Der kanarische Landwirtschaftsminister Narvay Quintero hat in der Parlamentarischen Kommission die Haushaltspläne für 2026 vorgestellt. Diese umfassen 509,9 Millionen Euro und zeigen ein überdurchschnittliches Wachstum der Eigenmittel um 8,3 Prozent.
Quintero betonte die Investitionen in Wasserinfrastruktur, die Modernisierung von Betrieben und die Unterstützung junger Landwirte und Viehzüchter. Zudem werden zwei Jahre der POSEICAN-Hilfen zur Kompensation der Fischereikosten abgedeckt und Maßnahmen zur Verbesserung der pflanzlichen und tierischen Gesundheit eingeführt.
Die kanarische Regierung plant, 2026 insgesamt 509,9 Millionen Euro im Bereich Landwirtschaft, Viehzucht, Fischerei und Ernährungssouveränität zu verwalten. Davon stammen 156,1 Millionen Euro aus Eigenmitteln, 29 Millionen aus staatlicher Finanzierung und 301,7 Millionen aus EU-Mitteln.
Quintero erklärte, die Haushaltsziele seien, den primären Sektor wettbewerbsfähig, modern und nachhaltig zu gestalten. Dabei sollen die lokale Produktion gefördert, das ländliche Gefüge gestärkt und die Lebensqualität der Fachkräfte verbessert werden.
Kanaren setzen auf lokale Produktion und Nachhaltigkeit
Für 2026 sind Schwerpunkte die Unterstützung lokaler Produktion, effiziente Wassernutzung, Innovation und Technologisierung. Junge Menschen sollen in den Sektor integriert und die Digitalisierung vorangetrieben werden.
Die Eigenmittel von 156,1 Millionen Euro verteilen sich auf die Ministerien und öffentliche Einrichtungen wie ICIA, ICCA und GMR Canarias. Die staatliche Finanzierung umfasst 29 Millionen Euro für Wassergewinnung und -aufbereitung, während 21 Millionen Euro dem POSEI-Programm zugeordnet sind.
Angesichts der wiederholten Versäumnisse der spanischen Regierung hat die kanarische Regierung 13,76 Millionen Euro übernommen, um Anpassungen der staatlichen Beihilfen zu finanzieren.
Fokus auf Wasserinfrastruktur und Agrarsubventionen
Die EU-Finanzierung von 301,7 Millionen Euro umfasst 207 Millionen Euro aus dem POSEI-Programm und 62 Millionen Euro aus dem REA. Quintero hob die Investitionen in Wasserinfrastruktur und Agrarsubventionen hervor.
Das PEPAC-Programm sieht 10 Millionen Euro für die Modernisierung landwirtschaftlicher Betriebe vor, während 7,5 Millionen Euro junge Landwirte unterstützen sollen. Für unvorhergesehene Ereignisse sind 6,02 Millionen Euro vorgesehen.
Im Bereich Viehzucht stehen die Senkung der Futterkosten und die Legalisierung von Betrieben im Vordergrund. Die Agrarverteidigungsgruppen erhalten erweiterte Mittel zur Verbesserung der Tiergesundheit.
Fischereisektor erhält verstärkte Unterstützung
Der Fischereisektor erhält 16,6 Millionen Euro zur Kompensation von Überkosten. Investitionen in Fischereiinfrastrukturen und Unterstützung der Fischervereinigungen werden priorisiert.
Das ICIA-Budget von 10,9 Millionen Euro fördert die Wissensvermittlung und strategische I+D+i-Projekte. Das ICCA erhält 7,8 Millionen Euro zur Förderung qualitativ hochwertiger Inselprodukte.
Die GMR Canarias verfügt über 23,1 Millionen Euro für nachhaltige Entwicklungsprojekte in ländlichen Gebieten. Die Strategie „Crecer Juntos“ soll die lokale Produktion und den Tourismussektor stärken.










