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    Kanaren Nachrichten 30. Juli 20253 Min. Lesedauer

    PP fordert weitere Rücktritte nach Vergabe-Skandal in Las Palmas de Gran Canaria

    Kanaren-Nachrichten PH 5
    Die Kanaren aus der Luft: Foto: Archivbild

    Der Partido Popular (PP) hat am Mittwoch von Bürgermeisterin Carolina Darias in Las Palmas de Gran Canaria weitere personelle Konsequenzen nach dem Rücktritt einer mit Vergaben verbundenen Stadträtin gefordert. Die Stadträtin der Sociedad de Promoción war zurückgetreten, nachdem sie zwischen 2022 und 2024 Aufträge im Wert von 1,3 Millionen Euro an ihr eigenes Unternehmen vergeben hatte. Die PP-Sprecherin Jimena Delgado sah darin eine Bestätigung für die Schwere der mutmaßlichen Unregelmäßigkeiten, die ihre Partei seit mehr als einem Jahr bei der Antikorruptionsstaatsanwaltschaft angezeigt hatte.

    Nach Angaben der PP bestand ein möglicher Interessenkonflikt, da die Stadträtin ihr öffentliches Amt mit der Leitung eines Unternehmens verband, das von millionenschweren Aufträgen profitierte. Diese Problematik war bereits im zweiten von drei Schreiben an die Staatsanwaltschaft thematisiert worden.

    PP fordert Konsequenzen im Rathaus von Las Palmas de Gran Canaria

    Die Partei kritisierte, dass Bürgermeisterin Carolina Darias seit vergangenem Jahr über die Vorgänge informiert gewesen sei, jedoch keine Maßnahmen ergriffen habe. Deshalb forderte die PP-Fraktion nun eine politische Aufarbeitung und rasche Entscheidungen, um das Vertrauen in die Verwaltung wiederherzustellen.

    Jimena Delgado betonte, ihre Fraktion sei für ihre Hinweise auf die Missstände wiederholt kritisiert und unter Druck gesetzt worden. Sie erinnerte daran, dass die Bürgermeisterin die Vorwürfe des PP als „unwahr“ bezeichnet habe, nun aber die Entwicklung die Partei bestätige.

    Mutmaßliche Vergabenetzwerke bei der Sociedad de Promoción

    Die PP sieht im Rücktritt der Stadträtin keinen Einzelfall. Sie vermutet ein Netzwerk von Unternehmen, das gemeinsam mit der Sociedad de Promoción systematisch Aufträge erhalten habe. „Es bleibt abzuwarten, ob die Staatsanwaltschaft zu den gleichen Schlüssen kommt wie wir“, erklärte die Partei und betonte den Respekt vor dem laufenden Ermittlungsverfahren und der Unschuldsvermutung.

    Die Partei verwies zudem darauf, dass sich das Budget der Sociedad de Promoción unter sozialistischer Führung auf 20 Millionen Euro verdoppelt habe. Der frühere Geschäftsführer habe ausgesagt, dass Aufträge auf direkte Anweisung von Inmaculada Medina und Encarna Galván ohne Kontrolle vergeben worden seien.

    PP verlangt sofortige Maßnahmen von Carolina Darias

    Der PP zufolge musste die Stadtverwaltung wiederholt Haushaltsdefizite der Gesellschaft ausgleichen. Im Jahr 2023 sei das gesamte zweite Halbjahr ohne finanzielle Deckung geplant worden, obwohl die Bürgermeisterin informiert gewesen sei.

    Jimena Delgado forderte, die aktuelle Entwicklung dürfe nicht länger hingenommen werden. Sie verlangte von Carolina Darias, Inmaculada Medina umgehend von der politischen Leitung der Sociedad de Promoción zu entbinden.

    PP bekräftigt Bekenntnis zu Transparenz in Las Palmas de Gran Canaria

    Trotz politischer Auseinandersetzungen, wie dem gescheiterten Versuch, die Gehälter der PP-Stadträte zu kürzen, will die Fraktion weiter für Rechtmäßigkeit, Transparenz und das Gemeinwohl in Las Palmas de Gran Canaria eintreten.

    Abschließend bekräftigte der PP das Vertrauen in die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und äußerte die Hoffnung, dass die Vorgänge zum Wohle der Einwohner der Inselhauptstadt vollständig aufgeklärt werden.

    Las Palmas
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