Der PSOE hat den Verfall der Lebensqualität auf den Kanaren trotz touristischer Rekorde angeprangert und die Regionalregierung aufgefordert, die Schuldenstreichung anzunehmen.
Der sozialistische Parlamentsblock nutzte die Plenarsitzung des kanarischen Parlaments, um der Regionalregierung einen doppelten Vorwurf zu machen. Einerseits warnte er vor dem Verfall der Lebensqualität auf den Inseln trotz der touristischen Rekorde in diesem Sommer. Andererseits forderte er die Regierung auf, das Angebot des Staates zur teilweisen Schuldenstreichung anzunehmen, das die Kanaren als am meisten begünstigte Region positioniert.
Nira Fierro, die Präsidentin der sozialistischen Fraktion, kritisierte, dass die Regierung aus Coalición Canaria und Partido Popular mit historischen Zahlen im Tourismussektor prahle, während der Zugang zu Wohnraum schwieriger werde, der Druck auf öffentliche Dienste steige und eine Wasserkrise herrsche. „Der Tourismus bricht alle Rekorde, aber für die Kanarier wird das Leben auf ihrer Insel immer unbewohnbarer, ungesünder und erdrückender“, beklagte sie und verwies auf Wohnungsprobleme, Wasserausfälle auf Inseln wie Lanzarote und Fuerteventura, die Überlastung von Krankenhäusern und Straßen sowie die Verschlechterung der natürlichen Umgebung.
PSOE fordert Maßnahmen zur Kontrolle des Tourismussektors auf Teneriffa
Fierro betonte, dass das aktuelle Tourismusmodell die Bewohner verdränge und sie von ihren eigenen Räumen entferne, wobei der Wohlstand des Sektors nicht in das Wohlergehen der Bevölkerung umgesetzt werde. In diesem Sinne forderte sie Kontrollmaßnahmen und eine tiefgreifende Reflexion über das Entwicklungsmodell.
Der Sprecher für Finanzen der sozialistischen Fraktion, Manuel Hernández, forderte die Regionalregierung auf, das Angebot zur Schuldenstreichung nicht abzulehnen, das für die Kanaren eine Ersparnis von 3.259 Millionen Euro bedeute, die Hälfte ihrer Gesamtverschuldung. Hernández betonte, dass es sich um die am meisten begünstigte Gemeinschaft in ganz Spanien handle, mit einer Reduzierung weit über dem nationalen Durchschnitt.
Der sozialistische Abgeordnete erinnerte daran, dass die Maßnahme den Spielraum für Ausgaben erweitern und die wesentlichen öffentlichen Dienste stärken werde. Zudem warf er der Regierung von Fernando Clavijo und ihren Partnern von PP und VOX vor, eine Diskussion zu führen, die „von Unwahrheiten verarmt“ sei, und hypothetische Szenarien zu erfinden, anstatt eine historische Chance für die Inseln zu ergreifen.
PSOE fordert klare Position bei Finanzreform auf den Kanaren
Der PSOE verteidigte, dass die Kanaren bei der bevorstehenden Reform des autonomen Finanzierungssystems eine klare und ambitionierte Position einnehmen sollten, ohne sich von dem, was er als „Geschrei der PP“ bezeichnete, mitreißen zu lassen. Laut Hernández sei die Annahme der teilweisen Schuldenstreichung eine gerechte und kohärente Entscheidung, die es den Inseln ermöglichen werde, ihre Finanzen zu stärken und die Lebensqualität der Bürger zu verbessern.











