Fernando Clavijo, der Präsident der Kanarischen Inseln, hat am Freitag betont, niemand glaube, dass mehr Geld für Katalonien nicht weniger Geld für andere Regionen bedeute. Diese Aussage traf Clavijo im Zusammenhang mit dem Vorschlag für ein neues System der autonomen Finanzverteilung. Dieses soll den Regionen bis 2027 insgesamt 20.975 Millionen Euro mehr einbringen, wobei fast 16.000 Millionen Euro aus einer höheren Abgabe von Einkommen- und Mehrwertsteuer stammen sollen.
Worum es geht (TL;DR)
- Clavijo bezweifelt, dass mehr Geld für Katalonien nicht zu Lasten anderer Regionen geht.
- Das neue Finanzverteilungssystem soll den Regionen bis 2027 rund 21 Milliarden Euro mehr bringen.
- Der Präsident will die Vorschläge der Regierung erst nach Prüfung der Details bewerten.
In Agaete erklärte Clavijo gegenüber den Medien, dass er vor einer Bewertung den vollständigen Text und die Details sehen müsse. Er fügte hinzu, dass die spanische Regierung, wenn sie etwas präsentiere, es gut verkaufen werde.
Zweifel an gerechter Verteilung der Mittel
Clavijo präzisierte, dass es zwar mehr öffentliches Geld gebe, was aufgrund gestiegener Einnahmen und Inflation positiv sei. Die entscheidende Frage sei jedoch die Verteilung unter den autonomen Gemeinschaften. Nach dem Treffen zwischen dem spanischen Regierungschef Pedro Sánchez und dem ERC-Vorsitzenden Oriol Junqueras am Donnerstag bekräftigte Clavijo seine Zweifel, dass mehr Geld für Katalonien nicht weniger für andere bedeute.
Er betonte, die Verteilung müsse korrekt sein und man solle sich keine Illusionen machen. Dennoch wolle er die Vorschläge der Regierung zur autonomen Finanzierung sorgfältig prüfen, bevor er sie bewerte.











