La Palma meldet Fortschritte bei der Rückkehr nach Puerto Naos, neue Sozialwohnungen in Tazacorte, Millionen-Investitionen in El Paso und weitere Entwicklungen auf der Insel.
Puerto Naos und La Bombilla: Weitere Rückkehr in die schwarze Zone
Die Inselverwaltung hat die Rückkehr in zwei weitere Häuser in Puerto Naos genehmigt. Der Ausschuss des Peinpal ließ die Wohnungen in der Avenida Marítima und der Calle Maximiliano D. Montesinos zu, beide in der schwarzen Zone.
Damit hatte die Verwaltung insgesamt 1.230 Wohnungen in Puerto Naos und La Bombilla freigegeben. 158 Betroffene hatten das Rückkehrdokument noch nicht unterschrieben. Zugelassen waren 1.172 Häuser in Puerto Naos und 58 in La Bombilla sowie rund 40 Geschäfte und 36 Garagen. Mehr als tausend Sensoren überwachten weiterhin die Gaskonzentrationen.
Tazacorte: 34 neue Sozialwohnungen nach jahrelanger Pause
Die kanarische Regierung hat den Bau von 34 öffentlich geförderten Wohnungen in Tazacorte vorangetrieben. Wohnungsminister Pablo Rodríguez besuchte gemeinsam mit ICAVI-Direktorin Pino de León die Baustelle.
Rodríguez erklärte, seit 2013 seien in Tazacorte keine öffentlichen Wohnungen mehr gebaut worden. Nun sollten 34 Familien ein Zuhause erhalten. Anselmo Pestana, Delegierter der spanischen Regierung auf den Kanarischen Inseln, verwies auf die staatliche Unterstützung beim Wiederaufbau nach der Eruption. Kanarische Präsidentschaftsministerin Nieves Lady Barreto nannte 78,5 Millionen Euro für mehr als 300 Wohnungen auf La Palma. Die Anlage kostete 5.734.291,74 Euro und soll mit Solarpanels und Aerothermie die Energieeffizienzklasse A erreichen.
El Paso: Mehr als 5,6 Millionen Euro für Hotel Escuela und Teatro Monterrey
Die kanarische Regierung und die Delegation der spanischen Regierung haben den Baufortschritt am Hotel Escuela Monterrey und am Teatro Monterrey in El Paso besichtigt. Mariano Hernández Zapata, Anselmo Pestana und El Pasos Bürgermeister Eloy Martín begutachteten den Stand der Projekte.
Für das Hotel Escuela Monterrey waren 4,27 Millionen Euro vorgesehen. Der Bau war zu 83 Prozent abgeschlossen und soll das erste Hotel dieser Art auf La Palma werden. Das Teatro Monterrey erhielt 1,34 Millionen Euro, die Sanierung lag bei 40 Prozent. Beide Vorhaben gehören zu einem Plan mit mehr als 9,9 Millionen Euro an Zuschüssen, der Gesamtinvestitionen von über 12,3 Millionen Euro mobilisieren soll.
Los Llanos: Pestana weist Kritik an Madrid zurück
Anselmo Pestana hat Verzögerungen beim Wiederaufbau öffentlicher Infrastrukturen auf La Palma mit fehlenden Nachweisen und ausstehenden Regionalmitteln begründet. Damit wies der Delegierte der spanischen Regierung Vorwürfe von Los Llanos‘ Bürgermeister Javier Llamas von der Coalición Canaria zurück.
Bei seinem Besuch in El Paso sagte Pestana, Los Llanos habe seit Monaten nicht auf eine staatliche Anfrage zur Verwendung bereits überwiesener Mittel reagiert. Der Umsetzungsgrad habe nach den zuletzt verfügbaren Daten bei etwa 6 Prozent gelegen. Zudem habe die kanarische Regierung ihren zugesagten Anteil von 25 Prozent nicht bereitgestellt, während der Staat 50 Prozent finanziert habe.
La Palma: Bildungsminister kündigt Ausbau von Infrastruktur und Ausbildung an
Der kanarische Bildungsminister Poli Suárez hat auf La Palma drei Bildungseinrichtungen besucht und Investitionen angekündigt. Er besichtigte Zentren in Breña Baja und Puntagorda und sprach mit den Leitungsteams über notwendige Verbesserungen.
Suárez erklärte, die Insel brauche bessere Bildungsinfrastrukturen und erweiterte Ausbildungsangebote in allen Gemeinden. Die Regionalregierung investiere mehr als 3,1 Millionen Euro in die Modernisierung. Die Berufsausbildung soll im kommenden Schuljahr um zehn neue Kurse wachsen. Begleitet wurde der Minister unter anderem von Inselbildungsdirektorin Cristina Martín sowie Iván G. Carro und David Crego aus der Bildungsverwaltung.
Santa Cruz de La Palma: 24.000 Euro für Elternvereine und drei neue Polizisten
Der Stadtrat von Santa Cruz de La Palma hat die Förderung für Bildungsprojekte der Elternvereinigungen deutlich erhöht. Die Ausschreibung für 2026 umfasst 24.000 Euro statt bisher 9.000 Euro, wie Bildungsstadträtin Omaira Pérez erklärte.
Der Stadtrat genehmigte zudem die Einstellung von drei neuen Polizisten. Bürgermeister Asier Antona sagte, die neuen Beamten stärkten Präsenz und Reaktionsfähigkeit und verbesserten die Betreuung von Bürgern und Besuchern. Die Stellen wurden über ein Auswahlverfahren der Untergruppe C1 besetzt.
