Die Regierung der Kanarischen Inseln hat am Samstag die zweite Bauphase der Umgehungsstraße von San Sebastián auf La Gomera gestartet. Das Projekt gilt als Schlüsselmaßnahme für die verkehrstechnische und wirtschaftliche Entwicklung der Insel. Der symbolische erste Spatenstich erfolgte unter Leitung von Fernando Clavijo, der die strategische Bedeutung und den nachhaltigen Ansatz der Baumaßnahme hervorhob.
Die neue Strecke verbindet die Straße GM-1 mit der CV-2 (Camino del Clavo) über den Zugang nach La Lomada im Hauptort der Insel. Die Investitionssumme beträgt 15.786.843 Euro, die Bauzeit ist mit 18 Monaten angesetzt. Die Umgehungsstraße ist Teil des Inselplans und soll vor allem den innerstädtischen Verkehr entlasten.
Umgehungsstraße auf La Gomera soll Mobilität verbessern
An der Auftaktveranstaltung nahmen auch Pablo Rodríguez, der zuständige Minister für öffentliche Arbeiten, Wohnen und Mobilität, der Präsident des Cabildo von La Gomera, Casimiro Curbelo, die zweite Vizepräsidentin Cristina Ventura, die Bürgermeisterin von San Sebastián, Angélica Belén Padilla, sowie der dritte stellvertretende Bürgermeister Agustín Herrera teil.
Clavijo betonte, dass die Streckenführung unter Berücksichtigung des Landschaftsschutzes erfolgte und landwirtschaftliche Flächen ausgespart wurden. Er erklärte: „Dieses moderne und sichere Bauwerk ist entscheidend für ein ausgewogenes Wachstum auf La Gomera.“
Nachhaltige Infrastruktur für San Sebastián auf La Gomera
Pablo Rodríguez erläuterte, dass die Umgehungsstraße das Stadtzentrum vom Durchgangsverkehr entlaste und den Zugang zu wirtschaftlich und touristisch bedeutenden Flächen erleichtere. Curbelo ergänzte: „Diese zweite Phase ist ein entscheidender Schritt zur Vollendung der Verkehrsachse zur GM-1 und erfüllt eine langjährige Forderung der Insel.“
Bürgermeisterin Angélica Padilla hob hervor, dass die neue Verbindung die Erreichbarkeit zwischen Ávalos und der GM-1 verbessere und insbesondere Notfalltransporte zwischen der Helisuperficie und dem Inselkrankenhaus erleichtere.
Weitere Investitionen in die Infrastruktur auf La Gomera
Den Zuschlag für das Projekt erhielt die Arbeitsgemeinschaft El Clavo (OHL und Construcciones Sabina). Geplant ist ein neuer Straßenabschnitt von 1190 Metern Länge mit je einer Fahrspur pro Richtung über El Lomo de Pinea bis zur CV-2. Zusätzlich werden 490 Meter bestehender Straße ausgebaut und zwei Kreisverkehre in La Lomada und El Clavo zur besseren Verkehrslenkung errichtet.
Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen Entwässerungsarbeiten, die Sicherung von Böschungen sowie der Zugang zu zentralen Punkten wie dem Krankenhaus, dem Schlachthof, privaten Grundstücken, dem Wanderweg GR-132 und dem Wasserreservoir.
Regierung der Kanaren setzt auf nachhaltige Entwicklung
Parallel zu diesem Projekt fördert das Ministerium für öffentliche Arbeiten weitere bedeutende Vorhaben auf La Gomera. Dazu gehören die Zufahrtsstraße zum Inselkrankenhaus, deren Bau seit Januar 2024 läuft, sowie die Verbindung Paredes–Alajeró–Flughafen mit zusätzlichen Mitteln in Höhe von 2,5 Millionen Euro zur Lösung technischer Probleme. Außerdem wurden acht Millionen Euro für die Sanierung der Straße zwischen Las Rosas und Laguna Grande bereitgestellt.
Mit diesen Investitionen bekräftigt die Regionalregierung ihren Kurs hin zu einem modernen und nachhaltigen Verkehrsnetz, das die Lebensqualität und den Zusammenhalt auf La Gomera stärken soll.











