La Palma beschäftigt sich mit Transparenz bei Vulkanhilfen, Stromausfällen, Wanderwegsicherheit und weiteren aktuellen Entwicklungen.
Vulkanhilfen: Parlament blockiert Veröffentlichung der Empfängerdaten
Alicia Vanoostende hat im Kanaren-Parlament mehr Transparenz bei den Hilfen nach dem Tajogaite-Ausbruch gefordert. Die Abgeordnete der Sozialistischen Partei kritisierte, die Regierung verhindere seit Monaten eine einfache Liste öffentlich finanzierter Unterstützungen – obwohl Präsidium und juristische Dienste ihr Recht bestätigt hätten. Eine Mehrheit aus Coalición Canaria, Partido Popular, Agrupación Socialista Gomera und Agrupación Herreña Independiente lehnte die Veröffentlichung ab, Vox enthielt sich. Vanoostende kündigte an, vor Gericht zu ziehen.
Stromausfälle auf La Palma: FAEP fordert stabile Versorgung
Die FAEP hat wiederholte Stromausfälle auf La Palma als ernstes Risiko für Betriebe und Selbstständige eingestuft. Der Unternehmerverband erklärte, die Unterbrechungen hätten Verluste und operative Probleme ausgelöst – besonders bei kleinen Firmen, die den Großteil der Inselwirtschaft trügen. Die FAEP verwies auf veraltete Generatoren im Kraftwerk und verlangte Investitionen zur Modernisierung sowie klare Informationen von Behörden und Versorgern zu Ursachen und geplanten Maßnahmen. Projekte zur Energiediversifizierung begrüßte der Verband, drängte aber auf rasche Stabilisierung.
Tazacorte: Neue Holzbrücke im Barranco de las Angustias geplant
Sergio Rodríguez hat den Start der Arbeiten an einer neuen Fußgängerbrücke im Barranco de las Angustias angekündigt. Der Präsident der Inselverwaltung erklärte, die mehr als 170.000 Euro teure Holzkonstruktion beseitige einen historisch problematischen Punkt im Wanderwegenetz und erhöhe die Sicherheit für Wanderer, Guides, Besucher und Anwohner. Die Brücke aus behandeltem Holz soll sich in die Landschaft einfügen und Risiken durch schwieriges Gelände verringern. Die Maßnahme ist Teil der Strategie, Infrastruktur in geschützten Naturgebieten zu modernisieren.
LP-1 im Norden: PP-Abgeordneter Qadri drängt auf ausstehende Maßnahmen
Jacob Qadri hat den kanarischen Minister Pablo Rodríguez zu schnellen Schritten auf der LP-1 aufgefordert. Der Abgeordnete der Partido Popular für La Palma sagte, besonders der Abschnitt zwischen Barlovento und Garafía bleibe schwierig und unsicher, während in mehreren Nord- und Ostgemeinden keine Projekte liefen oder geplant seien. Er erinnerte an den unvollendeten Bereich zwischen Barranco de Gallegos und Cruz del Castillo, verwies auf Erdrutsche im Winter und eingeschränkte Sicht durch Vegetation. Qadri forderte neue Projekte für eine umfassende Verbesserung.
Krankentransport: PSOE kritisiert Ablehnung durch CC im Inselplenum
Jordana Rodríguez hat im Plenum der Inselverwaltung eine Motion zur Verbesserung des nicht dringenden Krankentransports verteidigt. Die Abgeordnete der Sozialistischen Partei sagte, die Ausschreibung müsse die territorialen und gesundheitlichen Besonderheiten von La Palma berücksichtigen, damit Patienten etwa für Dialyse, Reha oder Konsultationen verlässlich befördert würden. Die Grupo Popular unterstützte den Vorstoß, die Mehrheit der Coalición Canaria lehnte ihn ab. Rodríguez betonte, kürzere Wartezeiten entlasteten Ressourcen und verbesserten die Versorgung.
