Der Wiederaufbau des Colegio de La Laguna auf La Palma hat sich zu einem komplexen Konflikt zwischen dem Cabildo von La Palma und der Regierung der Kanarischen Inseln entwickelt. Der Streit um die Zuständigkeiten hat die Umsetzung des Projekts verzögert. Dies erklärte Borja Perdomo, Sprecher der sozialistischen Fraktion im Cabildo von La Palma, in einer Pressemitteilung. Ursprünglich war geplant, die Bauarbeiten im Notfallverfahren durchzuführen, nun soll jedoch eine öffentliche Ausschreibung erfolgen.
Perdomo kritisierte, dass das Cabildo von La Palma die Ausführung eines vom kanarischen Staat finanzierten Projekts übernommen hat, obwohl die regionale Verwaltung über die nötigen Kompetenzen im Bildungsbereich verfügt. Er zog Parallelen zur langsamen Wiederherstellung der Straße LP-2 und warf dem Präsidenten des Cabildos vor, aus politischem Ehrgeiz die Projektumsetzung zu verzögern.
Streit um Zuständigkeiten auf La Palma
Der sozialistische Ratsherr betonte, dass das Cabildo durch die Übernahme von Aufgaben, die nicht in seinen Zuständigkeitsbereich fallen, bereits mehrfach gescheitert sei. Dies zeige sich nicht nur bei der Straße LP-2, sondern auch bei anderen Projekten wie der Auszahlung von Hilfen an Landwirte, die durch den Vulkanausbruch Einkommensverluste erlitten haben, oder im Wohnungsbau, wo in mehr als zwei Jahren keine einzige Wohnung bereitgestellt wurde.
Trotz der Kritik zeigte sich Perdomo erfreut darüber, dass das Abkommen zur Durchführung der Bauarbeiten nun unterzeichnet wurde. Dies sei ein wichtiger Schritt, um der außergewöhnlichen Schulgemeinschaft und dem Stadtteil Los Llanos de Aridane das Bildungszentrum zurückzugeben.











