Die Raumplanung auf den Kanarischen Inseln hat 2026 eine umfassende Erneuerung erfahren. Die Direktion für Raumordnung und soziale Kohäsion unter Leitung von Onán Cruz Díaz hat die Normen aktualisiert, um die Bodenverwaltung zu modernisieren und die Rechtssicherheit zu stärken. Die Maßnahmen sollen den klimatischen und demografischen Herausforderungen sowie den Transformationsbedürfnissen auf La Palma nach dem Vulkanausbruch von Tajogaite gerecht werden.
Worum es geht (TL;DR)
- Die Kanaren haben 2026 ihre Raumplanungsnormen modernisiert und die Rechtssicherheit gestärkt.
- Gesetz 4/2017 wurde überarbeitet, um Naturräume zu schützen und Behördenkapazitäten zu verbessern.
- Auf La Palma wurden Schutzgebiete nach dem Vulkanausbruch geografisch angepasst und erweitert.
Gesetzesänderung für Bodenschutz und Naturräume
Ein bedeutender Schritt war die parlamentarische Überarbeitung des Gesetzes 4/2017 über Boden und geschützte Naturräume. Die Gesetzesänderung zielt darauf ab, den natürlichen Lebensraum zu schützen und die technischen Kapazitäten lokaler Behörden sowie touristischer Schlüsselsektoren zu verbessern.
Bereits in der Anfangsphase wurden Maßnahmen zur Beschleunigung der Normenanwendung eingeführt. Dazu gehörten klarere Definitionen von Nutzungen und Bauvorhaben sowie Anpassungen im Konsolidierungsregime und verlängerte Fristen für Umweltbewertungen.
Digitalisierung der geschützten Naturräume
Ein weiterer Schwerpunkt war die endgültige Einführung des Gesetzes zur Digitalisierung der geschützten Naturräume, das nach der Bearbeitung von über 300 Einsprüchen erneut zur öffentlichen Einsichtnahme vorgelegt wurde. Die Regelung soll die offizielle Kartografie mit geospatialen Technologien, GIS und LIDAR-Daten modernisieren, um präzise Abgrenzungen zu gewährleisten und die institutionelle Transparenz zu erhöhen.
Auf La Palma wurden 2026 die geographischen Anpassungen abgeschlossen, die durch den Vulkanausbruch von 2021 notwendig geworden waren. Die Direktion plant Maßnahmen zur Anerkennung und zum Schutz der neuen Landschaft:
• Erweiterung des geschützten Naturraums Cumbre Vieja um den neuen Vulkankegel.
• Schaffung neuer Schutzgebiete für die Lava-Deltas zur Förderung der Geodiversität und zum Schutz neuer Lebensräume.
• Anpassung des Naturdenkmals Volcanes de Aridane an die geänderten Geländeformen.
Stadtplanung und Unterstützung kleiner Gemeinden
Parallel dazu wurden die Ergänzenden Allgemeinen Pläne (PGS) weiterentwickelt, um sicherzustellen, dass alle Gemeinden über aktuelle Planungen verfügen. Dies soll die Normen zwischen den Inseln harmonisieren und die Umsetzung öffentlicher und privater Projekte erleichtern.
Die Modernisierungs- und Tourismusförderungspläne (PMM) wurden ebenfalls vorangetrieben, um reife Reiseziele zu erneuern und die Wettbewerbsfähigkeit des Sektors zu stärken. Mehrere PMM sollen im kommenden Jahr endgültig genehmigt werden.
Die Direktion verstärkte zudem die Politiken zur Bewältigung demografischer Herausforderungen und konzentrierte sich auf Gemeinden mit weniger als 10.000 Einwohnern. Die virtuelle Unterstützungsstelle für Gemeinden (OVRD) erweiterte ihre Funktionen, um technische, rechtliche und territoriale Unterstützung zu bieten.











