La Gomera spricht über Investitionen in die Landwirtschaft, Kritik an Schulbauten und die neue Initiative „GomeraArcoíris“ sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
La Gomera hat 1,8 Millionen Euro in den Primärsektor gelenkt
Die Inselverwaltung hat in drei Jahren mehr als 1,8 Millionen Euro an den Primärsektor vergeben. Die Mittel unterstützten rund 400 Landwirte, Viehzüchter und Fischer auf La Gomera.
Cabildo-Präsident Casimiro Curbelo erklärte, die Hilfen hätten Modernisierung und Stabilität des Sektors gestärkt und zugleich Landschaft und Nachhaltigkeit gesichert. Noelia Morales, zuständige Inselrätin, nannte Zuschüsse für Bodenanalysen, Tierfutter, Imkerei sowie Reparaturen an Fischerbooten als Beispiele.
La Gomera hat ein Pilotprojekt für moderne Bewässerung in Hermigua gestartet
Die Verwaltung hat in Hermigua ein Pilotprojekt zur Modernisierung der Bewässerung in Bananenplantagen angeschoben. Das Vorhaben kostete 190.000 Euro und sollte auf Wasserknappheit und Klimawandel reagieren.
Das Projekt setzte auf Tropfbewässerung und Bodensensoren und wurde von der kanarischen Regierung, der Inselverwaltung und lokalen Organisationen getragen. Curbelo sagte, die Technik sei ein wichtiger Schritt, zudem hätten Schulungen und Workshops junge Fachkräfte an den Agrarsektor heranführen sollen.
La Gomera hat mit „GomeraArcoíris“ eine neue LGBTIQ+-Kooperation begonnen
Die Asociación LGBTIQ+ Pluma de La Gomera hat die Initiative „GomeraArcoíris“ auf den Weg gebracht. Die Auftaktveranstaltung fand im Archivo Histórico Insular in San Sebastián de La Gomera statt und verband Inselverwaltung und Gemeinden.
Charlie Marrero von der Asociación Pluma sagte, Diversitätspolitiken müssten dauerhaft finanziert und fest in der politischen Agenda verankert werden. Teilnehmer sprachen über Unsichtbarkeit, Diskriminierungsängste und den Bedarf an sicheren Räumen, zudem war „GomeraArcoíris Educativa“ für Ende des Jahres angekündigt.
La Gomera hat erneut Kritik an der Bildungsinfrastruktur gehört
Aarón Rodríguez Ramos hat Versäumnisse bei der Bildungsinfrastruktur auf La Gomera angeprangert. Der Sprecher von Iniciativa por La Gomera warf der Agrupación Socialista Gomera und ihrem Vorsitzenden Casimiro Curbelo gebrochene Zusagen vor.
Rodríguez Ramos erinnerte an die 2019 angekündigte „Ciudad Educativa y Deportiva“ in San Sebastián de La Gomera, die sieben Jahre später nicht umgesetzt gewesen sei. Er verwies auf gekürzte oder gestrichene Haushaltsmittel, nannte Asbest am Dach des CEO in Vallehermoso und kritisierte fehlende Barrierefreiheit sowie ausbleibende Grundsanierungen seit mehr als dreißig Jahren.
La Gomera hat den Campus La Gomera 2026 mit einem Vortrag eröffnet
Der Archäologe Antonio Tejera Gaspar hat im Salón de Plenos der Inselinstitution über La Gomeras Rolle bei der Kolonisierung der Antillen gesprochen. Der Professor erläuterte den Transfer von Tieren und Pflanzen und ordnete ihn als biologischen Brückenschlag der Kanaren ein.
Die Veranstaltung gehörte zur Eröffnung des Campus La Gomera 2026, einer Kooperation der Inselverwaltung mit der Universität La Laguna. Das Programm ersetzte die Sommeruniversität und bot ECTS-anerkannte Kurse, Workshops und Mikro-Zertifikate, die Anmeldung lief online.
Vallehermoso hat den Día de Canarias mit Konzerten und Kulturprogramm gefeiert
Die Gemeinde Vallehermoso hat den Día de Canarias mit einem Programm auf der Plaza de la Constitución begangen. Am Samstag trat der kanarische Liedermacher Pedro Guerra mit „Parceiros y mucho más“ auf.
Am Sonntag folgten ein Bastelworkshop, das Stück „Una Pareja Feliz“ von Timbiriqui Teatro und die Ausstellung „De telar y pantalón vaquero“ des gomischen Illustrators und Historikers Arón Morales. Den Abschluss bildete „Canela y Limón“ mit dem Timplisten Germán López und dem Gitarristen Yuniel Rascón, unterstützt vom Instituto Canario de Desarrollo Cultural der kanarischen Regierung.
Die Kanaren haben Bauland für 125.000 Wohnungen gemeldet
Das Observatorio Canario de la Vivienda hat Baulandpotenzial für rund 125.000 Wohnungen auf den Kanarischen Inseln beziffert. Der Bericht identifizierte mehr als 41.800 Grundstücke als konsolidiertes Bauland und stützte sich auf städtebauliche und katasteramtliche Daten.
Als Bremsen nannte das Observatorium komplexe Vorschriften, begrenzte Verwaltungskapazitäten und steigende Baukosten, während der Wohnungsbau trotz Zuwachs seit 2023 niedrig geblieben sei. Die öffentliche Wohnungsbaugesellschaft VISOCAN verwaltete nach eigenen Angaben mehr als 6.200 Wohnungen und verfügte über ein Vermögen von 373,5 Millionen Euro.
Die Kanaren haben den Wettbewerb Agrocanarias 2026 für Käse geöffnet
Das Instituto Canario de Calidad Agroalimentaria hat die Anmeldung für Agrocanarias 2026 freigeschaltet. Produzenten konnten sich bis zum 10. Juni um 23.59 Uhr registrieren, Informationen standen auf der Website und der Plattform der kanarischen Regierung.
ICCA-Direktor Luis Arráez Guadalupe erklärte, der Wettbewerb solle Käsereien strategisch stärken, zudem übernehme das Institut Anmelde und Logistikkosten für Teilnehmer an den World Cheese Awards im November in Córdoba. Die Verkostung fand am 24. und 25. Juni auf La Palma statt, eingereichte Käse mussten mindestens zwei Kilogramm wiegen.
Die Kanaren haben klimatische Schutzräume in vier Gemeinden installiert
Die Kanarischen Inseln haben mit der Installation von sechzehn klimatischen Schutzräumen begonnen. Das Projekt Innovando en Verde wurde mit Next Generation EU Mitteln finanziert und sollte in drei Monaten abgeschlossen sein.
Tourismus und Arbeitsministerin Jéssica de León sagte, die Strukturen stärkten die Widerstandsfähigkeit des Reiseziels, während Gesprotur Geschäftsführer Ignacio Solana auf intelligente Technologien verwies. Die Einheiten entstanden in Icod de los Vinos auf Teneriffa, in Tazacorte und Barlovento auf La Palma sowie in Gáldar auf Gran Canaria und boten Solarpaneele und Ladestationen.






