La Palma spricht über die Rückkehr nach Puerto Naos und La Bombilla, den Streit um den stockenden Wohnungsbau und neue Fährverbindungen sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Puerto Naos und La Bombilla haben weitere Rückkehrer zugelassen
Die Inselverwaltung hat die Rückkehr in weitere Wohnungen in Puerto Naos und La Bombilla erlaubt. Inselpräsident Sergio Rodríguez erklärte, das Beratungskomitee des Notfallplans Peinpal habe zwei Residenzen in der schwarzen Zone von Puerto Naos genehmigt und zudem einen Aufzug in diesem Bereich freigegeben. In La Bombilla durften Bewohner in zwei Häuser in der fuchsienfarbenen Zone zurückkehren, nachdem sich die CO2-Werte verbessert hatten.
Rodríguez sagte, man habe die Gaswerte weiter permanent überwacht und das Projekt Alerta CO2 spiele dabei eine zentrale Rolle. Konkret nannte er eine Wohnung am Paseo Marítimo im Gebäude Playa sowie eine weitere in der Maximiliano D. Montesinos Straße Nr. 1. Freigegeben wurden auch der Aufzug im Gebäude Los Arcos und die Häuser in Zone Nr. 31 und 16.
Wohnungsbau hat auf La Palma weiter Kritik ausgelöst
Die Wohnpolitik hat erneut Debatten ausgelöst, weil der soziale Wohnungsbau hinter den Erwartungen blieb. Mehr als 500 Familien standen laut Beitrag auf der offiziellen Warteliste, während die tatsächliche Nachfrage höher eingeschätzt wurde. Die Coalición Canaria beendete die Zusammenarbeit mit der öffentlichen Wohnungsbaugesellschaft VISOCAN und richtete im April 2024 ein eigenes Wohnungsressort in der Inselverwaltung ein.
Nieves Hernández, Sprecherin der Grupo Popular im Cabildo von La Palma, schrieb, Ende 2023 seien 24 Millionen Euro für Wohnprojekte für Vulkanbetroffene bewilligt worden, zwei Jahre später seien mehr als 16 Millionen Euro noch ungenutzt geblieben. Sie stellte die Frage, ob das Instituto Canario de la Vivienda schneller gehandelt hätte, und forderte eine zügigere Koordination der Verwaltungen.
Baleària Canarias hat neue Schnellfähre in Santa Cruz de La Palma präsentiert
Baleària Canarias hat den Schnellfähre Pepita Castellví im Hafen von Santa Cruz de La Palma vorgestellt und damit die Dreiecksroute zwischen La Palma, Teneriffa und La Gomera verstärkt. Adolfo Utor, Präsident von Baleària, sagte, der Trimaran solle zuverlässige und komfortable Verbindungen bieten und die wirtschaftliche Entwicklung unterstützen. Inselpräsident Sergio Rodríguez sprach von einem strategischen Schritt für die Mobilität von Gütern auf den Kanarischen Inseln.
Asier Antona, Bürgermeister von Santa Cruz de La Palma, erklärte, bessere maritime Konnektivität bringe der Hafenstadt Vorteile. Der Trimaran kann 870 Passagiere und 250 Fahrzeuge transportieren und startet laut Fahrplan ab dem 26. Juni montags bis samstags um 17.30 Uhr in Santa Cruz de La Palma Richtung Los Cristianos. Baleària kündigte zudem einen Ausbau des Frachtverkehrs mit Verbindungen zweimal wöchentlich nach Cádiz an.
Kanaren haben Abwasserprojekt für Puerto Naos und El Remo auf den Weg gebracht
Der Consejo Insular de Aguas de La Palma hat ein Abkommen für ein Abwasserprojekt an der Küste von Los Llanos de Aridane genehmigt. Juan Ramón Felipe, als Inseldirektor für Wasser zuständig, erklärte, die Vereinbarung schaffe den rechtlichen und administrativen Rahmen für die Ausschreibung der Bauarbeiten zur Abwasserentsorgung in Puerto Naos und El Remo. Die Stadt Los Llanos de Aridane stellte dafür die benötigten Grundstücke bereit.
Bürgermeister Javier Llamas sagte, die Maßnahme verbessere Umweltverträglichkeit und öffentlichen Dienst in den Küstengebieten. Geplant waren eine Kläranlage in El Remo und ein zugehöriges Kanalsystem, das die Abwasserprobleme lösen und eine nachhaltige Wasserkreislaufverwaltung sichern sollte.
