Der Präsident von La Gomera hat das innovative Wassermanagementmodell der Insel hervorgehoben. Es basiert auf Wasservernetzung, Entsalzung und Wiederverwendung.
Worum es geht (TL;DR)
- La Gomera setzt auf Wasservernetzung, Entsalzung und Wiederverwendung für nachhaltige Versorgung.
- Über acht Millionen Euro fließen in Kläranlagen und das Projekt LIFE smallWAT.
- Zwei neue Entsalzungsanlagen liefern täglich 6.000 Kubikmeter Wasser für die Insel.
Er betonte, dass die Wasserrevolution einen tiefgreifenden kulturellen Wandel erfordere: von Bauen zu Verwalten, von Nutzen zu Wiederverwenden.
Casimiro Curbelo, Präsident des Cabildo von La Gomera, nahm am Donnerstag an einem Forum über die Wasserrevolution in kleinen kanarischen Gemeinden teil. Er erklärte, dass La Gomera ein strukturelles Problem in eine Fortschrittschance verwandelt habe und nun an der Spitze eines notwendigen kulturellen und technologischen Wandels stehe, um die Wasserversorgung zu sichern.
Er erinnerte daran, dass die Insel in den 1990er Jahren ein entscheidendes Wassersystem geschaffen habe, das Wasser von Süden in alle Teile der Insel transportiere. Diese robuste und flexible Infrastruktur sei heute noch das Rückgrat der Wasserversorgung.
Kanaren setzen auf nachhaltige Wasserversorgung
Angesichts längerer Trockenperioden und sinkender Grundwasserneubildung forderte er neue Lösungen. Die Antwort müsse proaktiv sein, nicht abwartend. Zwei strategische Linien prägen die Wasserpolitik: Abwasseraufbereitung und Wiederverwendung sowie Entsalzung.
Über acht Millionen Euro fließen in die Modernisierung von Kläranlagen, um regeneriertes Wasser für die Landwirtschaft zu nutzen. Das Projekt LIFE smallWAT in Hermigua wird als „Wasserzykluslabor“ dienen, mit energieeffizienten Lösungen und Nährstoffrückgewinnung.
Die zweite Strategie ist die Entsalzung mit zwei neuen Anlagen in San Sebastián und Playa de Santiago, die zusammen 6.000 Kubikmeter täglich liefern. La Gomera wird nicht mehr nur auf Grundwasser angewiesen sein.
Innovative Projekte stärken Umweltschutz
Er hob auch Projekte wie Replantea hervor, die durch die Beseitigung invasiver Pflanzen und die Wiederherstellung von Wasserläufen zur ökologischen Verbesserung beitragen. Jede Maßnahme stärke ein nachhaltigeres Modell.
Zum Schluss betonte er die Notwendigkeit eines kulturellen Wandels im Wassermanagement: von Bauen zu intelligentem Verwalten, von Verbrauch zu Wiederverwendung. Wasser solle als gemeinsame Chance gesehen werden.











