Die Berufsausbildung (FP) auf den Kanarischen Inseln hat sich als wichtiger Bildungsweg zur Verringerung der Schulabbrecherquote etabliert. Rund 65 % der Schüler setzen ihre Ausbildung in höheren Kursen fort, während es auf den Kanaren weniger als 60 % sind.
Worum es geht (TL;DR)
- 65 % der Berufsschüler auf den Kanaren setzen ihre Ausbildung fort, weniger als der nationale Durchschnitt.
- Im Schuljahr 2023-2024 schlossen 23.739 Personen ihre Berufsausbildung auf den Kanaren ab.
- Die Schulabbrecherquote stagniert bei 13 %, das europäische Ziel liegt bei 9 % bis 2030.
Im Schuljahr 2023-2024 schlossen 23.739 Personen ihre Ausbildung ab, davon 16.441 Jungen und 7.298 Mädchen – das entspricht 4,5 % der Gesamtbevölkerung. Sechs von zehn Schülern entschieden sich, eine mittlere Berufsausbildung zu beginnen. Die Grundausbildung gilt damit nicht mehr als Endpunkt.
Ismael Sanz, Forscher bei Funcas und Professor an der Universität Rey Juan Carlos, erklärte, die FP diene als Brücke zu höheren Bildungsniveaus und sei ein Instrument, um Schüler im Bildungssystem zu halten.
Kanaren verzeichnen geringere Weiterbildungsrate
Die frühzeitige Schulabbrecherquote stagniert bei etwa 13 % und weicht damit vom europäischen Ziel von 9 % bis 2030 ab. Schüler, die sich in der 3. Klasse der ESO für eine Grundausbildung entscheiden, bleiben oft im Bildungssystem und schließen nach zwei Jahren ab.
Die Daten des Bildungsministeriums zeigen, dass 65 % der Absolventen des Jahres 2020-2021 ihre Ausbildung fortsetzten. Im Vergleich zu 2015-2016, als 68 % weiterlernten, gab es 2019-2020 einen Höchststand von 69 %.
Sanz vermutet, dass der Rückgang auf 65 % auf eine Verbesserung des Arbeitsmarktes zurückzuführen sein könnte, was weniger Absolventen dazu veranlasst, weiterzustudieren.
Regionale Unterschiede bei der Weiterbildung
Die höchsten Weiterbildungsquoten verzeichneten die Regionen Valencia (73 %), La Rioja (72 %), Galicien und das Baskenland (71 %). Extremadura, die Kanaren und die Balearen liegen unter 60 %.
Sanz wies darauf hin, dass die Verfügbarkeit von Bildungseinrichtungen und die sozioökonomischen Bedingungen der Regionen die Bildungsfortsetzung beeinflussen. Besonders in den Bereichen IT, Elektrizität und Verwaltung gibt es hohe Fortschrittsquoten.
Laut den neuesten Daten des Bildungsministeriums schlossen im Schuljahr 2023-2024 446.718 Schüler die ESO ab – das entspricht einer Quote von 82 %. Die Abschlussquote im Bachillerato sank jedoch leicht auf 55 %.










