La Gomera beschäftigt sich derzeit mit einem 28-Millionen-Investitionsplan, höheren Kraftstoffsubventionen und den Fährverbindungen zwischen den Kanaren. Ein Überblick über die aktuellen Entwicklungen auf der Insel.
Inselverwaltung beschließt 28 Millionen Euro zusätzlich für 2026
Die Inselverwaltung hat einen außerordentlichen Investitionsplan von 28 Millionen Euro beschlossen. Damit steigt das Gesamtbudget für 2026 auf 194 Millionen Euro. Präsident Casimiro Curbelo erklärte, jeder Euro solle die Lebensbedingungen verbessern und ein personenzentriertes Managementmodell festigen.
Finanzministerin Cristina Ventura betonte, die Maßnahme beruhe auf strenger Planung und ermögliche zusätzliche Finanzierung für strategische Projekte. Der Plan stärke zudem die Zusammenarbeit mit den Gemeinden und erweitere den Handlungsspielraum der öffentlichen Politik.
Wohnraum, Arbeit und Infrastruktur als Schwerpunkte
Die Inselverwaltung hat im Paket sechs Bereiche festgelegt und 8,1 Millionen Euro für strategische Infrastruktur vorgesehen. Dazu zählen der Bau eines neuen Zentrums in Valle Gran Rey und die Aufwertung öffentlicher Räume. Für die Kooperation mit den Gemeinden sind 5,2 Millionen Euro eingeplant.
Für Wohnpolitik stehen vier Millionen Euro bereit, darunter Mittel für die öffentliche Wohnungsbaugesellschaft Visocan und Hilfen für junge Menschen. Fünf Millionen Euro fließen in Arbeitsmarktprogramme und Unterstützung gefährdeter Gruppen, 1,5 Millionen Euro in Konsumgutscheine zur Belebung des Handels.
Curbelo fordert höhere Kraftstoffhilfen für kleinere Inseln
Casimiro Curbelo verlangt höhere Kraftstoffsubventionen für die nicht-kapitalen Inseln. Er begründet dies mit gestiegenen Energiekosten durch den Konflikt im Nahen Osten und fordert eine koordinierte Antwort aller Verwaltungen, um die Folgen für die Bürger abzufedern – besonders für die Schwächsten.
Curbelo erklärte, bisherige steuerliche Maßnahmen seien durch Preissteigerungen überholt. Er warnte, eine Senkung der kanarischen Verbrauchssteuer IGIC müsse Ausgleichsmechanismen enthalten, damit Cabildos und Gemeinden finanziell handlungsfähig blieben. Auf La Gomera sei der Preis um 20 Cent je Liter gestiegen.
IxLG fordert öffentliche Reederei für die Kanaren
Iniciativa por La Gomera (IxLG) verlangt eine öffentliche Reederei für die Kanarischen Inseln. Die Partei erklärt, ein Oligopol im Seetransport gefährde bezahlbare Preise und die grundlegende Mobilität zwischen den Inseln. Die 75-Prozent-Subvention für Residenten sei im aktuellen Modell kaum noch spürbar.
Sprecher Aaron Rodríguez Ramos warnte, die Konnektivität dürfe nicht von Unternehmensentscheidungen abhängen. IxLG verwies auf Störungen auf der Route zwischen La Gomera und Teneriffa und sieht bei fehlenden Ersatzschiffen das Risiko eines faktischen Monopols. Eine öffentliche Reederei solle Preise stabilisieren und Investitionen sichern.
Bürgergespräch in Vallehermoso
Die Inselverwaltung hat am Freitag eine Sitzung zur Bürgerbeteiligung in Vallehermoso abgehalten. Die Veranstaltung begann um 18.30 Uhr im Rathaus und diente dazu, Maßnahmen für dieses Jahr zu erläutern sowie Fragen und Anliegen der Einwohner aufzunehmen.
Diskutiert wurden ein Investitionsplan zur Stärkung der wirtschaftlichen und sozialen Grundlagen, Programme für Beschäftigung und Ausbildung sowie Hilfen für Handel und Unternehmensnetzwerk. Zudem stellte die Verwaltung Gesundheits- und Sozialhilfen, Stipendien, Zuschüsse für Vereine sowie Anreize für erneuerbare Energien und nachhaltige Mobilität vor.
ASG drängt auf mehr Prävention gegen Arbeitsunfälle
Jesús Ramos hat im Parlament der Kanarischen Inseln eine stärkere Prävention von Arbeitsunfällen verlangt. Der Abgeordnete der Agrupación Socialista Gomera (ASG) forderte, Maßnahmen besonders bei schweren und tödlichen Fällen zu intensivieren und auch psychosoziale Risiken stärker zu berücksichtigen.
Ramos bewertete den Rückgang der Unfälle trotz höherer Beschäftigung positiv, verlangte aber mehr Analyse bei schweren Fällen, auch bei arbeitsbezogenen Verkehrsunfällen. Er lobte das Instituto Canario de Seguridad Laboral (ICASEL) für Sensibilisierung und Ausbildung und sprach sich für mehr sozialen Dialog und Kontrolle aus.
Hecansa meldet hohe Vermittlungsquote in Tourismusberufen
Hoteles Escuela de Canarias (Hecansa) hat im vergangenen Jahr 70 Prozent seiner Absolventen in Arbeit vermittelt. Geschäftsführerin Paola Plasencia erklärte, die duale Ausbildung liege eng an den Bedürfnissen der Unternehmen. Hecansa bildet seit 1989 Fachkräfte für Hotellerie und Tourismus aus.
Rund 130 Studierende lernen derzeit in Santa Brígida auf Gran Canaria und in Santa Cruz auf Teneriffa. Sie verbringen die Hälfte der Zeit in den Hotelschulen und die andere Hälfte in Betrieben wie Barceló und Iberostar. Hecansa bietet zudem Stipendien und Wohnmöglichkeiten für Studierende von außerhalb an.







