La Palma spricht über den Umgang mit Sturm Therese, neue Notfallregeln für den Cumbre-Tunnel und ein Gerichtsurteil nach Missbrauch sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Sturm Therese brachte Schnee, Wind und Starkregen nach La Palma
Therese traf La Palma mit Schnee in den Höhen und stürmischem Wetter. Die Aemet meldete weiße Gipfel und sehr starke Südwestwinde, die in exponierten Lagen mehr als 90 km/h erreichten. Die Wetterbehörde erwartete Schauer mit Gewittern und kleinem Hagel, vor allem auf den westlichen Inseln. Für La Palma standen starke und anhaltende Niederschläge an Süd- und Westhängen in der Prognose, teils mit einem möglichen Gesamtwert von mehr als 300 Litern pro Quadratmeter. Es drohten Sturzfluten und Erdrutsche.
Flugverkehr auf La Palma: Mehrere Ausfälle wegen Sturm
Aena meldete am Flughafen von La Palma mehrere Flugstreichungen. Betroffen waren sieben Verbindungen mit Ursprung Teneriffa Nord, drei aus Gran Canaria und eine aus Teneriffa Süd. Das 112-Zentrum der Kanarischen Regierung registrierte am Donnerstag 115 Vorfälle auf den Kanaren, davon 91 auf Teneriffa, meist windbedingt. Die Lage blieb angespannt, weil die Aemet eine Verstärkung des Tiefs in der Nacht und anhaltende Instabilität bis ins Wochenende hinein erwartete.
Cumbre-Tunnel: Neue Steinschlag-Regeln für beide Richtungen
Sergio Rodríguez, Präsident der Inselverwaltung von La Palma, unterzeichnete ein Dekret für automatische Sicherheitsmaßnahmen bei Steinschlaggefahr. Es öffnete den neuen Cumbre-Tunnel in beide Richtungen und soll eine sichere Verbindung zwischen den Inselteilen gewährleisten. Die Maßnahmen laufen im Rahmen des Insel-Notfallplans PEINPAL, der auf dem gleichen Alarmniveau wie der kanarische Territorialplan PLATECA steht. Das Dekret sieht je nach Lage auch Einschränkungen auf Straßen wie LP-3, LP-4, LP-210 und LP-109 vor, gestützt auf technische Berichte zur Bodeninstabilität.
Cabildo entwickelt Notfallstrategien nach Sturmeinsatz weiter
Der Cabildo von La Palma schärfte seine Notfallstrategien in einer Sitzung unter Leitung von Präsident Sergio Rodríguez nach. Dabei bewerteten die Bereiche Notfälle, Umwelt und Tourismus sowie die Inselgesellschaft Sodepal einen Dekretentwurf, der während eines Sturms getestet worden war. Rodríguez sagte, die Regeln sollten die Mikroklimate der Insel berücksichtigen, damit nicht überall dieselben Einschränkungen gelten. Die Verwaltung plant zudem ein Expertengremium für Klimatologie und will in den nächsten Monaten mit Wirtschafts- und Sozialsektoren Lösungen erarbeiten, um Aktivitäten nicht unnötig einzuschränken.
Zwölf Jahre Haft nach Missbrauch auf La Palma
Ein Gericht in Santa Cruz de Tenerife verurteilte einen Vater zu zwölf Jahren Haft. Er hatte seine Tochter zwischen ihrem fünften und achten Lebensjahr sexuell missbraucht, meist auf La Palma, wo er bei seinen Großeltern lebte. Das Gericht entzog ihm das Sorgerecht und setzte eine Entschädigung von 8.000 Euro fest. Nach der Haft soll er neun Jahre unter Aufsicht stehen, Kontakt zur Tochter bleibt untersagt und Tätigkeiten mit Kindern wurden verboten, nachdem das Mädchen im Prozess im Alter von 13 Jahren ausgesagt hatte.
Puntagorda kauft neue Flächen für künftigen Wohnungsbau
Puntagorda erwarb rund 8.000 Quadratmeter in der Calle La Paz aus kommunalen Mitteln. Die Fläche ergänzt ein im Vorjahr gekauftes Grundstück, sodass nun fast 15.000 Quadratmeter für künftige Wohnprojekte bereitstehen. Bürgermeister Vicente Rodríguez erklärte, die Akquisition sei ein strategischer Schritt für besseren Zugang zu Wohnraum. Die Gemeinde führt Gespräche mit dem Instituto Canario de la Vivienda, um sozialen Wohnungsbau und bezahlbare Modelle zu entwickeln.
Villa de Mazo ernennt Pedro Luis Pérez de Paz zum Ehrenbürger
Villa de Mazo ernannte Pedro Luis Pérez de Paz zum Ehrenbürger. Die Gemeinde feierte am 18. März den Tag des Municipios im Centro de la Cultura Andares. Bürgermeister Idafe Hernández würdigte, dass der Geehrte seine Wurzeln nie vergessen habe. Pérez de Paz arbeitet als Biologie-Doktor und Botanik-Professor zur makaronesischen Flora. Kulturdezernentin Mariela Ramos betonte den Wert solcher Auszeichnungen für die Ortsgeschichte.
Villa de Mazo erneuert Gehwege an LP-2 und LP-206
Villa de Mazo verbesserte Gehwege und öffentliche Bereiche entlang der Straßen LP-2 und LP-206. Bürgermeister Idafe Hernández sagte, die Arbeiten sollen Zugänglichkeit und Komfort erhöhen und öffentliche Räume für Einwohner und Besucher aufwerten. Die Gemeinde teilte das Projekt in zwei Abschnitte, darunter eine Sanierung am Kilometer 4+500 der LP-206 in La Rosa mit rund 670 Quadratmetern. Bauleiter Luis Cabrera erklärte, man habe sich auf stark abgenutzte Bereiche konzentriert. Das Budget liegt bei 234.017,75 Euro, die Fertigstellung ist in drei Monaten geplant.