Los Llanos de Aridane: Trinkwasserquellen sollen Plastikflaschen ersetzen
Rubens Díaz hat neue Trinkwasserquellen in öffentlichen Bereichen als Schritt gegen Plastikmüll vorgestellt. Der für Abfallwirtschaft zuständige Stadtrat erklärte, vier installierte Quellen hätten bereits messbare Effekte gezeigt – zwei davon im Estadio Municipal Aceró mit rund 1.500 eingesparten Flaschen in wenigen Monaten. Weitere Anlagen stehen in den Schulen José María Pérez Pulido und Eusebio Barreto Lorenzo, wo in weniger als einer Woche etwa 100 Flaschen wegfielen. Die Stadt will damit Wiederverwendung fördern und Einwegverpackungen reduzieren.
Villa de Mazo: Mazucator erreicht 400 Teilnehmende und neue Bestzeiten
Idafe Hernández hat nach der XIII. Mazucator in Villa de Mazo eine Rekordbeteiligung gemeldet. Der Bürgermeister und Sportdezernent erklärte, 400 Läuferinnen und Läufer hätten am Wochenende teilgenommen, was die Entwicklung der Veranstaltung nach 13 Ausgaben bestätige. Organisator Jairo Ponce, Geschäftsführer von Fitters, sah darin Rückenwind für die Arbeit des Teams. Auf 25 Kilometern gewann Quito Santana in 2 Stunden und 25 Minuten, Olga Martynenkova siegte bei den Frauen mit Rekord in 3 Stunden und 10 Minuten. Auf acht Kilometern setzten sich Raúl Rodríguez und Marta Arroyo durch.
Tourismuszuschüsse La Palma: Inselverwaltung öffnet Bewerbungsphase für private Projekte
Raquel Rebollo hat den Bewerbungszeitraum für neue Tourismuszuschüsse auf La Palma eröffnet. Die Inselrätin für Tourismus erklärte, die Hilfen sollten private Unternehmen und Selbstständige unterstützen, die Veranstaltungen, Aktivitäten oder thematische Erlebnisse zur Vermarktung natürlicher und kultureller Ressourcen umsetzen. Die Ausschreibung umfasst 30.000 Euro, Anträge sind bis zum 29. Juni 2026 möglich. Rebollo verwies auf die Bedeutung des Sektors für die wirtschaftliche Entwicklung, besonders im Erholungsprozess nach dem Ausbruch des Vulkans Tajogaite.
Santa Cruz de La Palma: Stadt erhöht Gründerförderung auf 33.000 Euro
Omaira Pérez hat neue Richtlinien für Gründungszuschüsse in Santa Cruz de La Palma durch den Stadtrat gebracht. Die Stadträtin für lokale Entwicklung sagte, das Plenum habe einstimmig beschlossen, die Mittel für 2026 von 25.000 auf 33.000 Euro zu erhöhen, um mehr Unternehmer zu erreichen. Die Maßnahme soll Unternehmensgründungen in der Hauptstadt unterstützen und Beschäftigung fördern. Pérez erklärte, jedes neue Unternehmen stärke das wirtschaftliche Gefüge der Stadt.
Tijarafe: Rat bekräftigt Zugehörigkeit von Amagar zur Gemeinde
Alejandro Rocha hat nach einem Ratsbeschluss die Zugehörigkeit von Amagar zu Tijarafe bekräftigt. Der Sprecher der Sozialisten erklärte, der Antrag sei nötig geworden, nachdem im Rahmen einer neuen Planungsordnung von Los Llanos de Aridane Gemeindegrenzen neu definiert werden sollten und Amagar auf einer Karte als Teil von Los Llanos erschien. Sozialistische Partei und Partido Popular stimmten mit sechs Stimmen zu, Coalición Canaria votierte mit fünf Stimmen dagegen. Eine von der Partido Popular eingebrachte Änderung sollte den institutionellen Konsens stärken.
