan erstellt wurde, stützt sich ausschließlich auf offizielle Daten und bewertet die Situation anhand der Vorgaben der Ley 12/2023 vom 24. Mai. Weder der erforderliche familiäre Aufwand noch die Preisentwicklung überschreiten die gesetzlich festgelegten Schwellenwerte.

    Die Gesetzgebung sieht zwei alternative Kriterien für die Einstufung als angespannter Wohnungsmarkt vor. Zum einen muss der Anteil der Ausgaben für Miete oder Hypothek einschließlich Nebenkosten mehr als 30 Prozent des durchschnittlichen Familieneinkommens betragen. Zum anderen müssen die Kauf- oder Mietpreise in fünf Jahren mindestens drei Prozentpunkte stärker als der Verbraucherpreisindex (VPI) gestiegen sein.

    Wohnungsmarkt in Las Palmas de Gran Canaria bleibt unter gesetzlichen Schwellen

    In Las Palmas liegt die durchschnittliche Mietbelastung bei rund 24 Prozent des Familieneinkommens, während der Aufwand für den Immobilienkauf etwa 22,8 Prozent beträgt. Beide Werte bleiben unterhalb der gesetzlichen Grenze. Zwischen 2019 und 2024 stiegen die Mietpreise um 21,2 Prozent, was lediglich 2,6 Prozentpunkte über dem VPI liegt. Die Kaufpreise entwickelten sich sogar unterhalb des Index, sodass auch das zweite Kriterium nicht erfüllt wird.

    Das Gutachten hebt zudem hervor, dass die Stadt zwischen 2001 und 2021 einen Zuwachs von 23.515 Wohnungen verzeichnete, während die Zahl der Haushalte nur um 10.750 anstieg. Daraus ergibt sich ein Überschuss von etwa 12.765 Wohnungen. Über 7000 Einheiten haben keine definierte Nutzung, und 24.800 Wohnungen standen 2021 leer. Das Problem liegt damit nicht in der Anzahl, sondern in der Verfügbarkeit der Wohnungen auf dem Markt.

    Demografische Entwicklung und methodische Hinweise

    Zwischen 2011 und 2023 sank die Einwohnerzahl der Hauptstadt um 5316 Personen, was einem Rückgang von 1,39 Prozent entspricht. In den vergangenen 33 Jahren lag das Bevölkerungswachstum bei lediglich 7,2 Prozent, während die Provinz und die Kanaren insgesamt um 50 Prozent zulegten. Das Gutachten stellt fest, dass sich der Wohnungsbestand und die Bevölkerung auf niedrigem Niveau eingependelt haben, weshalb keine strukturelle Anspannung am Wohnungsmarkt vorliegt.

    Rosa Rodríguez, die das Gutachten koordinierte, warnt vor der Nutzung von Daten aus Immobilienportalen wie Idealista oder Fotocasa. Diese Plattformen geben nur Angebotspreise wieder, nicht aber tatsächlich erzielte Abschlüsse. Die Analyse stützt sich daher ausschließlich auf offizielle und methodisch valide Quellen.

    Empfehlungen für den Wohnungsmarkt auf Gran Canaria

    Das Gutachten empfiehlt, die Kenntnisse über den Bestand an privaten und öffentlichen Wohnungen, insbesondere über leerstehende oder nicht vermarktete Einheiten, zu vertiefen. Steuerliche Anreize und Förderprogramme könnten helfen, diese Wohnungen wieder auf den Markt zu bringen. Zudem wird eine Überprüfung der Ley 12/2023 angeregt, um sie an die Besonderheiten des kanarischen Wohnungsmarktes anzupassen und die Rechtssicherheit für Eigentümer zu stärken.

    Zum Stichtag 25. Juli 2025 kommen die offiziellen Daten und das technische Gutachten zu dem Schluss, dass Las Palmas de Gran Canaria die Kriterien für eine angespannte Wohnungsmarktzone nicht erfüllt. Die endgültige Entscheidung liegt beim Gobierno de Canarias, doch das Gutachten liefert eine klare fachliche Grundlage gegen eine solche Einstufung.

    Immobilien Las Palmas
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