María Dolores Corujo, Abgeordnete für die Provinz Las Palmas und Generalsekretärin der PSOE von Lanzarote, hat am Montag im Tourismusausschuss des spanischen Abgeordnetenhauses hervorgehoben, dass die Wohnungsfrage auf den Kanaren eine regionale Angelegenheit sei. Sie betonte, dass das Autonomiestatut den Kanarischen Inseln die ausschließliche Kompetenz in Wohnungsfragen zuschreibt.
Worum es geht (TL;DR)
- PSOE-Abgeordnete Corujo betont regionale Zuständigkeit der Kanaren für Wohnungsfragen laut Autonomiestatut.
- Sie kritisiert CC, PP und Vox für Blockade von Wohnungsinitiativen trotz Mietproblematik.
- Kanarische Regierung vernachlässigt sozialen Wohnungsbau und nutzt spanische Regierungsmittel.
Corujo erklärte, dass viele Menschen nicht erkennen, dass die Wohnungsfrage ähnlich wie Gesundheit und Bildung in die Verantwortung der autonomen Gemeinschaften fällt. Sie kritisierte, dass einige Parteien Verwirrung stiften, anstatt Verantwortung zu übernehmen.
Besonders kritisierte sie die Koalition Canaria, die Partido Popular und Vox für ihren „autonomen Regierungskurs nach Belieben“. Sie warf ihnen vor, Verantwortung nach Madrid abzuschieben, obwohl sie die Autonomie betonen.
Kanaren blockieren eigene Wohnungsinitiativen
Corujo erinnerte daran, dass die spanische Regierung ein nationales Wohnungsgesetz verabschiedet hat, das in anderen Regionen bereits umgesetzt wird. Auf den Kanaren jedoch würden CC und PP die Anwendung dieser Instrumente verweigern.
Die Abgeordnete kritisierte, dass die Parteien die Erklärung von Spannungszonen durch die Gemeinden blockieren, obwohl die Mietproblematik auf den Inseln bekannt sei.
Corujo warf der rechten und ultrarechten Opposition vor, in Madrid Lösungen zu fordern, während sie auf den Kanaren Maßnahmen blockieren, die Veränderungen bewirken könnten.
Fehlendes Engagement in der öffentlichen Wohnraumförderung
Corujo bemängelte auch das fehlende finanzielle Engagement der kanarischen Regierung im Bereich des sozialen Wohnungsbaus. Sie betonte, dass fast alle Anstrengungen in diesem Bereich durch Mittel der spanischen Regierung finanziert werden.
Sie kritisierte, dass CC, PP und Vox die Wohnraumkrise politisch gegen die spanische Regierung nutzen, während sie sich vor der Verantwortung gegenüber ihren Bürgern drücken.
Corujo schloss mit der Feststellung, dass die Wohnungsfrage eine regionale Verantwortung sei und die kanarische Regierung die Pflicht habe, zu handeln, anstatt ihre Untätigkeit in Madrid zu verschleiern.