Landwirtschaft: Inselverwaltung fördert Pimienta Palmera aus dem Vivero Insular
Alberto Paz hat die Unterstützung für die einheimische Pimienta Palmera als Beitrag zur Ernährungssouveränität hervorgehoben. Der Inselrat für Landwirtschaft, Viehzucht, Fischerei, Ernährungssouveränität und Tierschutz erklärte, die Verwaltung stelle im Vivero Insular Pflanzen bereit und decke damit die Nachfrage lokaler Produzenten, was Rohstoffkosten für das Mojo senke. Bislang seien 232.833 Pflanzen verkauft worden, die Förderung werde auch auf Messen beworben. Ein genetisches Gutachten des CSIS habe die Einzigartigkeit der Sorte bestätigt, zudem sei sie offiziell registriert worden.
Kultur auf La Palma: Ausstellungen, Vorträge und neue Termine
Idafe Hernández hat im Museo Casa Roja in Villa de Mazo die Ausstellung Visiones de la realidad eröffnet. Der Bürgermeister sagte, die Schau des tinerfenischen Künstlers Conrado Díaz lade bis zum 4. September zur aktiven Interpretation ein; Kulturdezernentin Mariela Ramos betonte den Zugang zu zeitgenössischer Kunst. Asier Antona hat in Santa Cruz de La Palma eine Konferenz zur Familie Álvarez de Abreu angekündigt. Der Bürgermeister erklärte, Forscher Jacobo Melgar Jiménez spreche am Donnerstag um 19.00 Uhr über José Antonio Álvarez de Abreu und Domingo Pantaleón Álvarez de Abreu. In Los Llanos de Aridane kündigte Stadträtin Idaira Pérez zudem einen Vortrag der Aktivistin Kika Fumero am 18. Juni an.
Meinungsbeitrag: Autor kritisiert Tourismusplanung und Energieabhängigkeit auf La Palma
Antonio Cabrera hat die Tourismusplanung auf La Palma in einem Meinungsbeitrag scharf hinterfragt. Der Autor schrieb, die Insel müsse in Zeiten von Klimawandel und globalen Konflikten ein Modell entwickeln, das Identität und Ressourcen schütze, statt alte Infrastrukturprojekte zu reaktivieren. Er verwies auf gescheiterte Vorhaben wie das Interpretationszentrum in La Laguna de Barlovento oder den Hafen von Tazacorte und kritisierte, das Tourismusabkommen von 2023 erwähne den Klimawandel nicht. Cabrera warnte zudem vor der hohen Abhängigkeit von importierter Energie und Lebensmitteln.
Sidra-Wettbewerb: La Palma holt Große Goldmedaille für La Mirla Sidrera
Die Bodega Castro & Magán hat bei den Agrocanarias-Auszeichnungen eine Große Goldmedaille gewonnen. La Mirla Sidrera von dem Betrieb auf La Palma wurde in der Kategorie gasifizierte Sidra prämiert und erhielt zusätzlich Gold für Schaumweinsidra. Zur besten Sidra der Kanarischen Inseln 2026 kürte das Instituto Canario de Calidad Agroalimentaria zusammen mit der Stadt Valleseco Tuscany Brut Nature von Vicente Oliver Marrero Arencibia auf Gran Canaria. Insgesamt nahmen 23 Sidras von sieben Unternehmen teil.
Breña Alta und Tijarafe: Personalreform und Sportehrung
Jonathan Felipe hat in Breña Alta eine Änderung der Stellenbeschreibung der Verwaltung unterzeichnet. Der Bürgermeister erklärte, das Dokument sei nach Gesprächen mit Arbeitnehmervertretern und Gewerkschaften entstanden und gleiche Rechte zwischen Funktionen an, nachdem die bisherige Regelung 2017 unter Zeitdruck erstellt worden sei. Yaiza Cáceres Lorenzo hat in Tijarafe ein Verfahren zur Umbenennung des städtischen Fußballplatzes angestoßen. Die Bürgermeisterin sagte, der Platz solle Aristeo Lorenzo Barreto für mehr als 30 Jahre Engagement im Sport ehren; Stadtrat Aitor Rodríguez Pérez übernehme die Verfahrensleitung.







