Der Senator von La Gomera hat den spanischen Landwirtschaftsminister aufgefordert, mehr politischen Druck auszuüben, um die zentralistischen Vorgaben des künftigen EU-Haushalts zu ändern. Diese benachteiligen den primären Sektor der Inseln.
Worum es geht (TL;DR)
- Senator Chinea fordert von Spanien mehr Druck gegen zentralistische EU-Haushaltsvorgaben für die Kanaren.
- Die geplante Renationalisierung der GAP gefährdet Landwirtschaft und Fischerei auf den Inseln.
- Spanien will mit Frankreich und Portugal die Spezifik der Randregionen im EU-Rat verteidigen.
Fabián Chinea Correa von der Agrupación Socialista Gomera (ASG) forderte die spanische Regierung auf, in den Verhandlungen zur künftigen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU eine starke Position einzunehmen. Er warnte vor den Risiken der von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen Änderungen für die Regionen in äußerster Randlage, insbesondere für die Kanarischen Inseln. In seiner Rede im Senat betonte Chinea, dass der neue Ansatz aus Brüssel die Landwirtschaft, Viehzucht und Fischerei auf den fragilen Kanarischen Inseln gefährde. Die Kommission plant eine erhebliche Reduzierung der Mittel und eine faktische Renationalisierung der GAP.
Strukturelle Mehrkosten erfordern stabile EU-Unterstützung
Chinea erinnerte daran, dass die Kanaren strukturelle Mehrkosten aufgrund ihrer Abgelegenheit, der doppelten Insellage und der territorialen Zersplitterung haben. Er forderte stabile und angepasste europäische Politiken und verteidigte die Notwendigkeit eines unabhängigen und gut finanzierten POSEI-Programms. Der neue Vorschlag der EU-Kommission sieht vor, die Mittelzuweisung an die nationalen Regierungen zu übertragen. Laut Chinea verletzt dies die regionale Kohäsionspolitik der EU.
Der Landwirtschaftsminister erkannte die Bedenken des Senators an und versicherte, dass die spanische Regierung die Notwendigkeit teilt, den Status der Regionen in äußerster Randlage innerhalb der GAP zu bewahren. Er versprach, bei der nächsten Sitzung des Europäischen Rates die kanarische Spezifik in den EU-Haushalt einzubringen, unterstützt von anderen Staaten mit Randregionen wie Frankreich und Portugal.
Chinea begrüßte das Engagement des Ministers und betonte, dass die Verteidigung des primären Sektors der Inseln kein parteipolitisches, sondern ein nationales Anliegen sei. Er forderte Spanien auf, Allianzen mit anderen Mitgliedstaaten zu bilden, um eine starke gemeinsame Position im Europäischen Rat zu vertreten. Der Senator warnte, dass es wichtig sei, sich auf alle Verhandlungsszenarien vorzubereiten. Er forderte Maßnahmen zur Kompensation, falls die Vorschläge der Kommission nicht rückgängig gemacht werden können.











