Melodie Mendoza hat die Arbeit des Servicio Canario de la Salud gewürdigt und eine kontinuierliche Überwachung gegen antimikrobielle Resistenzen gefordert. Die Präsidentin der Agrupación Socialista Gomera (ASG) betonte die Notwendigkeit eines integralen Ansatzes von "Eine Gesundheit", der menschliche, tierärztliche und Umweltgesundheit vereint.
Worum es geht (TL;DR)
- Mendoza fordert verstärkte Kontrollen des Antibiotika-Einsatzes im kanarischen Gesundheitssystem gegen antimikrobielle Resistenzen.
- Der "Eine Gesundheit"-Ansatz integriert menschliche, tierärztliche und Umweltgesundheit zur gemeinsamen Verantwortung.
- Spanien verabschiedete einen nationalen Plan 2025-2027, die Kanaren setzen auf Prävention und Überwachung.
Am Donnerstag, dem 27. November, erklärte Mendoza im Gesundheitsausschuss des kanarischen Parlaments, dass die Kontrollmechanismen zur Sicherstellung des angemessenen Einsatzes von Antibiotika im öffentlichen kanarischen Gesundheitssystem verstärkt werden müssten. Der Anstieg des Risikos von antimikrobiellen Resistenzen mache dies erforderlich.
Überwachung des Antibiotika-Einsatzes auf den Kanaren
Mendoza erinnerte daran, dass Antibiotika eine der transformativsten medizinischen Werkzeuge des letzten Jahrhunderts gewesen seien, die Millionen von Leben gerettet hätten. Sie warnte jedoch, dass der Erfolg von einem wachsenden Problem begleitet werde: der antimikrobiellen Resistenz, die von der WHO als eine der größten Bedrohungen für die globale Gesundheit angesehen werde.
Die Resistenz sei kein fernes Problem, erklärte sie. Bereits heute beeinflusse sie die Behandlung häufiger Infektionen, zwinge zum Einsatz teurerer oder aggressiverer Medikamente und betreffe besonders gefährdete Personen. Ohne entschlossenes Handeln könnten heilbare Infektionen wieder tödlich werden, warnte die Parlamentarierin.
Gemeinsame Verantwortung für Gesundheitsstrategien
Sie hob die Bedeutung des "Eine Gesundheit"-Ansatzes hervor, der menschliche, tierärztliche und Umweltgesundheit integriert. Der unsachgemäße Einsatz von Antibiotika in der Viehzucht könne resistente Bakterien erzeugen, die über die Nahrungskette oder die Umwelt übertragen werden. Es gehe nicht darum, einen Sektor zu beschuldigen, sondern um eine gemeinsame Verantwortung, bei der alle Sektoren, einschließlich der Verwaltung, zusammenarbeiten müssten.
Mendoza lobte die Arbeit der Gesundheitsbehörde und des Servicio Canario de la Salud. Sie hob die erste regionale Konferenz zur Infektionsprävention und zum verantwortungsvollen Antibiotikaeinsatz hervor. Diese habe dazu beigetragen, klinische Praktiken zu überprüfen und Erfahrungen auszutauschen. Ebenso erwähnte sie die Fortschritte der Antibiotika-Optimierungsprogramme (PROA) und die Zertifizierung des Hospital Universitario de Gran Canaria Doctor Negrín.
Prävention und Überwachung als Priorität
Diese Initiativen förderten ein kulturelles Umdenken: die Öffentlichkeit für die begrenzten Ressourcen von Antibiotika zu sensibilisieren. In einem Kontext, in dem Spanien einen neuen nationalen Plan gegen antimikrobielle Resistenzen für 2025-2027 verabschiedet habe und Europa seine Politik in diesem Bereich verstärke, sei es entscheidend, dass die Kanaren den Weg der Prävention und Überwachung fortsetzten.
Mit einem konstruktiven Geist und Anerkennung der technischen und menschlichen Anstrengungen forderte Mendoza die Gesundheitsministerin auf, die aktuellen Kontrollmechanismen im kanarischen Gesundheitssystem zu erläutern. Insbesondere interessiere sie, wie diese Kontrollen zwischen Krankenhäusern, der Primärversorgung, der öffentlichen Gesundheit und den Überwachungsprogrammen im veterinärmedizinischen und Umweltbereich koordiniert würden. Das gemeinsame Ziel sei klar: die Wirksamkeit der Antibiotika zu schützen und deren Verfügbarkeit für gegenwärtige und zukünftige Generationen zu gewährleisten.











