Der Partido Popular (PP) auf den Kanaren hat am Mittwoch entschieden die geplanten Kürzungen am POSEI-Programm durch die Europäische Kommission abgelehnt. Die Partei sieht darin einen direkten Angriff auf den Agrarsektor des Archipels.
Der Vorsitzende des PP auf den Kanaren, Manuel Domínguez, erklärte, seine Partei werde im Europäischen Parlament keine Unterstützung für die Streichung des spezifischen und stabilen POSEI-Budgets leisten. „Das wäre ein tödlicher Schlag für die Kanaren. Der POSEI ist kein Privileg, sondern eine Notwendigkeit. Man kann nicht alle gleich behandeln, wenn sie nicht die gleichen Ausgangsbedingungen haben“, betonte Domínguez.
POSEI-Programm auf den Kanaren in Gefahr
Domínguez erinnerte daran, dass die Kanarischen Inseln als ultraperiphere Region seit der Einführung des Programms mit strukturellen Nachteilen kämpfen. Er unterstrich die Bedeutung eines eigenen Finanzrahmens, der nicht von wechselnden Prioritäten in Brüssel abhängt.
Die Bedenken des PP entstehen im Vorfeld der Verhandlungen zum neuen Mehrjährigen Finanzrahmen 2028-2034. Die Europäische Kommission prüft derzeit, das POSEI-Programm in breitere Fonds ohne feste Zusagen zu integrieren. Dadurch könnten die Hilfen für den Agrarsektor der Kanaren künftig mit anderen Haushaltsmitteln konkurrieren und wären nicht mehr garantiert.
PP warnt vor Folgen für Landwirtschaft auf Teneriffa und den Kanaren
Der Europaabgeordnete Gabriel Mato warnte: „Das Programm darf nicht Kürzungen ausgesetzt oder Teil eines allgemeinen Fonds ohne Kontrolle werden. Es muss weiterhin ein spezifisches, stabiles und geschütztes Budget haben, wie bisher. Wir sind nicht bereit, ein Europa zu akzeptieren, das seine verwundbarsten Regionen zurücklässt.“
Der PP sieht die geplanten Änderungen als „rote Linie“ und kündigt an, sich sowohl auf den Kanaren als auch in Brüssel gegen die Pläne zu stellen. Die Partei bezeichnet die Vorschläge als Angriff auf den Kern des Agrarsektors auf dem Archipel.
POSEI sichert Landwirtschaft und Ernährungssouveränität
Domínguez bekräftigte das Engagement des PP für die Landwirtschaft auf den Kanaren: „Unser Agrarsektor darf nicht unter den wechselnden Prioritäten der Regierung Sánchez oder einer vergesslichen Europäischen Union leiden.“
Mato und Domínguez erinnerten daran, dass das POSEI-Programm entscheidend für den Anbau von Bananen und Tomaten sowie die Ziegenhaltung und andere lokale Produktionen ist. Ohne diese Ausgleichszahlungen könnten die Betriebe auf den Kanaren nicht unter gleichen Bedingungen konkurrieren.
„Wir vom PP werden wachsam bleiben. Wir werden nicht zulassen, dass im Namen neuer Dringlichkeiten Schlüsselbereiche geopfert werden, die die Ernährungssouveränität, den territorialen Zusammenhalt und das Leben im ländlichen Raum sichern“, so Domínguez abschließend.

