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    Kanaren Nachrichten 23. Juli 20252 Min. Lesedauer

    Lebensmittelvergiftungen im Sommer: Gesundheitsbehörde Teneriffas warnt und gibt Tipps

    Kanaren-Nachrichten PH 3
    Die trockene Seite der Kanaren: Foto: Archivbild

    Die Gesundheitsbehörde der Kanarischen Inseln hat am Mittwoch zentrale Empfehlungen zur Vorbeugung von Lebensmittelvergiftungen im Sommer veröffentlicht. Die Behörde warnte, dass hohe Temperaturen und veränderte Essgewohnheiten in den Sommermonaten das Wachstum von Bakterien und Parasiten in Lebensmitteln begünstigen.

    Die Direktion für öffentliche Gesundheit betonte, dass viele dieser Infektionen im eigenen Haushalt entstehen, meist durch unsachgemäße Handhabung, mangelnde Hygiene oder falsche Lagerung. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kinder, Schwangere sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem.

    Lebensmittelhygiene auf Teneriffa im Fokus

    Zu den wichtigsten Maßnahmen zählt das regelmäßige Händewaschen, die gründliche Reinigung von Küchenutensilien und die strikte Trennung von rohen und gekochten Lebensmitteln. Fleisch, insbesondere Geflügel oder Hackfleisch, sollte stets gut durchgegart werden, um das Risiko einer Infektion zu minimieren.

    Beim Verzehr von Fisch rät die Behörde zur Vorsicht wegen des Parasiten Anisakis. Fisch sollte sofort ausgenommen und entweder bei mehr als 60 Grad gegart oder mindestens 24 Stunden bei minus 20 Grad tiefgefroren werden, wenn er roh verzehrt werden soll.

    Richtige Lagerung und Temperaturkontrolle

    Gekochte Speisen sollten nicht ungekühlt stehen bleiben. Werden sie nicht sofort verzehrt, empfiehlt die Behörde, sie entweder warmzuhalten oder möglichst rasch zu kühlen. Zu den kühlpflichtigen Produkten zählen Fleisch, Wurstwaren, Frischkäse, Saucen, Desserts, Salate, Fertiggerichte und Halbkonserven.

    Vor dem Verzehr sollten gekühlte Speisen ausreichend erhitzt werden, sodass sie im Inneren mindestens 65 Grad erreichen. Kalte Speisen sollten direkt nach dem Herausnehmen aus dem Kühlschrank verzehrt werden.

    Vorsicht bei rohen Lebensmitteln und Eiern

    Rohes oder unzureichend gegartes Essen wie Salate oder Gerichte mit Ei bergen ein erhöhtes Gesundheitsrisiko. Obst und Gemüse sollten mit Wasser und einem für Lebensmittel geeigneten Tropfen Chlor gereinigt werden. Eier müssen sauber, unversehrt und stets gekühlt aufbewahrt werden. Eine Kreuzkontamination ist zu vermeiden.

    Haustiere dürfen keinen Zugang zur Küche oder zu Lebensmitteln haben. Auch Insekten und Nagetiere sind fernzuhalten, indem Müll und stehendes Wasser vermieden werden. Für die Zubereitung sollte ausschließlich Trinkwasser verwendet werden. Bei Unsicherheit empfiehlt die Behörde, das Wasser abzukochen oder zu desinfizieren.

    Empfehlungen für den Restaurantbesuch auf Teneriffa

    Beim Essen außer Haus sollten Gäste auf die Hygiene im Lokal und beim Personal achten. Lebensmittel müssen geschützt und gekühlt sein. Die Verwendung geeigneter Utensilien ist unerlässlich. Speisen, die ungeschützt bei Raumtemperatur standen, sollten nicht konsumiert werden.

    Weitere Informationen stellt die Gesundheitsbehörde im Nachrichtenportal der Regierung der Kanarischen Inseln bereit.

    Gesundheit
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