Pedro Quevedo hat am Donnerstag den geplanten Aufenthalt des Frachtschiffs Maina im Hafen von Las Palmas abgelehnt. Der Vorsitzende von Nueva Canarias-Bloque Canarista (NC-BC) in Las Palmas de Gran Canaria forderte, dass das Schiff, das mit dem Waffenhandel mit Israel in Verbindung steht, nicht im Hafen von La Luz und Las Palmas abgefertigt wird. Die Partei verlangt, dass solche Schiffe in spanischen Häfen nicht bedient werden, solange die militärische Offensive gegen die palästinensische Bevölkerung andauert.
Quevedo bezeichnete es als „unverständlich“, dass derartige Schiffe weiterhin regulär operieren, obwohl dem israelischen Staat schwere Vorwürfe gemacht werden. Er betonte, die israelische Regierung führe eine „Kampagne der vollständigen Auslöschung“ durch und setze dabei Mittel ein, die nach internationalem Recht verboten sind, wie etwa Hunger.
Protest gegen Waffenhandel über Las Palmas
Die Partei kritisierte die Diskrepanz zwischen offiziellen Verurteilungen des israelischen Militäreinsatzes und dem Fehlen konkreter Maßnahmen zur Unterbrechung von Waffenlieferungen. Quevedo sagte: „Die Versorgungsketten werden nicht wirklich unterbrochen und es werden keine entschiedenen Schritte wie ein radikaler Abbruch der Handelsbeziehungen, insbesondere des Waffenhandels, mit einer offensichtlich genozidalen Regierung unternommen.“
Der Politiker verwies auf die jüngste Rede von Außenminister José Manuel Albares vor den Vereinten Nationen, in der dieser die Anerkennung eines palästinensischen Staates verteidigt hatte. Nach Ansicht von Quevedo seien diese Aussagen bislang nicht in konkrete Maßnahmen umgesetzt worden. „Zu sagen, wir werden einen Staat Palästina anerkennen, und dann nichts zu tun, heißt, die Angriffe der israelischen Armee zu fördern“, erklärte er.
NC-BC fordert sofortige Maßnahmen gegen Waffenlieferungen
Quevedo betonte, Nueva Canarias werde „die Logik scheinbar entschlossener Erklärungen und das Wegschauen in der Praxis“ nicht akzeptieren. Er forderte, dass die Maina im Hafen von Las Palmas nicht bedient wird, da das Schiff Teil einer „Auslöschungskampagne gegen das palästinensische Volk“ sei.
Die Partei forderte die spanische Regierung und weitere zuständige Institutionen auf, symbolische Gesten durch konkrete Maßnahmen zu ersetzen. Sie verlangte sofortiges Handeln, um das Massaker zu stoppen und echten Druck auf die israelische Regierung auszuüben.
Kanaren als strategischer Knotenpunkt im Fokus
Nach Ansicht von Nueva Canarias darf der Archipel als Grenzregion mit geostrategischer Bedeutung nicht neutral bleiben, wenn Schiffe, die mit dem Waffenhandel in Verbindung stehen, ankommen. Diese Transporte befeuern laut Partei bewaffnete Konflikte und Menschenrechtsverletzungen wie im aktuellen Fall der palästinensischen Bevölkerung.


