Der sozialistische Stadtrat von Arrecife hat im Plenum eine Mehrheit für eine Resolution erzielt, die den Bürgermeister Yonathan de León auffordert, dem Rechnungshof umgehend ein juristisches Gutachten der städtischen Rechtsabteilung zu übermitteln. Dieses Gutachten schließt eine finanzielle Verantwortlichkeit bei der Vergabe von Sozialhilfen während der vorherigen Amtszeit aus.
Nach Angaben der PSOE lag das technische Gutachten bereits seit Mai vor und kam zu dem Schluss, dass weder ein Schaden für die Stadtkasse noch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit vorlagen. Dennoch habe der Bürgermeister das Verfahren weiter betrieben, das Gutachten dem Rechnungshof vorenthalten und die Arbeit der städtischen Juristen diskreditiert.
Streit um Sozialhilfen in Arrecife
„Wir sprechen hier von Sozialhilfen und von Menschen, die verantwortungsvoll und mit öffentlichem Engagement gehandelt haben. Was Yonathan de León getan hat, ist schwerwiegend: Er hat seine Konfrontationsstrategie fortgesetzt, obwohl es keine rechtliche Grundlage für seine Anschuldigungen gibt“, erklärte die sozialistische Stadträtin Cristina Duque.
Duque kritisierte zudem die mangelnde Transparenz des Bürgermeisters: „Von welcher Transparenz spricht Yonathan de León, wenn er fast drei Monate lang ein zentrales städtisches Gutachten zurückhält, das seine Behauptungen widerlegt? Er hat die Verfahren aus parteipolitischen Gründen weitergeführt, das Ansehen des Rathauses beschädigt und die Professionalität der städtischen Fachleute infrage gestellt.“
Resolution im Stadtrat von Arrecife angenommen
Dank der Initiative der PSOE und der Unterstützung der Coalición Canaria hat das Plenum am Freitag beschlossen, das Gutachten an den Rechnungshof weiterzuleiten. Die Parteien Partido Popular und VOX stimmten dagegen.
„Der Bürgermeister hat gezeigt, dass ihm Arrecife, die Funktionsweise der Institutionen und die Reputation derjenigen, die für diese Stadt gearbeitet haben, gleichgültig sind. Es zählen nur seine eigenen Interessen“, sagte Cristina Duque abschließend. Sie forderte ein Ende der parteipolitischen Instrumentalisierung des Rathauses und eine Rückkehr zu institutioneller Verantwortung.











