Jacob Qadri hat die jüngste Zusammenkunft zwischen Spaniens Premierminister Pedro Sánchez und dem Präsidenten der Kanarischen Inseln, Fernando Clavijo, scharf kritisiert. Der Vize-Generalsekretär für Organisation und Kommunikation der Partido Popular de Canarias erklärte, dass Sánchez keinerlei Engagement für die Kanaren zeige.
Qadri betonte, dass die Treffen lediglich leere Inszenierungen seien, die die wiederholte Vernachlässigung der Kanaren durch die Zentralregierung kaschieren sollen. Er hob hervor, dass die Migrationspolitik der Regierung nur aus leeren Versprechen bestehe und die Kanaren weiterhin alleine die Last tragen müssten.
Politische Spannungen auf den Kanaren
Besonders kritisierte Qadri die schleppende Umsetzung des Urteils des Obersten Gerichtshofs, das den Schutz minderjähriger Migranten betrifft. Er bezeichnete die Maßnahmen als Beleidigung für die Kanaren und die Rechte der Kinder. In Bezug auf die Rekonstruktion von La Palma warf er der Regierung vor, die Einwohner der Insel mit leeren Versprechungen im Stich zu lassen.
Auch bei der autonomen Finanzierung sieht Qadri die Kanaren benachteiligt. Er kritisierte, dass die Regierung Sánchez die Region zugunsten ihrer Koalitionspartner vernachlässige. Zudem warf er der Regierung vor, die Interessen der Kanaren in der Europäischen Union nicht ausreichend zu verteidigen.
Kritik an der Rolle von Ángel Víctor Torres
Qadri äußerte sich enttäuscht über die Rolle des Ministers für territoriale Politik, Ángel Víctor Torres. Trotz seiner kanarischen Herkunft habe Torres die Interessen der Region zugunsten der zentralen Regierung vernachlässigt. Qadri warf ihm vor, die Stimme der Kanaren in Madrid aufgegeben zu haben.
In Bezug auf die Coalición Canaria bezeichnete Qadri deren Vertrauen in Sánchez‘ Versprechen als naiv. Er betonte, dass die Agenda Canaria nicht umgesetzt werde, da die Inseln nicht zu den Prioritäten der spanischen Regierung gehörten. Die Partido Popular de Canarias werde weiterhin die Interessen der Region in allen relevanten Bereichen verteidigen.









