La Gomera beziffert die Schäden nach Sturm Therese auf 42,7 Millionen Euro. Gleichzeitig streiten Politik und Gemeinden über die Straßenwartung, die Flughafenstraße bleibt unvollendet. Weitere Themen: Bürgerbeteiligung, Parkerneuerung und ein Theaterklassiker.
Sturmschäden nach Therese: 42,7 Millionen Euro für Wiederaufbau
Die Inselverwaltung hat die Folgen des Sturms Therese analysiert. Der Wiederaufbau erfordert 42,7 Millionen Euro, verteilt auf 118 Maßnahmen.
Den größten Posten bilden 28 Millionen Euro für 44 Straßenprojekte, darunter Hangsicherungen und Verbindungsverbesserungen. Für die Wasserinfrastruktur sind 67 Vorhaben mit 10,9 Millionen Euro vorgesehen, fünf weitere Maßnahmen betreffen öffentliche Infrastruktur mit 3,4 Millionen Euro. Präsident Casimiro Curbelo übermittelte das Dokument an Madrid und forderte spezielle Finanzierungswege von Staat und Kanarenregierung.
Alajeró erhöht Druck: Flughafenstraße bleibt seit 2021 unvollendet
Bürgermeister Manuel Ramón Plasencia drängt die Kanarenregierung, beim Straßenbau durchzugreifen. Er verlangt, Bauvorschriften durchzusetzen und die Baufirma zur Rechenschaft zu ziehen.
Die Verbindung vom Flughafen La Gomera nach Alajeró und Paredes ist seit 2021 unfertig. Wichtige Abschnitte haben keinen Asphalt und gelten als Sicherheitsrisiko. Der Gemeinderat beschloss am 23. Februar 2026, Tempo und Sicherheit zu erhöhen und einen detaillierten Bericht zu Stand und Verzögerungsgründen einzufordern. In der Cañada de Las Palomas galt 2024 der Notstand, eine Stützmauer fehlt. Nach einem Sturm blieb die Straße sechs Tage gesperrt.
IxLG lehnt Ausschreibung ab: Straßenwartung soll öffentlich werden
Iniciativa por La Gomera hat im Plenum gegen die neue Ausschreibung für die Straßeninstandhaltung gestimmt. Die Partei fordert eine öffentliche Handelsgesellschaft, um Service und Arbeitsbedingungen zu verbessern.
Inselrat Guzmán Correa Marichal bezeichnete das Dossier als politische Entscheidung. Er warf Präsident Casimiro Curbelo und der Agrupación Socialista Gomera (ASG) vor, die Auslagerung bewusst fortzuschreiben. IxLG verweist auf rund 25 Millionen Euro für fünf Jahre – etwa zehn Prozent des Jahresbudgets der Inselverwaltung. Mit diesen Mitteln hätte das Cabildo nach Ansicht der Partei Maschinen, Personal und Struktur für eine direkte Bewirtschaftung aufbauen können.
ASG-Senator Chinea fordert Kanaren-Plan gegen Energiekrisenfolgen
Fabián Chinea Correa verlangt von der spanischen Regierung einen eigenen Plan für die Kanarischen Inseln. Der Senator der Agrupación Socialista Gomera (ASG) forderte am Dienstag dringende Maßnahmen wegen der Energiekrise.
Die Spannungen träfen die Kanaren schneller, tiefer und nachhaltiger als den Rest Spaniens, weil die ultraperiphere Lage Krisen verstärke. Chinea verlangte eine Lockerung der Ausgabenregel, aktualisierte Transporthilfen und mehr Mittel für das Posei-Programm zur Unterstützung des Primärsektors. Zudem sprach er über Ungleichheiten auf nicht-kapitalen Inseln wie La Gomera und schlug eine IRPF-Bonifikation nach dem Vorbild von La Palma vor.
Bürgerbeteiligung in Agulo und Hermigua fortgesetzt
Die Inselverwaltung hat in Agulo und Hermigua neue Treffen zur Bürgerbeteiligung abgehalten. Die Veranstaltungen informierten über laufende und geplante Maßnahmen in beiden Gemeinden.
In Agulo trafen sich Bürger um 12 Uhr im Auditorio Benedicto Negrín, in Hermigua um 13 Uhr im Antiguo Casino. Vorgestellt wurden ein Investitionsplan zur Stärkung wirtschaftlicher und sozialer Strukturen sowie Programme für Beschäftigung und Ausbildung. Außerdem ging es um Hilfen für Handel und Unternehmertum, Sozial- und Gesundheitsleistungen für Familien, Stipendien, Vereinsförderung, erneuerbare Energien und nachhaltige Mobilität.
Parque de la Torre del Conde in San Sebastián erneuert
Der Stadtrat hat die umfassende Erneuerung des Parque de la Torre del Conde abgeschlossen. Das Vorhaben gehörte zu einem Projekt für Begrünung und neue Stadtmöblierung im Zentrum von San Sebastián de La Gomera.
Die Arbeiten begannen im März 2025 und umfassten einen erweiterten Kinderspielplatz sowie öffentliche, barrierefreie Toiletten. Das Budget lag bei etwa 600.000 Euro, weitere Bereiche wie La Hila und die Plaza de las Pimenteras gehörten dazu. Bürgermeisterin Angélica Padilla erklärte, der Spielplatz sei so lange wie möglich geöffnet geblieben. Der Stadtrat plant ein modernes Bewässerungssystem und neuen Rasen. In Tecina und La Gallarda sollen mit weiteren 400.000 Euro Grünflächen erneuert und neue Gärten geschaffen werden.
Auditorio Insular zeigte Theaterklassiker "Maribel" modern inszeniert
Das Auditorio Insular hat die Komödie "Maribel y la extraña familia" von Miguel Mihura aufgeführt. Die Vorstellung begann am Freitag um 20 Uhr, der Eintritt blieb frei, bis die Kapazität erreicht war.
Regisseur Rafael Rodríguez setzte auf eine moderne Lesart mit Mihuras Humor sowie Elementen von Intrige, Zärtlichkeit und Gesellschaftskritik. Die Aufführung dauerte rund 90 Minuten. Saray Castro spielte Maribel, Toni Báez übernahm Marcelino, ein Ensemble verkörperte die übrigen Figuren. Die Bühnenästhetik orientierte sich an der Psychedelik der 70er Jahre und gab Tempo und Dialogen zusätzliche Dynamik.
Gesplan tritt regionalem Netzwerk für soziale Verantwortung bei
Gesplan hat sich in diesem Jahr mit einem neuen Plan zur sozialen Verantwortung verpflichtet. Das öffentliche Unternehmen der Kanarenregierung trat dem regionalen Netzwerk für soziale Verantwortung bei.
Geschäftsführer Miguel Ángel Pérez nahm an der Unterzeichnung teil und verwies auf mehr als 300 beteiligte Organisationen. Der RSC-Plan 2026 zielt auf Wirkungen in Umwelt, Sozialem und Nachhaltigkeit und verbindet Regelkonformität mit sozialer Innovation. Für 2025 legte Gesplan den ersten Bericht zum sozialen Return on Investment vor und bezifferte den Rückfluss auf 2,41 Euro pro investiertem Euro. Gesplan arbeitet seit 1991 in Raumplanung, Umweltmanagement und nachhaltiger Entwicklung.






