Fernando Clavijo hat die Rolle des Instituto de Astrofísica de Canarias für die Wissenschaft und die Kanarischen Inseln hervorgehoben. Am Donnerstag würdigte der Präsident der Kanaren das Institut anlässlich seines 40-jährigen Bestehens als „Beispiel für Erfolg“ und als Symbol für die Bedeutung von Forschung und Wissen auf dem Archipel. Clavijo betonte beim Festakt die Notwendigkeit, mit der geplanten Ansiedlung des Dreißig-Meter-Teleskops (TMT) auf La Palma einen weiteren Schritt in Richtung wissenschaftlicher Exzellenz zu gehen. Er sicherte dem Projekt, das vom spanischen Staat mit 400 Millionen Euro unterstützt wird, die volle Rückendeckung der Kanaren-Regierung zu.
Der Präsident dankte Wissenschaftsministerin Diana Morant für ihr Engagement, das internationale Großprojekt nach La Palma zu holen. Clavijo erinnerte daran, dass die Ansiedlung des TMT eng mit der vor drei Monaten verabschiedeten Luft- und Raumfahrtstrategie der Kanaren verbunden ist. Diese Strategie lasse sich laut Clavijo „mit der Führung des IAC“ deutlich leichter umsetzen.
Institut für Astrophysik auf La Palma als Motor der Forschung
In seiner Rede hob Clavijo hervor, dass das Instituto de Astrofísica de Canarias die Inseln an die Spitze der internationalen Astrophysik geführt habe. Er bezeichnete das Institut als Beispiel dafür, was „ein kleines Gebiet mitten im Atlantik erreichen kann, wenn es Talent und geografische Lage nutzt“. Clavijo dankte dem Gründungsteam um Francisco Sánchez sowie den bisherigen Direktoren Rafael Rebolo und dem aktuellen Leiter Valentín Martínez Pillet für ihre Verdienste.
Der Präsident zeigte sich stolz darauf, dass die Kanaren mit dem IAC über ein wissenschaftliches Spitzenzentrum verfügen. Er verwies auf bahnbrechende Forschungsarbeiten in Optik, Mikrosatelliten und astrofysikalischer Instrumentierung, die maßgeblich vom Institut vorangetrieben werden.
Internationale Anerkennung für das IAC
Clavijo würdigte die internationale Ausstrahlung des Instituts, das mit Forschenden aus mehr als 30 Ländern zusammenarbeitet. Diese Vernetzung habe die Wettbewerbsfähigkeit der spanischen Wissenschaft gestärkt und Spitzenforschung auf dem Archipel ermöglicht.
Er hob die Arbeit der mehr als 400 hochqualifizierten Fachkräfte am IAC hervor, die „forschen, ausbilden und verändern“. Über 500 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler seien am Institut promoviert worden und hätten weltweit Führungspositionen in der Wissenschaft übernommen.
Wissenschaftlicher Fortschritt und gesellschaftlicher Nutzen
Zu den Erfolgen des IAC zählt Clavijo auch die Ausbildung von 10.000 Schülerinnen und Schülern in Projekten zur Wissenschaftskommunikation sowie jährlich 100.000 Besucher, die den Himmel vom Roque de los Muchachos auf La Palma und von Izaña auf Teneriffa beobachten. Diese Zahlen belegten die zentrale Rolle des Instituts für Forschung, Technologie und nachhaltige Entwicklung auf den Kanaren.
Clavijo erinnerte daran, dass die kanarische Luft- und Raumfahrtstrategie am 8. Mai in der IACTEC-Zentrale vorgestellt wurde. Das IAC sei die „Speerspitze“ dieser Strategie, die die Kanaren zu einem weltweit führenden Innovations- und Technologiestandort machen solle. Ziel sei es, die Wirtschaft zu diversifizieren und hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen.
Die Zentrale des IAC wurde am 29. Juni 1985 eröffnet. Damals kamen Mitglieder von Königshäusern, Staatschefs, Minister und fünf Nobelpreisträger nach Teneriffa. Clavijo betonte, die Kanaren hätten sich seither als einer der drei besten Standorte weltweit für astronomische Beobachtungen neben Hawaii und Chile etabliert.
An der Jubiläumsfeier nahmen neben Clavijo auch Wissenschaftsministerin Diana Morant, Minister Ángel Víctor Torres und IAC-Direktor Valentín Martínez Pillet teil. Zu den weiteren Gästen zählten der Präsident des Cabildo von La Palma, Sergio Rodríguez, die Präsidentin des Cabildo von Teneriffa, Rosa Dávila, der Rektor der Universität La Laguna, Francisco García, und die Präsidentin des spanischen Forschungsrats, Eloísa del Pino Matute, sowie zahlreiche weitere Vertreter aus Wissenschaft und Politik.