La Palma hat 1,2 Millionen Euro für Straßen nach Los Morenos und La Salemera bereitgestellt
Die Inselverwaltung hat mehr als 1,2 Millionen Euro in Arbeiten an der LP-217 und LP-2172 in Villa de Mazo investiert. Inselpräsident Sergio Rodríguez betonte, die Maßnahmen verbesserten die Verkehrswege und sicherten den Betrieb wichtiger Dienste am Umweltkomplex Los Morenos. Finanziert wurde das Projekt über den Entwicklungsfonds der Kanarischen Inseln, der als Fdcan bekannt ist.
Infrastrukturbeauftragter Darwin Rodríguez erklärte, man habe Bauelemente definiert, um hydrologische Risiken auf beiden Straßen zu beseitigen. Für die LP-217 sah das Projekt eine Struktur und ein Raster mit Sandfang vor, für die LP-2172 unter anderem eine 11 Meter lange Brücke und eine neue Trasse zum Zugang des Umweltkomplexes. Unternehmen konnten bis zum 17. Juni Angebote einreichen.
Tiempo Sur hat sich als Goya-qualifizierendes Festival etabliert
Das Festival de Audiovisuales Tiempo Sur hat den Status als qualifizierendes Festival für die Goya-Preise erhalten. Die Direktorinnen Begoña Grande und Aroa de Francisco erklärten, die Anerkennung durch die spanische Filmakademie sei ein historischer Schritt für das Projekt im Nordwesten von La Palma. Die Ausschreibung lief vom 16. Juni bis zum 31. Juli 2026, die Auswahl sollte am 25. August 2026 bekannt gegeben werden.
Die Hauptveranstaltungen waren vom 2. Oktober bis zum 13. November 2026 geplant, darunter die Rückkehr von Comarca en Corto und Visiones AWARA. Der Gewinner von Comarca en Corto 2026 sollte eine Produktionshilfe von 3.000 Euro für einen Kurzfilm in der Ausgabe 2027 erhalten. Unterstützt wurde das Festival unter anderem von den Gemeinden Garafía, Puntagorda und Tijarafe sowie von Sodepal, der La Palma Film Commission und dem Jugenddienst der Inselverwaltung.
Villa de Mazo hat neue Tourismusplattform online gestellt
Der Stadtrat von Villa de Mazo hat eine digitale Plattform zur Tourismusförderung vorgestellt, finanziert über das Programm Dinamiza Rural der kanarischen Regierung. Bürgermeister Idafe Hernández sagte, das Tool solle die touristische Strategie der Gemeinde weiterentwickeln und das historische, kulturelle und natürliche Erbe sichtbarer machen. Tourismusbeauftragte Concepción Triana erklärte, die Website sei als Eingangstor zur Gemeinde konzipiert.
Raquel Rebollo, Tourismusministerin der Inselverwaltung von La Palma, lobte die digitale Aufbereitung, weil aktuelle Informationen für die Urlaubsplanung wichtig seien. Unter turismovillademazo.es bot die Plattform Inhalte zu Sehenswürdigkeiten, Naturgebieten, Gastronomie und Handwerk sowie virtuelle Rundgänge und Planungswerkzeuge. Entwickler Oliviero Daidola von ODStudio sagte, man habe die Seite benutzerfreundlich gestaltet und mit offiziellen Social-Media-Profilen ergänzt.
Garafía hat Käse und Weine bei San Antonio del Monte ausgezeichnet
Die Villa de Garafía hat die Gewinner des XL Concurso Insular de Quesos Artesanales bekannt gegeben. Bürgermeister José Ángel Sánchez erklärte, der Wettbewerb würdige die Arbeit der Landwirte und Käsereien. Bei 28 Betrieben und 67 Proben gewann Félix Alberto Gil Rodríguez von D.O. Quesos Las Cuevas mehrere Kategorien, während José Miguel Martín Pérez von Quesos La Rehoya den Frischkäse und Oliver Martín Hernández von Quesos El Roque den gereiften Käse gewann.
Parallel veröffentlichte Garafía die Sieger des XXV. Insularen Weinwettbewerbs mit Herkunftsbezeichnung La Palma. Die Große Goldmedaille erhielt der Aray Tinto 3 Monate Barrica der Bodega Juan Jesús Pérez Adrián, der auch den Margarita Castro Preis für die höchste Punktzahl und für Präsentation bekam. Goldmedaillen gingen unter anderem an Tagalguén Blanco Ecológico, Vitega Tea und Tendal Rosado.
