La Palma spricht über den Wiederaufbau des primären Sektors, Millioneninvestitionen in kommunale Infrastruktur und neue Straßenprojekte zum Roque de los Muchachos sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Wiederaufbau des primären Sektors nach der Vulkanemergenz
Die Inselverwaltung hat den Wiederaufbau der Landwirtschaft nach der Vulkanemergenz abgestimmt. Bei einem Treffen am Freitag koordinierten Inselpräsident Sergio Rodríguez sowie Pedro Afonso als Vizeberater für die soziale und wirtschaftliche Erholung und Juan Ramón Rodríguez als Generaldirektor für Landwirtschaft die nächsten Schritte mit betroffenen Gemeinden und Asepalma, dem Verband von Verpackungs, Export und Handelsfirmen.
Nach ausgezahlten Entschädigungen ging es um Wege, Fristen und neue Bewässerungsnetze. Die Runde kündigte regelmäßige Sitzungen zur Planung für 2026 an und verwies auf ein Finanzierungsdefizit, weil der Staat La Palma noch 300 Millionen Euro schulde.
16,6 Millionen Euro für kommunale Projekte bis 2028 gesichert
Die Inselregierung hat den mehrjährigen Finanzierungsplan des Kooperationsplans für kommunale Bauvorhaben 2025 bis 2028 korrigiert und konsolidiert. Damit sicherte sie Investitionen von 16,6 Millionen Euro und ordnete die Haushaltsmittel den jeweiligen Jahren bis 2028 zu, um Ausschreibungen und Bauabläufe rechtlich abzusichern.
Inselpräsident Sergio Rodríguez erklärte, der vollständig aus Eigenmitteln finanzierte Plan bleibe das zentrale Instrument für Gemeinden, um unter anderem Abwasserprojekte und Straßenbeläge umzusetzen. Die jährliche Zuwendung erhöhte sich um eine Million Euro.
LP-4 und LP-403 zum Roque de los Muchachos werden erneuert
Die Inselverwaltung hat die Arbeiten zur Erneuerung der LP-4 und der LP-403 vergeben. Das Projekt kostete 4.321.117,14 Euro und wurde vom spanischen Ministerium für Verkehr und nachhaltige Mobilität finanziert, nachdem eine frühere Inselregierung diese Finanzierung verloren hatte und keine Maßnahmen ergriffen hatte.
Die Maßnahmen umfassten neuen Straßenbelag, bessere Beschilderung und angepasste Straßenränder bis zu den Observatorien am Roque de los Muchachos. Inselpräsident Sergio Rodríguez sagte, die Strecke leide unter Wetter und Verkehr, weshalb Sicherheit und Image der Insel von einer intakten Verbindung abhingen.
Barlovento: Asphaltarbeiten auf der LP-107 und neue Planung
Die Inselverwaltung hat die Sanierung der LP-107 in Barlovento fortgesetzt. Der Infrastrukturbereich unter Leitung von Darwin Rodríguez arbeitete im Abschnitt Las Cabezadas, wo Techniker den Asphalt erneuerten, um Schäden zu beheben und die Sicherheit für Pendler zu erhöhen.
Rodríguez erklärte, die Arbeiten gehörten zum Programm für gut erhaltene Verkehrswege in ländlichen Gebieten. Parallel lief die Ausarbeitung eines Projekts für La Concordia, das nach Abschluss der Planung und Investitionsgenehmigung eine umfassendere Reform und bessere Konnektivität bringen sollte.
IGME-CSIC meldete weitere Verschiebungen an den Verwerfungen Tazacorte und Mazo
Forscher des Instituto Geológico y Minero de España, das zum CSIC gehört, haben aktive Verschiebungen an den Verwerfungen Tazacorte und Mazo dokumentiert. Eine in der Fachzeitschrift Natural Hazards veröffentlichte Untersuchung zeigte, dass die Störungen den Magmaaufstieg beim Ausbruch des Tajogaite leiteten und weiterhin die post eruptive Oberflächendeformation beeinflussten.
