La Gomera steht vor neuen Forderungen nach mehr Kompetenzen, Kritik an ausstehenden Umweltmaßnahmen und einem Kulturprogramm in Vallehermoso.
Casimiro Curbelo fordert mehr Kompetenzen und eigene Steuerpolitik
Casimiro Curbelo hat im Kanaren-Parlament mehr Dezentralisierung für La Gomera verlangt. Nicht-kapitale Inseln bräuchten zusätzliche Kompetenzen und Ressourcen, um die Nachteile der doppelten und dreifachen Insellage auszugleichen, erklärte der Präsident der Inselverwaltung. Das Modell der Kanarischen Inseln konzentriere Verwaltung und Wirtschaft auf Gran Canaria und Teneriffa. Curbelo verwies auf die neue Ley de Cabildos Insulares mit Zuständigkeiten etwa für Wohnen, Gleichheit und soziale Inklusion, lobte den Fondo de Solidaridad Interinsular und forderte weitere Ausgleichsmechanismen.
Iniciativa por La Gomera kritisiert Stillstand bei Renaturierung
Iniciativa por La Gomera hat fehlende Fortschritte bei der Wiederherstellung degradierter Flächen angeprangert. Zum Weltumwelttag sagte Inselrat und Sprecher Guzmán Correa Marichal, die Verwaltung von Casimiro Curbelo lasse eine zentrale Aufgabe offen. Correa erinnerte daran, dass der Plan Insular de Ordenación vor mehr als 15 Jahren belastete Zonen benannt hatte, viele Maßnahmen aber ausblieben. Er warnte vor der Ausbreitung invasiver Arten wie rabo de gato und kritisierte fehlende Kontinuität sowie zu wenig Mittel, obwohl Freiwillige jahrelang gegengehalten hätten.
Campus La Gomera 2026 bringt Kulturprogramm nach Vallehermoso
Das Cabildo von La Gomera hat gemeinsam mit der Universität La Laguna das Campus La Gomera 2026 in Vallehermoso umgesetzt. Das Programm fand am 12. und 13. Juni auf der Plaza de la Constitución und im Rathaus statt. Geboten wurden eine Fotoausstellung von Aday Niebla, Musik, Vorträge und die Präsentation von Abschlussarbeiten gomeros Studenten. Am Samstag folgten ein Workshop zur kanarischen Weinkultur sowie eine Filmvorführung mit Diskussion der Aula Cultural de Cine der Universität La Laguna.
Gomischer Senator drängt in Madrid auf EU-Strategie für Afrika
Fabián Chinea Correa hat im spanischen Senat eine Ergänzung des EU-Migrationspakts verlangt. Der Senator von La Gomera für die Agrupación Socialista Gomera stellte die EU-Perspektive auf das Migrations- und Asylpaket in Frage und erinnerte an die solidarische Haltung der Kanaren. Europa müsse eine gemeinsame Strategie mit afrikanischen Herkunfts- und Transitländern entwickeln, um die Ursachen von Migration anzugehen und Menschenrechte zu achten, sagte Chinea. Er warnte vor einer rein sicherheitsbasierten Politik und verwies auf Kritik humanitärer Organisationen an Eindämmung und Grenzexternalisierung.
Kanaren-Regierung stellt Wohnungs-Viewer für Sozialbauprojekte vor
Pablo Rodríguez hat ein neues Online-Tool für den sozialen Wohnungsbau auf den Kanaren präsentiert. Der Minister für öffentliche Arbeiten stellte den Wohnungs-Viewer am 10. Juni 2026 gemeinsam mit Javier Terán vor, dem Geschäftsführer des öffentlichen Wohnungsunternehmens Visocan. Bürger könnten damit Projekte nachverfolgen, die seit Januar 2024 von der kanarischen Regierung gefördert wurden, sagte Rodríguez. Der Viewer zeigt 4.033 Wohnungen, darunter 1.966 im Bau und 1.819 geplante Einheiten, und soll laufend aktualisiert werden.
EU-Schulprogramm verteilt Obst und Gemüse an mehr als 65.000 Kinder
Landwirtschaftsminister Narvay Quintero hat ein Schulprojekt für frische Agrarprodukte auf den Kanaren hervorgehoben. Beim Besuch des CEIP Isabel La Católica, das am EU-Programm zur Verteilung von Obst und Gemüse teilnimmt, betonte er dessen Bedeutung. Im laufenden Schuljahr erhielten 65.050 Grundschüler an 343 Schulen mehr als 182.000 Kilogramm Produkte, darunter Bananen, Papayas und Cherrytomaten. Das Programm fördere gesunde Gewohnheiten, sagte Quintero; ICCA-Direktor Luis Arráez Guadalupe hob den Lerneffekt zu lokalen Lieferketten hervor.
Gesplan organisiert Blutspendenaktion auf Teneriffa und Gran Canaria
Gesplan hat zum Weltblutspendetag Blutspenden in den eigenen Büros ermöglicht. Das Unternehmen arbeitete dafür mit der Dirección General de Hemodonación y Hemoterapia zusammen, deren Team die Standorte in Santa Cruz de Tenerife und Las Palmas de Gran Canaria anfuhr. CEO Miguel Ángel Pérez Hernández sagte, mehr als 50 Mitarbeiter hätten gespendet, und verwies auf einen täglichen Bedarf von 300 Blutkonserven auf den Kanaren. Gesplan kündigte zudem an, bis 2026 einen neuen Plan für soziale Verantwortung umzusetzen, der europäische Standards einbezieht.






