Der Partido Popular (PP) auf den Kanarischen Inseln hat am Samstag den Anstieg der Flughafen-Gebühren um 6,5 Prozent durch AENA scharf kritisiert. Die Partei sieht in der Entscheidung einen erheblichen Nachteil für die Anbindung, die Mobilität der Bevölkerung und die Wirtschaft des Archipels.
Rosa Viera, stellvertretende Sektorsekretärin des PP und Senatorin der Kanaren, erklärte, die Erhöhung treffe Bürger und Wirtschaft der Inseln direkt und unverhältnismäßig. Sie warf AENA vor, Entscheidungen aus einer zentralistischen und rein wirtschaftlichen Perspektive zu treffen, ohne die besondere Situation der Kanaren zu berücksichtigen. „AENA trifft Entscheidungen, ohne die Unterschiede von Regionen wie den Kanaren zu beachten“, sagte Viera.
Gebührenerhöhung auf den Kanaren stößt auf Widerstand
Die Senatorin betonte, dass die Kanarischen Inseln als ultraperiphere Region von der EU anerkannt seien und strukturell auf den Luftverkehr angewiesen seien – sowohl für persönliche Reisen als auch für Tourismus, Handel und Logistik. „Die Luftanbindung ist ein essenzieller Dienst für unsere Region“, stellte sie klar.
Viera warf der spanischen Regierung Untätigkeit vor und forderte eine sofortige Überprüfung der Gebührenerhöhung. „Die Zentralregierung darf nicht wegsehen. Sie muss sicherstellen, dass die Flughafenpolitik von AENA keine Ungleichheiten zwischen den Regionen schafft und die am stärksten benachteiligten Gebiete nicht zusätzlich belastet“, so Viera.
PP fordert Ausgleichsmaßnahmen für Flughäfen auf den Kanaren
Der Partido Popular verlangt, den Anstieg der Gebühren umgehend zurückzunehmen und spezifische Ausgleichsmechanismen für die Flughäfen des Archipels einzuführen. Grundlage dafür sei der Handlungsrahmen der EU für ultraperiphere Regionen.
Abschließend kündigte Rosa Viera an, dass der PP das Thema sowohl im spanischen Abgeordnetenhaus als auch im Senat mit parlamentarischen Initiativen aufgreifen werde. Ziel sei es, die Rechte der kanarischen Bürger zu schützen und eine nachhaltige, erschwingliche Anbindung der Inseln sicherzustellen. „Die Kanaren dürfen nicht mehr für das Fliegen bezahlen. Die Anbindung darf nicht von einseitigen Entscheidungen aus Madrid abhängen“, betonte Viera.











