La Gomera spricht über neue Sozialwohnungen, den Ausbau der Kanalisation in Valle Gran Rey und Kritik am Blutspendedienst sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Sozialwohnungen: 22,8 Millionen Euro für 149 neue Einheiten auf La Gomera
Die Inselverwaltung hat den Start mehrerer Wohnbauprojekte auf La Gomera gemeldet. Zusammen mit der Kanarischen Regierung investierte sie 22,8 Millionen Euro, um das Angebot an Sozialwohnungen deutlich zu erweitern.
Casimiro Curbelo, Präsident der Inselverwaltung, sagte, die Wohnungsfrage zähle zu den größten Herausforderungen auf den Kanarischen Inseln. VISOCAN, eine öffentliche Wohnungsbaugesellschaft, plane 149 Wohnungen, darunter 110 in San Sebastián de La Gomera. Erste Wohnungen in Vallehermoso sollen im April übergeben werden.
Valle Gran Rey: Kanalisation und Kläranlage gehen in eine neue Bauphase
Das Rathaus hat den Beginn einer entscheidenden Bauphase an der Kläranlage in Valle Gran Rey angekündigt. Die Kanarische Regierung investierte mehr als 4,8 Millionen Euro, nun starteten Arbeiten an der Kanalisation der Wasserinfrastruktur.
Bürgermeister Borja Barroso erklärte, das Projekt verbessere die Abwassernetze deutlich und stärke ein nachhaltigeres Modell. Die Arbeiten begannen auf der CV-8 zwischen El Caidero und La Playa, der rechte Fahrstreifen wurde zeitweise gesperrt. Die Maßnahme sollte rund zwei Monate dauern, danach folgten weitere Abschnitte bis in die inneren Straßen von La Playa ab Mitte April.
IxLG kritisiert Blutspendedienst: Motion an die Inselverwaltung eingereicht
Iniciativa por La Gomera hat eine Motion bei der Inselverwaltung eingereicht. Die Gruppierung kritisierte die Personalverwaltung des Blutspendedienstes auf den Kanarischen Inseln durch den Servicio Canario de Salud, den kanarischen Gesundheitsdienst.
Sprecher Aarón Rodríguez Ramos erklärte, ein im Mai 2023 geschlossenes Abkommen mit der Gesundheitsbehörde werde nicht eingehalten, was Arbeitsbedingungen und Dienstqualität beeinträchtige. IxLG kritisierte zudem seit August 2025 die Aussetzung von Blutspendeaktionen auf mehreren Inseln, darunter La Gomera. Die Motion forderte die vollständige Umsetzung des Abkommens und die Sicherstellung notwendiger Spendetermine.
Hermigua: PP begrüßt Pilotfarmen mit hocheffizienter Bewässerung für Bananen
Der Partido Popular auf La Gomera hat ein Kooperationsabkommen für Pilotfarmen im Valle de Hermigua begrüßt. Die Initiative sah eine Investition von 190.000 Euro vor und sollte hocheffiziente Bewässerungssysteme in den Bananenanbau bringen.
Die Partei erklärte, traditionelle Flutbewässerung verursache hohe Wasserverbräuche, Verluste und eine ungleichmäßige Verteilung. Sie verwies auch auf die Entsalzungsanlage in Hermigua, die zwar Versorgungssicherheit schaffe, aber höhere wirtschaftliche und energetische Kosten mit sich bringe. Die Pilotfarmen sollten Betriebe widerstandsfähiger und nachhaltiger machen.
Hermigua Cup: Jugendturnier bringt Teams von allen sieben Inseln zusammen
Die Gemeinde Hermigua hat die XIII. Ausgabe des Hermigua Cup offiziell präsentiert. Das Alevín-Fußball-8-Turnier sollte am Samstag, 31. Januar, im Campo Municipal de Hermigua stattfinden und war zuvor wegen schlechten Wetters verschoben worden.
Bürgermeisterin Solveida Clemente sagte, das Turnier stärke Sport und Tourismus und bringe Besucher sowie Impulse für die lokale Wirtschaft. Zwölf Teams von den sieben Inseln sollten ab 8.30 Uhr spielen, mehr als 100 Jugendliche der Jahrgänge 2014 und 2015 nahmen teil. Erstmals war ein Livestream über den YouTube-Kanal „Visit Hermigua“ angekündigt, unterstützt wurde das Event von der Inselverwaltung.
Kanaren: Zierpflanzenbranche wirbt in Deutschland um neue Märkte
Die Kanarische Regierung hat Unternehmen des Blumen und Pflanzen Sektors zur IPM ESSEN begleitet. Vizeberater Eduardo García sagte, die Teilnahme solle neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen und die Präsenz kanarischer Produkte in Europa festigen.
Auf der Messe stellten Botany Island und Orquidario Lycaste aus, zudem reisten weitere Firmen als Besucher an. García betonte die besonderen agroklimatischen Bedingungen der Kanaren als Vorteil für Palmen und Kakteen. Antonio López, Geschäftsführer von ASOCAN, einem Branchenverband, erklärte, die Exporte nach Deutschland hätten sich auf 2 Millionen Euro verdreifacht, 2024 habe der Exportwert 11,5 Millionen Euro erreicht.











