Pedro San Ginés, Senator der Coalición Canaria, hat im spanischen Senat das Vorgehen der Regierung scharf kritisiert. Er warf ihr vor, per Dekret den Großteil des kanarischen Haushaltsüberschusses für den Wiederaufbau von La Palma einzusetzen, statt staatliche Verpflichtungen zu erfüllen.
Worum es geht (TL;DR)
- Senator San Ginés kritisiert Regierung für Nutzung des kanarischen Haushaltsüberschusses für La Palma-Wiederaufbau.
- Kanaren dürfen nur 70 % des Überschusses nutzen, andere Regionen 100 % für nachhaltige Investitionen.
- Schuldenerlass belastet Kanaren mit 1.700 Millionen Euro weniger als ohne spezielle Begrenzung.
Während einer Debatte zu einem Antrag der sozialistischen Fraktion, der letztlich abgelehnt wurde, übte San Ginés auch Kritik am im September beschlossenen Schuldenerlass. Er begründete seine Ablehnung des Antrags damit, dass die Regierung nicht in der Lage sei, gleiche Zugänge zu öffentlichen Dienstleistungen in allen Regionen zu gewährleisten.
Kanaren zahlen Wiederaufbau aus eigenen Mitteln
San Ginés betonte, die Erlaubnis, 70 % des Überschusses für La Palma zu verwenden, sei nur ein "Erpressungsversuch". Der Staat habe jahrelang verhindert, dass die Kanaren diesen Überschuss nutzen können. Erst als die Frist für die staatlichen Zusagen von 100 Millionen Euro ablief, habe man den Kanaren erlaubt, mit eigenen Mitteln zu zahlen.
Er kritisierte weiter, dass kurz darauf alle autonomen Gemeinschaften 100 % ihres Überschusses für nachhaltige Investitionen nutzen durften, während den Kanaren nur noch 30 % blieben. San Ginés nannte dies ein "politisch-ökonomisches Hütchenspiel" der Regierung.
Kritik an ungleicher Schuldenverteilung
Zum Schuldenerlass sagte San Ginés, Gleichheit werde nicht durch Symbolik, sondern durch Praxis erreicht. Er verurteilte die ungleiche Umverteilung der Schulden, die die Kanaren mit 1.700 Millionen Euro weniger belaste, als ihnen ohne spezielle Begrenzung zustehen würde.










