La Palma hat ein neues Protokoll gegen Erdrutsche verabschiedet, zeigt im Museo Insular preisgekrönte Architektur und verschärft die Regeln zum Baumschutz. Die Insel treibt zugleich Sensoren zur Früherkennung von Waldbränden voran und diskutiert Energiewende sowie gesellschaftliche Veränderungen.
Verschärftes Protokoll gegen Erdrutsche und Straßensperren
Die Inselverwaltung hat ein neues Protokoll zum Schutz vor Erdrutschen eingeführt. Präsident Sergio Rodríguez erklärte, die technische Untersuchung von Böschungen schaffe eine wissenschaftliche Grundlage, um Unfälle zu vermeiden und Straßen gezielter zu schließen oder zu öffnen. Ein Kernpunkt ist die Nutzung des neuen Tunnels der Cumbre in beide Richtungen, abgestimmt mit dem Katastrophenschutzplan PLATECA. Für die LP-3 hält die Verwaltung ein permanentes Einsatzteam mit Feuerwehr, Ambulanz und Abschleppdienst bereit, um die Verbindung zu sichern, wenn Strecken wie Las Mimbreras gesperrt bleiben müssen.
Sensoren zur Früherkennung von Waldbränden in Tijarafe getestet
Die Inselverwaltung hat in Tijarafe Sensoren zur Früherkennung von Waldbränden getestet. Die Verantwortlichen setzen auf Technik, um Risiken früher zu erkennen und Schäden zu begrenzen. Bei Erfolg soll das System auf die ganze Insel ausgeweitet werden. Parallel bleibt die Zusammenarbeit mit der kanarischen Raumordnungsbehörde und der Vizebehörde für Notfälle eng, damit die Feuerwehrbereitschaft in Puerto Naos bestehen bleibt und die sichere Wiederöffnung gasbetroffener Gebäude weiter vorankommt.
BEAU-Ausstellung im Museo Insular eröffnet
Das Museo Insular hat die erste Station der XVII Bienal Española de Arquitectura y Urbanismo eröffnet. Kultur- und Kulturerbeschutzbeauftragte Miriam Perestelo betonte, die Schau stärke die kulturelle Positionierung von La Palma auf nationaler Ebene. Die Ausstellung zeigt bis 9. Mai preisgekrönte Arbeiten und Forschung aus den Jahren 2023 und 2024, insgesamt 55 prämierte Vorschläge. Unter dem Motto "Flujos Comunes" beleuchten die Kuratoren Ander Bados und Miguel Ramón Themen von Materialien bis Umwelt und stellen neue Antworten auf soziale und ökologische Veränderungen vor.
Podiumsdiskussionen zu Architektur und Energiewende auf den Kanaren
Die Organisatoren haben zwei Podiumsdiskussionen im Rahmen der Biennale angesetzt. Die erste Runde behandelt unter dem Titel "Territorio en transformación" Mobilität, Tourismus, Migration und Klimaanpassung. Die zweite Diskussion "Energía, dependencia y autonomía" thematisiert die energetische Abhängigkeit und Chancen der Energiewende auf den Kanaren. Dabei geht es auch um Wohnungsbau, Resilienz und erneuerbare Energien, die sich in prämierten Projekten und in der Realität der Inseln spiegeln.
Los Llanos de Aridane fordert mehr Transparenz beim Baumschutz
Der sozialistische Gemeinderat hat in Los Llanos de Aridane eine Motion zum Schutz des Stadtbaumbestands eingebracht. Er verwies auf das kanarische Gesetz 7/2025, das Baumfällungen nur in Ausnahmefällen erlaubt und Ersatzpflanzungen sowie ein öffentliches Baumverzeichnis vorsieht. In der Sitzung unterstützte der Rat mehrere Maßnahmen, darunter ein detailliertes Verzeichnis und technische Berichte vor Fällungen. Die Mehrheit lehnte jedoch eine Bürgerkommission und eine klare kommunale Verordnung mit Sanktionen ab, obwohl genau diese Regeln die Umsetzung vor Ort verbindlicher gemacht hätten.
Kanarisches Gesetz 7/2025 setzt strengere Regeln für Stadtbäume
Das kanarische Parlament hat im Dezember 2025 das Gesetz 7/2025 zum Schutz des städtischen Baumbestands verabschiedet. Der Entwurf war aus einer Bürgerinitiative entstanden und hatte seit 2019 auf die Umsetzung gewartet, bis die Sozialisten ihn in dieser Legislaturperiode vorantrieben. Das Gesetz stellt Bäume als Gesundheits- und Klimafaktor heraus und untersagt aggressive Rückschnitte ohne technische Begründung. Gemeinden müssen Fällungen begründen, Alternativen prüfen und ein öffentlich zugängliches Baumregister führen, damit Entscheidungen nachvollziehbar bleiben.
Essay über Stille und Glauben beschreibt gesellschaftliche Veränderungen
Ein Beitrag hat Stille und Zuhören als Grundlage religiöser Erfahrung beschrieben. Jazmín erinnerte sich an Regeln aus ihrer Kindheit in Restauración an der Grenze zwischen der Dominikanischen Republik und Haiti, während Eugenio, ein Jesuitenbruder, von schweigenden Wegen zum Fluss in der Karwoche erzählte. Der Philosoph Byung-Chul Han schrieb, ohne Stille könne man Gott nicht hören, und sah im Westen eine schwindende Fähigkeit zur Kontemplation. Der haitianische Jesuit Jean Robert Dery berichtete von stabil gebliebenem Glauben auf Reisen und betonte, dass Gemeinschaft und Zuhören den Glauben lebendig hielten.







