Die Asociación de Trabajadores de la Tierra Canaria (Atratican) hat sich entschieden gegen ein neues Projekt der ICCAT ausgesprochen. Dieses Projekt würde die industrielle Ringwadenfischerei und die Installation von Thunfischmastkäfigen in der Nähe der Kanarischen Inseln erlauben.
Worum es geht (TL;DR)
- Atratican lehnt ICCAT-Projekt für industrielle Ringwadenfischerei und Thunfischmastkäfige nahe der Kanaren ab.
- Die kanarischen Fischer wurden nicht konsultiert, obwohl das Projekt ihre Fischgründe bedroht.
- Die Entscheidung fiel im November 2025 auf der ICCAT-Sitzung in Sevilla.
Atratican sieht darin einen "inakzeptablen Schlag" gegen die kanarischen Fischer. Die industrielle Ringwadenfischerei ist auf den Kanaren verboten, wo die traditionelle, nachhaltige Fischerei mit Angelruten betrieben wird.
Antonio Manuel Francisco Quintero, Sprecher von Atratican, erklärte, dass dieses industrielle System eine ernsthafte Bedrohung für die handwerkliche Fischerei darstelle. Er forderte alle lokalen Organisationen und Behörden auf, gemeinsam gegen das Projekt vorzugehen.
Kritik an fehlender Konsultation der Fischer
Atratican kritisierte, dass die ICCAT die kanarischen Fischer nicht konsultiert habe, obwohl das Projekt ihre Fischgründe und Wirtschaft stark beeinträchtigen könnte. Die industrielle Methode fängt große Fischmengen mit kilometerlangen Netzen, während die kanarische Flotte strengen Fangquoten unterliegt.
Die Einführung der industriellen Fischerei wurde im November 2025 auf der 29. ICCAT-Sitzung in Sevilla beschlossen, auf Vorschlag der EU und des spanischen Landwirtschaftsministeriums. Atratican fordert nun Erklärungen von den zuständigen Behörden, da das Projekt auf breiten Widerstand stößt.
Der Sprecher von Atratican betonte die Notwendigkeit, das Projekt zu stoppen, um den bereits angeschlagenen handwerklichen Sektor zu schützen.