Santa Cruz de La Palma: Cabalgata de las Albricias kehrt zu Fronleichnam zurück
Der Stadtrat von Santa Cruz de La Palma hat die Cabalgata de las Albricias wiederbelebt. Der Umzug sollte am Samstag, 6. Juni, ab 20.30 Uhr am Vorabend von Fronleichnam durch die Hauptstadt ziehen.
Kulturdezernent Alberto Perdomo sagte, die Stadt wolle damit eine über Generationen gepflegte Tradition zurückbringen und an neue Generationen weitergeben. Der Zug startete am Castillo de Santa Catalina und endete an der Plaza de España. Mehr als 120 Teilnehmer aus Vereinen und Gruppen stellten Figuren wie Diablos, Mascarones und Caballos Cucos dar, begleitet von Musik und szenischen Elementen.
Breña Alta: Fast zwei Millionen Euro für Stadtteile freigegeben
Der Stadtrat von Breña Alta hat einen Investitionsplan für mehrere Ortsteile beschlossen. Bürgermeister Jonathan Felipe bezifferte das Paket aus dem Kassenüberschuss auf 1.921.000 Euro.
Felipe sagte, die Projekte seien früher zugesagt worden, wegen der Rückkehr zu Haushaltsregeln aber nicht umgesetzt worden. Geplant sind unter anderem Wegeanpassungen in La Caleta, Corsillada, Reventón, Piedad, La Higuera und Juan Mayor sowie Arbeiten an Beleuchtung und Sportanlagen im Valle de La Luna. Hinzu kommen die Sanierung von Spielplätzen, die Überdachung der Boulebahn von La Grama und technische Studien.
Los Llanos und Inselverwaltung: Programme für Inklusion, Kultur und Nachhaltigkeit
Los Llanos de Aridane hat ein Integrationsprogramm für Nutzer des Zentrums für psychosoziale Rehabilitation Pedregales gestartet. Bürgermeister Javier Llamas sagte, das Projekt schaffe Chancen für Menschen mit größeren Hürden beim Einstieg in den Arbeitsmarkt.
Sozial- und Gleichstellungsbeauftragte Idaira Pérez erklärte, vier Teilnehmer absolvierten Praktika in kommunalen Diensten und erhielten Begleitung, finanziert mit 10.000 Euro vom Cabildo de La Palma. Parallel unterstützte die Stadt die Ausstellung "Yo viví Sin Plástico" im Espacio Real21 vom 4. bis 6. Juni, konzipiert von Marcelino Rodríguez und Stadthistorikerin María Victoria Hernández. Die Inselverwaltung startete zudem das Projekt Oportunidades Culturales Inclusivas, das Menschen mit Behinderungen den Zugang zu Kulturveranstaltungen erleichtern soll.
Puntagorda: Kostenloses Sommer-Camp startet am 22. Juni
Puntagorda bietet Kindern von drei bis 13 Jahren das kostenlose Sommer-Camp "Un Mundo de Color" an. Das Programm dient erneut als Ferienbetreuung.
Das Camp läuft vom 22. Juni bis zum 8. September täglich von 7.30 bis 14.30 Uhr im städtischen Pavillon. Sozialdezernentin Mercedes Candelario sagte, das Angebot unterstütze Familien bei der Vereinbarkeit von Beruf und Betreuung. Bildungsdezernentin Sheila Pérez erklärte, Workshops, Sport und Gruppenaktivitäten förderten die persönliche und soziale Entwicklung, ergänzt durch Wasserspiele in der städtischen Schwimmhalle.
La Palma: Waldbrandbrigade BRIF in Puntagorda ganzjährig einsatzbereit
Die kanarische Regierung hat eine ganzjährige Einsatzbereitschaft der Luftmittel der Waldbrandbrigade BRIF in Puntagorda erreicht. Vizekanzler Marcos Lorenzo hob dies bei Arbeitssitzungen der spanischen Generaldirektion für Zivilschutz und Notfälle in Zaragoza hervor.
Lorenzo sagte, dies sei eine historische Forderung der Kanaren und stärke die Reaktionsfähigkeit bei Waldbränden. In den Sitzungen ging es auch um neue Zivilschutzrichtlinien zu chemischen und vulkanischen Risiken, wobei die Kanaren Erfahrungen aus der Tajogaite-Eruption auf La Palma einbringen sollten. Zudem forderte Lorenzo schnellere staatliche Genehmigungen für Schutzbojen in Badezonen, damit Gemeinden diese vor der Hochsaison installieren können.
Los Llanos: Neue Musik-Jornadas ehren Matías Hernández Pérez
Die Asociación "La Filarmónica: Amigos de la Banda Municipal de Música de Los Llanos de Aridane" hat neue Jornadas Musicales zu Ehren von Matías Hernández Pérez vorgestellt. Die erste Ausgabe widmet sich dem Thema Musikarchive und deren Verwaltung.
Der Höhepunkt war für Samstag, 20. Juni, geplant: Instrumentenvorstellung für Schüler ab 9.30 Uhr in der Calle Díaz Pimienta und Vorträge in der Casa de la Cultura. Als Referenten waren Miguel Ángel Santiago Pérez, Präsident der Asociación de Archiveros de Canarias, sowie Francisco Javier García García, Saxophonist und Archivar, angekündigt. Am Dienstag, 30. Juni, sollte ein gemeinsames Konzert mit der Banda Insular de El Hierro im Parque Antonio Gómez Felipe folgen.





