Der Partido Popular (PP) hat die Entscheidung der Regierung von Pedro Sánchez, 1.200 Millionen Euro für den Luftverkehr auf den Kanarischen Inseln zu blockieren, scharf kritisiert. Diese Maßnahme gefährdet die Mobilität, den Tourismus und die Wirtschaft der Inseln.
Am Dienstag prangerte der PP in Madrid an, dass die Regierung von Pedro Sánchez die im Senat verabschiedete Änderung, die 1.200 Millionen Euro für den regulären Luftverkehr der Kanaren vorsah, abgelehnt hat. Diese Mittel seien laut den Konservativen entscheidend für die territoriale Kohäsion und das Wohlergehen der Bürger.
Die vom PP eingebrachte und im Oberhaus mehrheitlich unterstützte Initiative sah einen außerordentlichen Kredit vor, um die Subventionsverpflichtungen für 2024 und 2025 zu decken. Doch die Zentralregierung nutzte Artikel 134.6 der Verfassung, der die Bearbeitung von Ausgaben erhöhenden Änderungen ohne Regierungsgenehmigung untersagt, um die Maßnahme zu blockieren.
PP warnt vor negativen Folgen für die Kanaren
Der PP warnte davor, dass diese Entscheidung gravierende Auswirkungen auf die tägliche Mobilität der Kanaren haben könnte, da Flugtickets teurer werden könnten, wenn Fluggesellschaften die Kosten auf die Passagiere umlegen. Zudem bestehe die Gefahr, dass Routen und Frequenzen verloren gehen, was die Isolation des Archipels verschärfen und strategische Sektoren wie den Tourismus schädigen würde.
Guillermo Mariscal, PP-Abgeordneter für Las Palmas, kritisierte im Kongress das Vorgehen der Regierung. Er warf ihr vor, das Regelwerk gegen den Willen des Generalsekretärs zu verdrehen, um ein Veto zu rechtfertigen, das seiner Meinung nach eine Einmischung in die gesetzgeberische Autonomie des Senats darstellt.
Die Konservativen beklagten zudem die „doppelte Moral“ der Sánchez-Regierung, die eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben um 10.000 Millionen Euro genehmigt habe, während sie eine im Wirtschaftlichen und Steuerlichen Regime (REF) für die Kanaren vorgesehene Hilfe blockiere.
PP kritisiert Haltung der Coalición Canaria
Der PP warf auch der Coalición Canaria ihre Haltung im Senat vor, da diese einen alternativen Änderungsantrag über nur 300 Millionen Euro eingebracht und sich anschließend bei der Abstimmung zur Erhöhung auf 1.200 Millionen Euro enthalten habe. Dies habe laut den Konservativen die Position des Archipels gegenüber der Regierung geschwächt.
Der PP der Kanaren versicherte, dass er diese Entschädigung im Kongress weiterhin verteidigen werde, da sie als unerlässlich für die Bürgerbeweglichkeit, den Güterverkehr und die Nachhaltigkeit des Tourismus angesehen wird. „Während die Regierung von Sánchez den Kanaren den Rücken kehrt, werden wir weiter für Gleichheit und gesunden Menschenverstand kämpfen“, erklärten Quellen der Parlamentsfraktion.











