Seit meiner Wahl zum Senator für La Palma im Jahr 1989 setze ich mich intensiv für den Schutz der wichtigsten Exportware der Insel ein: die Banane. Die vollständige Integration Spaniens in die damalige Europäische Wirtschaftsgemeinschaft erforderte einen besonderen Status, um den Fortbestand der Bananenproduktion und das Einkommen der Landwirte zu sichern. Nach intensiven Verhandlungen, an denen die Regierungen Spaniens, Frankreichs und Portugals beteiligt waren, genehmigte die EWG im Februar 1993 die Gemeinsame Marktorganisation für Bananen. Die Verhandlungen führten die spanische Regierung unter Landwirtschaftsminister Pedro Solbes, die kanarische Regierung unter Präsident Jerónimo Saavedra und der Bananensektor unter der Leitung von Leopoldo Cólogan.
Worum es geht (TL;DR)
- Seit 1993 schützt die EU die kanarische Bananenproduktion durch besondere Marktorganisationen und Beihilfen.
- Das POSEI-Programm sichert seit 2006 die Existenz der Bananenbauern auf den Kanaren.
- Spanien und die Kanaren wollen die EU-Unterstützung im Haushalt 2024-2028 langfristig sichern.
Später gab es Rückschläge durch Klagen der USA und amerikanischer Bananenmultis, die eine für sie günstige Entscheidung der Welthandelsorganisation erwirken konnten.
EU-Beihilfen sichern Bananenproduktion auf den Kanaren
Dies erforderte eine Lösung, um das Überleben des Bananensektors zu sichern, der zahlreiche Arbeitsplätze für Landwirte, Transporteure und Verpacker schafft. Nach weiteren Verhandlungen nahm die EU Ende 2006 die Banane in die europäischen Beihilfen des Programms für die Regionen in äußerster Randlage (POSEI) auf. Landwirtschaftsministerin Elena Espinosa erhielt dabei Unterstützung von den kanarischen Abgeordneten im Europäischen Parlament, Manuel Medina und Fernando Fernández, sowie vom kanarischen Landwirtschaftsminister Pedro Rodríguez Zaragoza. Damals war José Luis Rodríguez Zapatero Präsident der spanischen Regierung.
Die Aufrechterhaltung dieser Beihilfen war stets Gegenstand harter Verhandlungen bei der Verabschiedung der Haushalte im Europäischen Parlament und in der Europäischen Kommission. Dabei leisteten die kanarischen Europaabgeordneten Gabriel Mato Adrover und Juan Fernando López Aguilar wichtige Arbeit.
Spanien und Kanaren verteidigen EU-Unterstützung bis 2028
Aktuell hat sich der spanische Regierungschef Pedro Sánchez mit dem Präsidenten der Kanaren, Fernando Clavijo, darauf verständigt, die Interessen des Archipels und aller Regionen in äußerster Randlage im Rahmen des neuen mehrjährigen Finanzrahmens der EU zu verteidigen. Ziel ist es, dass der EU-Haushalt für 2024-2028 die Bedürfnisse der RUP, einschließlich der POSEI-Finanzierung für Bananen, berücksichtigt.
Ich bin überzeugt, dass die Politik des Konsenses und die einheitliche Verteidigung unserer Interessen erneut gute Ergebnisse bringen wird.











