Der Streit um die Wiedereinstellung einer langjährigen Mitarbeiterin hat das Rathaus von Fuencaliente erschüttert. Der Stadtrat hat trotz eines gerichtlichen Sieges beschlossen, gegen das Urteil, das die Wiedereinstellung der Mitarbeiterin anordnet, Berufung einzulegen.
Der sozialistische Stadtrat von Fuencaliente äußerte seine Empörung über die Entscheidung der regierenden Koalition Canaria (CC), im Rahmen des Personalstabilisierungsprozesses drei Mitarbeiterinnen mit mehr als 30 Jahren Dienstzeit auszuschließen. Die betroffenen Mitarbeiterinnen hatten rechtliche Schritte eingeleitet, wobei eine von ihnen ein positives Urteil erhielt, das ihre Wiedereinstellung anordnete. Dennoch hat der Stadtrat gegen das Urteil Berufung eingelegt und plant derzeit nicht, die Mitarbeiterin wieder einzustellen.
Streit um Personalpolitik in Fuencaliente
Der sozialistische Stadtrat verurteilte das Vorgehen als ungerecht und unmenschlich. Sie kritisierten den Bürgermeister der CC, der sich seiner Verantwortung entziehe, während die betroffenen Mitarbeiterinnen gezwungen seien, ihre Rechte vor Gericht zu verteidigen und die Kosten selbst zu tragen. Gleichzeitig habe der Stadtrat externe juristische Dienste auf Kosten der Bürger von Fuencaliente engagiert, ohne ausreichende Transparenz in den Ratsversammlungen oder Berichten zu schaffen.
Der PSOE äußerte Unverständnis darüber, dass trotz des gewonnenen Prozesses der Stadtrat das Urteil anfechte und dadurch zusätzliche Kosten für die öffentlichen Finanzen verursache. In einer Sitzung am 6. Juni 2024 hatte der Bürgermeister erklärt, alle Mitarbeiter seien über den Stabilisierungsprozess informiert worden. Dennoch blieben die drei Mitarbeiterinnen aufgrund fehlender Qualifikationsnachweise außen vor. Die Opposition stellt infrage, wie es trotz angeblicher Beratung zu dieser Situation kommen konnte.
Fehlende Transparenz und politische Verantwortung
Der sozialistische Stadtrat forderte die Offenlegung aller Unterlagen zum Stabilisierungsplan sowie der damit verbundenen Ausgaben, da diese in den Berichten der Stadtverwaltung nicht erwähnt wurden. Der PSOE sieht in der mangelnden Transparenz und den widersprüchlichen offiziellen Darstellungen ein ernsthaftes Problem in der politischen Verantwortung und Verwaltung der Stadt.





