La Gomera spricht über den Sturmeinsatz wegen Therese, die Sperrungen rund um Garajonay und die Debatte um die Casa Bencomo sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Sturm Therese löst Sperrungen und rund 30 Einsätze aus
Die Inselverwaltung hat nach Sturm Therese rund 30 Vorfälle abgearbeitet. Seit gestern Abend bearbeitete das Zentrum für Insulare Operationen CECOPIN vor allem Erdrutsche, umgestürzte Bäume und Überschwemmungen. Casimiro Curbelo, Präsident der Inselverwaltung, sagte, die meisten Meldungen hätten herabfallende Äste und Rutschungen betroffen.
In der Nacht gab es Vorfälle auf GM-1, GM-2, GM-3 und CV-17. Ein Baum blockierte die GM-2 bei La Laguna Grande, Verletzte gab es nicht. Auch der Zugang zu Los Aceviños in Hermigua war betroffen.
Notfallplan bleibt aktiv, Garajonay und Wanderwege weiter gesperrt
Die Inselverwaltung hat den Insularen Notfallplan PEIN aktiv gehalten und weitere Einschränkungen bekräftigt. Tagsüber arbeiteten Sicherheitskräfte, Zivilschutz, Freiwillige Feuerwehren und weitere Organisationen unter Koordination des CECOPIN zusammen. Curbelo mahnte, am Wochenende bleibe wegen Regen und Wind Vorsicht nötig.
Die Straße El Rejo CV-14 blieb gesperrt, ebenso der Botanische Garten in Vallehermoso und mehrere Interpretationszentren. Die Verwaltung schloss vorsorglich auch den Recyclinghof und den Umweltkomplex El Revolcadero. Wanderwege, Forststraßen, Erholungsgebiete und der Nationalpark Garajonay blieben gesperrt, Gemeinden sollten Veranstaltungen im Freien absagen.
Inselwasserrat mahnt Selbstschutz bei Regen an
Der Inselwasserrat hat zusätzliche Empfehlungen für die Bevölkerung ausgegeben. Er riet, Dächer und Abflüsse zu prüfen und landwirtschaftliche Flächen zu meiden. Überflutete Brücken sollten nicht überquert werden, gefährdete Bereiche sollten Menschen nicht betreten.
Fahrzeuge sollten nicht in Zonen mit Erdrutschgefahr oder in Barrancos abgestellt werden. Die Bevölkerung sollte den Hinweisen der Sicherheits- und Notfalldirektion folgen. Bei Gefahr sollten Betroffene den Notruf 112 oder das CECOPIN unter 922 14 15 01 kontaktieren.
PSOE stellt Nutzung der Casa Bencomo erneut in Frage
Die PSOE hat im Plenum der Inselverwaltung erneut Klarheit zur Casa Bencomo verlangt. Die sozialistische Fraktion fragte, ob die Pläne für eine Inselbibliothek endgültig aufgegeben wurden. Sie erinnerte daran, dass die millionenschwere Restaurierung mit Bibliotheksmitteln finanziert worden sei.
Statt der Bibliothek diente das Gebäude als Tourismusbüro, weil die Casa de la Aguada renoviert wurde. Diese Übergangslösung bestand nach Angaben der PSOE bis heute. Die Sozialisten sagten, die bestehenden Bibliotheksangebote reichten nicht aus, und warfen der Regierungsgruppe vor, das Projekt seit neun Jahren zu vernachlässigen.
IxLG fordert Rechenschaft zur Jugendpolitik der ASG
Iniciativa por La Gomera IxLG hat im Plenum der Inselverwaltung Auskunft über Jugendmaßnahmen verlangt. Aarón Rodríguez Ramos, Sprecher der Partei, forderte von der Regierungsgruppe der Agrupación Socialista Gomera ASG eine Darstellung der Schritte seit Beginn der Legislaturperiode 2023 bis 2027. Er sagte, junge Menschen würden nicht ausreichend durch spezifische öffentliche Politik unterstützt.
Rodríguez Ramos nannte Beschäftigung, Bildung, Wohnen, Freizeit und Beteiligung als Felder, in denen konkrete Programme nötig seien. IxLG warnte, ohne klare Strategien könnten Jugendmigration und Arbeitslosigkeit zunehmen. Die Partei verlangte eine politische Debatte, die stabile Maßnahmen für Zukunftschancen auf La Gomera absichere.
Playa de Ereses verliert nach Sanierung mehr als eine Tonne Schrott
Die Inselverwaltung hat die Umweltsanierung der Playa de Ereses in Alajeró abgeschlossen. Die Arbeiten sollten Schäden durch industrielle Abfälle beheben und den Küstenschutz stärken. Casimiro Curbelo, Präsident der Inselverwaltung, betonte die Bedeutung von Bürgerbewusstsein, weil technische und finanzielle Anstrengungen sonst wenig bewirkten.
Diego Chinea, Koordinator der Reserva de la Biosfera, erklärte, Teams hätten 1.020 Kilogramm Metallschrott entfernt, darunter deformierte Metallplatten und große Reifen. Wegen der schwierigen Zugänglichkeit arbeiteten Spezialkräfte manuell, anschließend transportierten sie die Abfälle per Schiff nach San Sebastián de La Gomera und übergaben sie einem autorisierten Entsorger.
ENESA erhöht Versicherungswert für Bananen um 15,69 Prozent
Die Entidad Estatal de Seguros Agrarios ENESA hat den Preis für die Bananenversicherung um 15,69 Prozent angehoben. Am 18. März beschloss die staatliche Stelle, den versicherten Wert von 0,51 Euro je Kilogramm auf 0,59 Euro je Kilogramm zu erhöhen. Die Änderung stand im Entwurf der Orden APA, die Bedingungen und Preise der Agrarversicherung regelt.
Amílcar Alonso, Leiter des Dienstes für landwirtschaftliche Produktion und Register in der kanarischen Landwirtschaftsbehörde, bezeichnete die Anpassung als wichtigen Schritt für mehr Sicherheit gegen klimatische und andere Risiken. Die Behörde erklärte, die Überarbeitung korrigiere eine seit 20 Jahren unveränderte Situation und verbessere die Entschädigungen im Schadensfall.