Ein von El Paso beauftragter Bericht verwies auf Reparaturen an Häusern seit den 1980er Jahren und eine drastisch erhöhte Verschiebungsgeschwindigkeit. Messungen mit einem Präzisionsfissur Meter ergaben 0,24 bis 2,80 Millimeter pro Jahr, weshalb die Autoren eine engere Überwachung für die künftige Flächennutzungsplanung forderten.
Mazo verlangte von Anbietern schnelle Verbesserungen bei Internet und Mobilfunk
Der Bürgermeister von Mazo, Idafe Hernández, hat die schlechte Telekommunikationsabdeckung öffentlich kritisiert. Er forderte von den Dienstleistern sofortige Verbesserungen bei Internet, Festnetz und Mobilfunk, weil Funklöcher den Alltag der Einwohner und die Entwicklung von Unternehmen behinderten.
Auch Fernando Hernández als kommunaler Telekommunikationsbeauftragter beklagte ausbleibende Reaktionen trotz Meldungen über beschädigte Glasfaserkabel und defekte Masten. Der Gemeinderat arbeitete mit der Inselverwaltung an einer gemeinsamen Forderung nach Modernisierung, weil digitale Dienste, Telearbeit und Wettbewerbsfähigkeit davon abhingen.
Tazacorte drängte auf Aktivierung des Hafens für Kreuzfahrttourismus
Der Stadtrat von Tazacorte hat die Regierung der Kanarischen Inseln zur endgültigen Aktivierung der kommerziellen Nutzung des Hafens aufgefordert. Bürgermeister David Ruiz Álvarez verlangte, das Projekt für den Bau eines Maritimen Terminals wieder aufzunehmen, damit der Ort Kreuzfahrtschiffe logistisch abwickeln und Besuchern einen besseren Service bieten könne.
Ruiz Álvarez verband die Forderung mit einem Entwicklungsmodell, das Beschäftigung und Modernisierung fördern und zugleich die maritime Identität bewahren sollte. Der Stadtrat setzte auf Kreuzfahrttourismus mit Qualität und Nachhaltigkeit, dessen Nutzen direkt bei lokalen Geschäften und Familien ankommen sollte.
Jugendorganisation legte Vorschläge für besseren Zugang zu Wohnraum vor
Nuevas Generaciones de La Palma hat der Inselverwaltung Initiativen für mehr Jugendwohnraum vorgelegt. Die Organisation erklärte, ohne bezahlbaren Wohnraum könnten junge Menschen ihre Zukunft nicht auf La Palma aufbauen, weshalb bestehende Politiken gestärkt und ergänzt werden müssten.
Vorgeschlagen wurden Fördermittel für Renovierungen für Unter 35 Jährige als Hauptwohnsitz, ein Zuschuss für Anfangskosten beim ersten Immobilienkauf oder Baugrundstück bis zu 4.000 Euro sowie technische Architekturhilfe, die mindestens 70 Prozent von Projekten und Bauleitung abdecken sollte, mit Vorrang für Gemeinden unter 10.000 Einwohnern.
Historischer Rückblick: Katalanischer Einfluss prägte Los Sauces und den Zuckerhandel
Ein Beitrag hat die Rolle der katalanischen Kolonie auf La Palma während Eroberung und Kolonisation der Kanarischen Inseln nachgezeichnet. Genannt wurde der Händler Pedro de Benavent, der 1501 von Alonso Fernández de Lugo die Hälfte von Land und Wasserrechten am Fluss Los Sauces erhalten hatte und seine Besitzungen über Bevollmächtigte verwalten ließ.
Der Text beschrieb die Gründung der Kirche Nuestra Señora de Montserrat de Los Sauces 1513 und die bis heute sichtbaren Namen Socarrás und Roberto in der Topographie. Spätere Eigentümerwechsel, die Teilung der Plantage 1632 und Inventare mit Sklaven sowie die Klostergründung 1611 zeichneten den wirtschaftlichen und religiösen Einfluss nach.