Los Llanos de Aridane hat Sport Week und Landwirtschaftsmesse bilanziert
Los Llanos de Aridane hat die Sport Week 2026 ausgewertet und von hoher Beteiligung berichtet. Bürgermeister Javier Llamas sagte, die Besucherzahl habe das Interesse an Bewegung gestärkt, Teilnehmer hätten zudem Ratschläge von Spitzensportlern und Psychologen erhalten. Sportstadtrat Víctor González erklärte, mehr als 3.000 Personen hätten die Sport und Gesundheitsmesse besucht, und auch Geschäfte im Zentrum hätten profitiert.
Außerdem veranstaltete die Gemeinde vom 25. bis 27. Juni die Landwirtschafts, Handwerks und Viehmesse im Rahmen der Patronatsfeste. Stadtrat Arón León, für den Primärsektor zuständig, betonte die Bedeutung für Landwirte, Viehzüchter und Handwerker. Kulturstadträtin Marlene González verwies auf ein Programm mit Musik, Bürgerbeteiligung und der 131. Inselviehschau am Samstag samt Prozession und Segnung des Viehs.
Rettungskräfte haben Wanderin im Porís de Tijarafe geborgen
Ein Hubschrauber der kanarischen Notfall und Rettungsgruppe GES hat eine 69 Jahre alte Frau nach einem Sturz im Porís de Tijarafe gerettet. Das Notfallzentrum CECOES 112 erhielt den Anruf am Dienstag um 10.21 Uhr, die Wanderin hatte auf einem unbefestigten Weg mittelschwere Verletzungen erlitten. Die Feuerwehr unterstützte die Bergung, bevor der Hubschrauber sie zur Landeplattform des Inselkrankenhauses brachte.
Am Boden übernahm ein Krankenwagen des Kanarischen Rettungsdienstes SUC die weitere Versorgung und den Transport in die Notaufnahme. Lokalpolizei und Guardia Civil unterstützten den Einsatz in der Region.
Kanaren haben Gesundheitsprojekte auf La Palma angekündigt
Gesundheitsministerin Esther Monzón hat im kanarischen Parlament den Stand der Infrastrukturprojekte auf den nicht kapitalen Inseln erläutert. Für La Palma kündigte sie an, die Arbeiten am Gesundheitszentrum Villa de Mazo sollten diesen Monat abgeschlossen werden und 190.000 Euro kosteten. Außerdem werde die Rampe am Gesundheitszentrum Los Llanos de Aridane bald fertiggestellt.
Monzón sagte, es gebe Fortschritte bei der Reform des Gesundheitszentrums Tijarafe sowie Planungen für das Zentrum in Puntallana und das Beratungszentrum in Puerto de Tazacorte. Die Regierung verfolge damit das Ziel, moderne Versorgung zu sichern und die doppelte Insularität abzufedern.
Ashotel hat sinkende Sommerbuchungen auch für La Palma gemeldet
Der Hotelverband Ashotel hat für Juli und August in der Provinz Santa Cruz de Tenerife eine durchschnittliche Reservierungsquote von 65 Prozent gemeldet und damit fünf Punkte weniger als im Vorjahr. Für La Palma lag der Wert bei 56,3 Prozent und damit drei Punkte niedriger als 2025. Ashotel stützte sich auf sein Observatorio de Competitividad Turística y Desarrollo Sostenible.
Mehr als die Hälfte der befragten Betriebe erwartete im Juli und August eine geringere Belegung als im Vorjahr. Beim deutschen Markt sahen 47,5 Prozent der Antworten einen Rückgang, während 46,7 Prozent Stabilität angaben. Ashotel ordnete die Zahlen als Hinweis auf Stagnation oder Rückgang ein und blickte zugleich auf die Wintersaison als Hochsaison der Kanarischen Inseln.
Partido Popular hat in El Paso die Abschaffung der Wertzuwachssteuer verlangt
Der Partido Popular hat in El Paso die Abschaffung der kommunalen Wertzuwachssteuer gefordert. Nayra Castro, Sprecherin der Partei, fragte im Stadtrat, wann die Steuer gestrichen werde und kritisierte die Belastung für Familien beim Immobilienverkauf. Sie verwies darauf, dass das Gesetz über kommunale Finanzen die Steuer als optional einstufe.
Castro erinnerte an das Urteil des Verfassungsgerichts vom 26. Oktober 2021, das das damalige Berechnungssystem für verfassungswidrig erklärte. Der Partido Popular erklärte, in zwei Monaten seien 208 Steuerbescheide erlassen worden, und bemängelte eine ausbleibende Debatte über Reduzierung oder Abschaffung.







