La Gomera beschäftigt sich mit dem 28-Millionen-Euro-Investitionsplan, der Gesundheitsmesse in San Sebastián und neuen Debatten um Sozialhilfen sowie weiteren Entwicklungen. Was die Insel aktuell bewegt.
28-Millionen-Euro-Investitionsplan für La Gomera beschlossen
Die Inselverwaltung hat den Plan Extraordinario de Inversión mit 28 Millionen Euro genehmigt. Das Plenum stimmte mit der Regierungsgruppe der Agrupación Socialista Gomera (ASG) zu, die Gruppe Mixto lehnte ab, die PSOE enthielt sich.
Cabildo-Präsident Casimiro Curbelo erklärte, der Plan erhöhe das Budget für 2026 auf 194 Millionen Euro und solle Arbeitsplätze sowie öffentliche Dienste stärken. Vorgesehen sind mehr als 8 Millionen für strategische Infrastrukturen, 5,2 Millionen für kommunale Zusammenarbeit, 4 Millionen für Wohnungsbaupolitik, 5 Millionen für Arbeitsmarktprogramme und Hilfen für gefährdete Familien sowie 1,5 Millionen zur Belebung des Handels.
Gesundheitsmesse in San Sebastián: Prävention und psychische Gesundheit
San Sebastián de La Gomera hat die fünfte Gesundheitsmesse mit mehr als 30 Organisationen und Fachleuten ausgerichtet. Bürgermeisterin Angélica Padilla sagte, Prävention bleibe ein Schlüssel für körperliche Gesundheit und emotionales Wohlbefinden. Organisiert hat das Rathaus über die Abteilung für Sozialpolitik und Gleichstellung.
Sozialstadträtin Ana Campoy erklärte, die Ausgabe habe auch psychische Gesundheit thematisiert und ein Treffen mit Psychologen und Psychiatern vorgesehen. Am Vormittag nahmen Schüler der Grundschulen CEIP Ruiz de Padrón und CEIP La Lomada sowie der Sekundarschule IES San Sebastián teil, am Nachmittag folgten Workshops und Vorträge wie "Hablemos de salud mental".
IxLG fordert politische Debatte zu Gesundheits- und Sonderhilfen
Iniciativa por La Gomera (IxLG) hat elf Änderungsanträge zu Regelungen für Gesundheits- und Sonderhilfen eingereicht. Sprecher Aarón Rodríguez Ramos, Inselrat der Gruppe, kritisierte die Regierungsgruppe ASG, weil sie wesentliche Verbesserungen nicht aufgenommen habe und die Frist von zehn auf fünf Arbeitstage verkürzt worden sei.
Rodríguez Ramos sagte, die Anträge seien nur technisch bewertet worden, ohne politische Inhalte zu diskutieren. IxLG habe sich enthalten, um die Ausschreibung der Hilfen nicht zu verzögern, sehe aber weiter einen assistenzialistischen Ansatz und fordere eine Debatte, damit Sozialpolitik auf La Gomera wirksamer auf vulnerable Personen reagiere.
Dank-Pilgerfahrt in Vallehermoso nach Regenfällen
Vallehermoso hat am 2. Mai eine Pilgerfahrt zu Ehren der Virgen del Carmen veranstaltet und für die jüngsten Regenfälle gedankt. Der Zug startete um 10.30 Uhr an der Presa de La Encantadora und führte bis zur Plaza del Carmen.
Um 12.30 Uhr folgten Messe und Prozession, danach ein gemeinsames Mittagessen mit Musik vom Grupo Amanecer de La Gomera. Das Ayuntamiento de Vallehermoso stellte ab 10.00 Uhr einen Busservice, organisiert wurde die Feier von Pfarrei, Rathaus und Inselverwaltung.
La Gomera bewirbt regionale Produkte auf der FEAGA
Die Inselverwaltung hat auf der Landwirtschafts- und Viehmesse FEAGA auf Fuerteventura die Marke Alimentos de La Gomera präsentiert. Die Messe fand vom 16. bis 19. April in Pozo Negro statt, mehr als 100 Unternehmen gehören nach Angaben der Institution bereits zur Initiative.
Noelia Morales, zuständige Inselrätin für den Primärsektor, erklärte, die Teilnahme solle gomerosche Produkte regional positionieren und die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe stärken. Am Stand zeigte La Gomera unter anderem Honig, Wein, Käse, Almogrote, Gofio, Süßwaren, Mojos, Marmeladen und Kaffee.
Asociación de Mujeres Gara kündigt Premios Gara 2026 an
Die Asociación de Mujeres Gara hat die dritte Ausgabe der Premios Gara angekündigt und den Schwerpunkt auf Gleichstellung in der Bildung gelegt. Nach einer Verschiebung durch das Unwetter Therese soll die Gala am Samstag, 25. April 2026, um 20.00 Uhr im Auditorio Insular auf La Gomera stattfinden.
Der Verein erklärte, alle Bildungseinrichtungen auf La Gomera hätten an Nominierung und Auswahl mitgewirkt. Die Premios Gara verstehen sich als offenes Forum für Beteiligung und Anerkennung, zum Abschluss ist ein Auftritt der Sängerin Luz angekündigt.
Kanaren öffnen Bürgerbeteiligung am Biodiversitätsgesetz
Die Regierung der Kanarischen Inseln hat die öffentliche Konsultation zum Entwurf eines Gesetzes über Biodiversität und natürliche Ressourcen gestartet. Die Stellungnahmefrist läuft bis zum 24. April 2026, das beschleunigte Verfahren hatte der Regierungsrat am 13. April beschlossen.
Mariano Hernández Zapata, zuständiger Minister für Ökologische Transformation und Energie, eröffnete damit die Beteiligung, Generaldirektor Miguel Ángel Morcuende warb für Beiträge aus der Bevölkerung. Der Entwurf soll Schutz und Verwaltung von Land- und Meeresbiodiversität bündeln, invasive Arten und Biosicherheit adressieren und Zuständigkeiten zwischen Verwaltungen ordnen.
Parlament fordert mehr Personal für kleine Gemeinden
Jesús Ramos hat im Parlament der Kanaren auf Engpässe beim technischen und administrativen Personal in kleinen Gemeinden hingewiesen. Er sagte, Verzögerungen bei Anträgen und eine erschwerte Bürgerbetreuung träfen besonders nicht kapitale Inseln und die sogenannten grünen Inseln.
Ramos forderte eine gezielte Planung und mehr Mittel durch die kanarische Regierung sowie Zusammenarbeit mit der Gemeindeföderation FECAM und dem Inselratverband FECAI. Er verwies auf Fortschritte wie den Stabilisierungsprozess bei lokalen Polizeikräften, das Ausbildungsprogramm des Kanarischen Instituts für öffentliche Verwaltung (ICAP) 2026 und das Programm Asóciate auf La Gomera.





