Arbeiterinnen des SAD in Santa Cruz de Tenerife haben Missstände in der Betreuung älterer und pflegebedürftiger Menschen sowie Fälle sexueller Belästigung angeprangert. Sie beklagten zudem eine Reduzierung der Betreuungsstunden.
Die Mitarbeiterinnen des Service de Ayuda a Domicilio (SAD) in Santa Cruz de Tenerife wandten sich an die Ombudsfrau Lola Padrón. Sie berichteten von Mängeln in der Bereitstellung dieses wichtigen Dienstes, der ältere und pflegebedürftige Menschen in der Gemeinde unterstützt.
Missstände im Service de Ayuda a Domicilio auf Teneriffa
Gewerkschaftsvertreterinnen betonten, dass die mangelhafte Verwaltung des SAD die Qualität der Betreuung beeinträchtige. Sie kritisierten die Kürzung der Betreuungsstunden, mangelnde Kontrolle der zugewiesenen Dienste und die Fokussierung auf Reinigungsarbeiten. Wichtige Aufgaben der gesundheitlichen und sozialen Unterstützung blieben unbeachtet. Laut den Mitarbeiterinnen würden die tatsächlichen Bedürfnisse der Nutzer oft nicht überprüft, was die Zielsetzung des Dienstes gefährde.
Ein weiterer schwerwiegender Punkt war die sexuelle Belästigung, die einige Mitarbeiterinnen in bestimmten Haushalten erlebten. Trotz wiederholter Vorfälle sei die Reaktion begrenzt gewesen. Nur drei Dienste wurden nach Drängen des Gleichstellungsausschusses eingestellt. „Wir sind hinter verschlossenen Türen im Territorium des Belästigers, mit einer doppelten Verwundbarkeit“, beklagten sie.
Forderung nach Untersuchung durch die Stadtverwaltung
Die Mitarbeiterinnen beschrieben zudem ungesunde Bedingungen in einigen Haushalten. Neben mangelnder Hygiene fehle es an angemessener Unterstützung für gefährdete Personen. Die Ombudsfrau forderte die Stadtverwaltung von Santa Cruz de Tenerife auf, eine Untersuchung dieser Vorwürfe einzuleiten. Es solle geprüft werden, ob das beauftragte Unternehmen die Dienstleistungsbedingungen einhalte, insbesondere nach der Übertragung der Verwaltung an die Autonome Gemeinschaft und der damit verbundenen Reduzierung der Betreuungsstunden.
Sie betonte die Notwendigkeit, sicherzustellen, dass der SAD mit der erforderlichen Qualität und Würde erbracht werde, ohne verdeckte Kürzungen oder Risiken für die Mitarbeiterinnen. Die Betreuung älterer und pflegebedürftiger Menschen müsse gewährleistet sein.








