Die kanarische Regierung hat die neuen Universitätsstipendien für das Studienjahr 2025/2026 ausgeschrieben. Diese Initiative zielt darauf ab, Studierenden den Zugang zu Hochschulbildung zu erleichtern und umfasst eine Fördersumme von 10,5 Millionen Euro. Die Stipendien, die im Amtsblatt der Kanarischen Inseln veröffentlicht wurden, richten sich an Studierende von Bachelor- und Masterstudiengängen an öffentlichen Universitäten, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Archipels.
Die finanzielle Unterstützung deckt Kosten für Studiengebühren, Unterkunft, Transport, akademische Leistungen und Behinderungen ab. Die Studiengebühren werden vollständig übernommen, während die Einkommensabhängige Unterstützung 1700 Euro beträgt. Für Unterkunft werden 2700 Euro bereitgestellt. Die Stipendien für herausragende akademische Leistungen liegen zwischen 75 und 200 Euro, und die Transporthilfe variiert zwischen 442 und 937 Euro. Studierende mit Behinderungen erhalten zwischen 600 und 3000 Euro.
Neue Regelungen für Studierende auf den Kanaren
Der Bewerbungszeitraum beginnt am 11. August 2025 und dauert einen Monat. Diese frühzeitige Ausschreibung im Vergleich zu früheren Jahren soll die akademische Planung erleichtern und die Verwaltungszeiten verbessern. Eine wesentliche Neuerung ist die Möglichkeit, nach einem Studienwechsel Stipendien zu beantragen, sofern die vorherige Fachrichtung nicht länger als zwei Jahre belegt wurde. Diese Maßnahme anerkennt das Recht der Studierenden, ihren akademischen Weg anzupassen, ohne den Zugang zu finanzieller Unterstützung zu verlieren.
Ein weiterer neuer Zugangskriterium betrifft Studierende, die sich für spezialisierte Studiengänge an öffentlichen Universitäten außerhalb ihrer Heimatinsel einschreiben, selbst wenn der Studiengang dort angeboten wird. Dies ermöglicht es, Stipendien zu beantragen, wenn die spezifische Ausrichtung oder das Angebot nur an einem anderen Standort verfügbar ist.
Förderung der akademischen Vielfalt
Diese Verbesserungen resultieren aus einem technischen Überprüfungsprozess der Generaldirektion für Universitäten und Forschung, der die Notwendigkeit einer Aktualisierung der bisherigen Regelungen aufzeigte. Migdalia Machín, die Ministerin für Universitäten, Wissenschaft, Innovation und Kultur, betonte, dass die Ausschreibung Teil einer öffentlichen Politik ist, die darauf abzielt, die unterschiedlichen Situationen der Studierenden effektiv zu berücksichtigen. „Unser Ziel ist es, sicherzustellen, dass akademische Entscheidungen nicht durch den Wohnort oder wirtschaftliche Barrieren beeinflusst werden und dass die Stipendien die Bildungsprozesse gerecht und kohärent begleiten.“







