Der PSOE auf Teneriffa hat das Cabildo für die schleppende Umsetzung der Maßnahmen zur Bewältigung der Wasserkrise kritisiert. Nach mehr als einem Jahr seit der Ausrufung der Notlage wurden lediglich 44 Prozent der ursprünglich vorgesehenen zusätzlichen Wassermenge bereitgestellt.
Der sozialistische Fraktionssprecher und Vizegeneralsekretär des PSOE auf Teneriffa, Aarón Afonso, erklärte, dass trotz des am 29. Mai 2024 verabschiedeten Dekrets die Einschränkungen der Wasserversorgung weiterhin in mehreren Gemeinden der Insel bestehen. „Das Cabildo versprach, den Sommer 2024 zu retten, und hat es nicht geschafft. Jetzt, ein Jahr später, ist auch der Sommer 2025 nicht gerettet“, sagte Afonso.
Wasserversorgung auf Teneriffa bleibt eingeschränkt
Die jüngsten Zahlen wurden auf der Sitzung des Insularen Dürretisches am Donnerstag bestätigt. Seit Beginn der Notlage konnten täglich nur 26.496 Kubikmeter zusätzliches Wasser bereitgestellt werden – vorgesehen waren mehr als 59.000. Gemeinden wie Los Silos, La Guancha, San Juan de la Rambla und Buenavista del Norte sind weiterhin von Einschränkungen für städtische und landwirtschaftliche Nutzung betroffen.
Afonso kritisierte, dass das Dekret erst drei Monate nach der ersten Ankündigung im Februar 2024 formalisiert wurde und die niedrige Umsetzung auf mangelnde Planung hinweise. „Überschriften reichen nicht. Die Wasser-Notlage wurde feierlich ausgerufen, aber nicht wirksam umgesetzt“, betonte er.
PSOE fordert mehr Personal und bessere Mittel
Der PSOE warf der Regierung unter Rosa Dávila zudem vor, Vorschläge zur Verstärkung der technischen und personellen Ausstattung des Inselwasserrats und von BALTEN ignoriert zu haben. „Wir haben gewarnt, dass die Projekte mit den vorhandenen Mitteln nicht umsetzbar sind. Die aktuellen Zahlen geben uns recht“, so Afonso.
Im Jahr 2024 setzte der Inselwasserrat lediglich 56 Prozent seines Budgets um, was bedeutet, dass mehr als 42 Millionen Euro nicht zur Verbesserung der Wassersicherheit auf der Insel verwendet wurden. Nach Ansicht des PSOE verschärft diese ineffiziente Verwaltung die bestehenden Probleme.
Sozialisten fordern Kurswechsel beim Wassermanagement
Die Kritik der Sozialisten folgte auf eine Sitzung des Inselrats für territoriale Verwaltung, bei der die aktuelle Strategie der Inselregierung den 31 Gemeinden Teneriffas vorgestellt wurde. Afonso forderte „Selbstkritik und technische Gründlichkeit“ und warnte, dass „Normalität nicht vermittelt werden kann, solange die Notlage anhält“.
Bei einem Treffen mit sozialistischen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der Insel wurde die unzureichende Wasserstrategie bemängelt und eine effektivere Abstimmung mit den Gemeinden gefordert. „Das Problem ist nicht die Kommunikation, sondern das Management. Familien und Landwirte zahlen weiterhin für Improvisation und institutionelles Versagen“, resümierte Aarón Afonso.






