Casimiro Curbelo hat von AENA die Einführung eines speziellen Systems für Flughafenentgelte auf den Kanarischen Inseln gefordert. Der Präsident des Cabildo von La Gomera lehnte die kürzlich von der spanischen Flughafenbetreibergesellschaft beschlossene Erhöhung der Gebühren um 6,5 Prozent entschieden ab.
„Den Kanariern weitere Kosten für Flugtickets aufzubürden, lehnen wir grundsätzlich ab“, erklärte Curbelo. Er betonte, dass die Bewohner des Archipels bereits mit einem allgemeinen Anstieg der Lebenshaltungskosten konfrontiert seien. „Die Luftverkehrsanbindung darf nicht weiter durch Entscheidungen erschwert werden, die unsere Besonderheiten ignorieren“, warnte er.
Flughafenentgelte auf La Gomera im Fokus
Curbelo erinnerte daran, dass AENA das erste Halbjahr dieses Jahres mit mehr als 890 Millionen Euro Gewinn abgeschlossen habe. Die Passagierzahlen auf den Kanaren hätten mehr als 27 Millionen erreicht. Aus seiner Sicht sei eine Erhöhung der Entgelte in Gebieten, in denen die Luftanbindung ein Grundrecht und keine Alternative darstelle, „nicht zu rechtfertigen“.
Der Inselpräsident forderte AENA zudem auf, den Zustand der Flughäfen auf den Kanaren zu überprüfen. Viele der Anlagen seien trotz ihrer hohen Rentabilität dringend modernisierungsbedürftig. „Die Flughäfen der Inseln sind nicht nur strategische Infrastrukturen, sondern das wichtigste Eingangstor zum Archipel. Sie benötigen eine Planung, die unserer territorialen Realität gerecht wird“, sagte Curbelo.
Verbindung zwischen den grünen Inseln stärken
Im Hinblick auf die Mobilität zwischen den Inseln erneuerte Curbelo seine Forderung nach einer besseren Anbindung zwischen La Gomera, El Hierro und La Palma. Diese solle ohne Zwischenstopps auf Teneriffa oder Gran Canaria möglich sein. Er schlug erneut vor, die Einführung einer öffentlichen Dienstleistungspflicht für diese Strecken zu prüfen.
„Wir wollen auf den Kanaren gleiche Chancen für alle Inseln schaffen. Die direkte Anbindung ist ein notwendiger Schritt auf diesem Weg“, betonte Curbelo.











