Ein Befall mit Reblaus ist in La Laguna auf Teneriffa entdeckt worden. Die Regierung der Kanaren und das Cabildo von Teneriffa haben umgehend koordinierte Maßnahmen zur Eindämmung und zum Schutz der Weinberge auf der Insel eingeleitet. Ende Juli wurde die Reblaus (Daktulosphaira vitifoliae) in einem Weinspalier eines privaten Gartens sowie auf teilweise verlassenen Flächen im Valle de Guerra, Gemeinde La Laguna, festgestellt.
Zur Bekämpfung des Schädlings setzten beide Behörden phytosanitäre Maßnahmen um. Dazu zählten das Entfernen und Desinfizieren der befallenen Pflanzen samt Wurzeln. Zusätzlich legten die Verantwortlichen eine Überwachungszone fest, in der sie sowohl kommerzielle als auch nicht-kommerzielle Weinbestände untersuchten, um eine Ausbreitung der Plage zu verhindern.
Reblaus-Befall auf Teneriffa: Maßnahmen der Behörden
Parallel dazu organisieren die Behörden Informationsveranstaltungen für die Weinwirtschaft auf Teneriffa. Ziel ist es, die Branche für eine frühzeitige Erkennung des Parasiten zu sensibilisieren. Diese Maßnahmen werden auf alle Kanarischen Inseln ausgeweitet. Landwirte, die verdächtige Symptome feststellen, können sich direkt an die landwirtschaftlichen Beratungsstellen des Cabildo von Teneriffa oder an das Landwirtschaftsministerium der Kanaren wenden.
Ein technisches Informationsblatt zur Identifikation des Schädlings steht auf den offiziellen Webseiten bereit. Am kommenden Mittwoch ist ein Treffen in der Zentrale der Regionalregierung geplant. Daran nehmen Vertreter des Sektors teil, darunter Berufsverbände, Kontrollräte der Herkunftsbezeichnungen für Weine von Teneriffa und Weingüter der Insel. Sie wollen die Entwicklung der getroffenen Maßnahmen bewerten.
Kanaren: Weine bleiben von Reblaus-Befall unberührt
Die Behörden betonen, dass die Qualität und Einzigartigkeit der auf den Kanaren produzierten Weine nicht beeinträchtigt ist. Sie verweisen darauf, dass der Archipel bislang frei von der Reblaus blieb, was dem konsequenten Einhalten der Verordnung vom 12. März 1987 zu verdanken ist. Diese untersagt die Einfuhr von Weinpflanzenmaterial, mit Ausnahme von Früchten und Samen.
Die Reblaus ist ein 1855 erstmals in den USA beschriebener Parasit. Sie verursacht sichtbare Schäden an den Blättern, wo sie Gallen bildet, und an den Wurzeln, an denen Knoten entstehen können, die zum Absterben der Pflanze führen. Die Ausbreitung nach Europa im Jahr 1863 löste eine schwere Krise im Weinbau aus, deren Folgen Jahrzehnte andauerten.
Früherkennung und Prävention auf Teneriffa im Fokus
Auf den Kanaren gilt der phytosanitäre Status weiterhin als „abwesend“ in Bezug auf die Reblaus. Die Behörden setzen auf schnelle, koordinierte und präventive Maßnahmen, um diesen Status insbesondere auf Teneriffa zu erhalten.



