Die Asociación Tierra Bonita hat das Cabildo von La Palma aufgefordert, die Ausschlusszonen aufzuheben, die Grundstücks- und Hausbesitzern den Zugang verwehren. Anlass ist der vierte Jahrestag des Erlöschens des Vulkans Tajogaite.
Worum es geht (TL;DR)
- Tierra Bonita fordert Aufhebung der Ausschlusszonen vier Jahre nach Erlöschen des Vulkans Tajogaite.
- Die Vereinigung kritisiert fehlende rechtliche Grundlage und aktuelle wissenschaftliche Berichte für Zugangsverbote.
- Gelbes Warnsignal soll auf grün gesetzt werden, da keine präeruptive Phase mehr existiert.
Die Organisation fordert zudem, das gelbe Warnsignal der vulkanischen Gefahrenstufe auf grün zu setzen.
Am Weihnachtstag 2021, vor vier Jahren, bestätigte sich, dass der Vulkan Tajogaite, der aus den Tiefen der Cumbre Vieja aufstieg, nach 85 Tagen zum Stillstand kam. Die Eruption zwang rund 7000 Anwohner zur Evakuierung.
Forderung nach Aufhebung der Ausschlusszonen auf La Palma
Die Lavamassen zerstörten mehr als 1200 Hektar Land und fast 1700 Gebäude, darunter über 1300 Wohnhäuser. In einem Schreiben erklärte die Bürgervereinigung, dass die Beibehaltung dieser Einschränkungen vier Jahre nach der Katastrophe nicht mehr gerechtfertigt sei. Es bestehe kein unmittelbares Risiko durch gefährliche Emissionen oder anomale Temperaturen, wie das angefochtene Dokument selbst anerkenne.
Tierra Bonita betonte, dass das Cabildo diesen neuen Erlass nicht auf aktuelle wissenschaftliche Berichte stütze, die anhaltende Gesundheits- oder Sicherheitsgefahren belegen. Vielmehr berufe man sich auf allgemeine technische Kriterien ohne klare Autorenschaft oder konkrete Inhalte.
Die Vereinigung kritisierte zudem das Fehlen einer rechtlichen Grundlage für die Ausschlusszonen, die weiterhin Puertos Naos und La Bombilla umfassen. Diese Bezeichnung finde sich nicht in der geltenden Gesetzgebung, weshalb das Cabildo keine allgemeinen und unbegrenzten Zugangsverbote unter diesem Namen verhängen könne, die grundlegende Eigentums- und Nutzungsrechte beeinträchtigen.
Kritik am gelben Warnsignal vier Jahre nach Vulkanausbruch
Tierra Bonita lehnt auch die Beibehaltung des gelben vulkanischen Warnsignals vier Jahre nach dem Erlöschen des Vulkans ab. Diese Situation, aufrechterhalten durch die Gremien des PEVOLCA und PEINPAL, entspreche nicht dem normativen Design des Systems, das dieses Niveau als vorübergehend und an eine präeruptive oder ungünstige Entwicklungsphase gebunden sehe, die nicht mehr existiere.
Die Gruppe kritisierte, dass das Cabildo wiederholt mangelnde Transparenz und Bürgerbeteiligung zeige. Dies beweise auch die Tatsache, dass der Sektorale Rat zur Wiederherstellung von La Palma seit seiner Gründung im April 2023 nicht einberufen wurde, obwohl dies gesetzlich vorgesehen sei.











