Der Salón de Plenos des Cabildo von La Gomera hat am Donnerstag, 15. Januar, den Dokumentarfilm ‚Los pozos del olvido‘ gezeigt. Die Veranstaltung begann um 18.30 Uhr und war für die Öffentlichkeit frei zugänglich.
Der Film beleuchtet die historische Erinnerung der Kanarischen Inseln während der Zeit des Staatsstreichs und des Spanischen Bürgerkriegs von 1936 bis 1939.
Nach der Vorführung fand eine Diskussion statt, an der lokale Historiker und eingeladene Gäste teilnahmen. Ziel war es, den Dialog über historische Erinnerung und Bildung zu fördern.
Kanaren erinnern an dunkle Vergangenheit
Das Projekt wurde von der Asociación por la Memoria Histórica de Arucas (AMHA) initiiert und als pädagogisches Werkzeug konzipiert. Der 30-minütige Film thematisiert die menschlichen, sozialen und emotionalen Folgen des Staatsstreichs von 1936, des Bürgerkriegs und der nachfolgenden Diktatur. Er basiert auf den Erfahrungen einer von der Repression betroffenen Familie.
Der Dokumentarfilm beleuchtet eine besonders harte Phase der jüngeren Geschichte des Archipels, in der etwa tausend Menschen als vermisst gelten. Im Norden von Gran Canaria, speziell in Arucas, dokumentierte die historische Forschung Morde, die im März und April 1937 von sogenannten ‚brigadas del amanecer‘ begangen wurden. Die Opfer wurden in Brunnen geworfen, die heute als symbolträchtige Orte der demokratischen Erinnerung auf den Kanaren gelten.
Ab Januar 2026 wird ‚Los pozos del olvido‘ in den Bildungseinrichtungen des Archipels verteilt, um sicherzustellen, dass diese Ereignisse im historischen Bewusstsein der kommenden Generationen verankert bleiben.
Das Projekt wird von der Secretaría de Estado de Memoria Democrática des spanischen Ministeriums für Politik und demokratische Erinnerung sowie von der Vizekanzlei für Justiz und Sicherheit der Regierung der Kanarischen Inseln unterstützt.











